Der Pokerspieler Michael Moncek, besser bekannt als „Texas Mike“, hat bei der diesjährigen WSOP erneut für Aufsehen gesorgt. Nachdem er bereits im vergangenen Jahr bei der World Series of Poker mehrfach Schlagzeilen machte, weil er wiederholt blind All-in gegangen war, ist nun ein weiteres Video viral gegangen.
Bei der Live-Version der $10.000 GGMillion$ schob er diesmal seinen gesamten Stack von 59 Big Blinds mit 8♣3♦ Offsuit in die Mitte. Er will damit auf Teufel komm raus Chips generieren und sollte die Hand verloren gehen, kauft er sich einfach erneut ins Turnier ein.
Und genau an diesem Punkt scheiden sich die Geister. Die einen begrüßen seine Spielweise, da solche Hände langfristig häufiger verlieren als gewinnen. Dadurch steigt der Preispool natürlich und man hat als Spieler die Chance, vergleichsweise easy Chips aufzubauen.
Auf der anderen Seite gewinnt er aber eben auch immer wieder solche Hände und eliminiert dabei Spieler aus dem Turnier. Darunter sind oftmals Teilnehmer, die sich maximal eine Bullet leisten können oder sich sogar über ein Satellite qualifiziert haben. Für viele von ihnen ist die WSOP und das entsprechende Event möglicherweise das größte Erlebnis ihrer Pokerkarriere.
Ist dementsprechend schon irgendwie uncool, wenn sich dann ein „Texas Mike“ mit einer „Endlos-Bankroll“ einfach einen Deeprun kauft und die Träume der leidenschaftlichen Semi-oder Hobbyspieler möglicherweise eiskalt zerstört.
Die Meinungen gehen daher weit auseinander. Während sich einige über das vermeintliche „Free Money“ freuen und argumentieren, dass „Texas Mike“ mit seinem Geld machen kann, was er möchte, sehen viele Grinder die Sache kritischer. Sie sind der Meinung, dass ein solches Verhalten dem Spiel schadet und dem Wettbewerbsgedanken widerspricht. – Was ist eure Meinung dazu?