Bienvenue à Cannes

Die World Series of Poker ist zum ersten Mal in einem nicht englischsprachigen Land zu Gast. Das mondäne Cannes an der Cote d’Azur hat man sich auserwählt, um die europäische Ausgabe der WSOP noch attraktiver zu machen, als sie es in der britischen Hauptstadt bis dato sowieso schon war.

Die World Series of Poker ist zum ersten Mal in einem nicht englischsprachigen Land zu Gast. Das mondäne Cannes an der Cote d’Azur hat man sich auserwählt, um die europäische Ausgabe der WSOP noch attraktiver zu machen, als sie es in der britischen Hauptstadt bis dato sowieso schon war.

Denkt man an Südfrankreich, hat man sofort ein Bild im Kopf. Azurblaues Meer, schöne Menschen und schicke Autos. Das alles trifft soweit zu 100% zu. Für Normalsterbliche ist hier wenig erschwinglich. Alleine den Strand und das schöne Wetter gibt es umsonst, das aber zuhauf.

Doch eigentlich soll es ja ums Pokern gehen. Die Turniere sind im Vergleich zu den bisherigen Ausgaben in London günstiger geworden. Dem Währungswechsel von Pfund auf Euro sei Dank. Das in Verbindung mit dem Image des gemeinen französischen Kartenspielers soll dazu führen, mehr Teilnehmer für die sieben Bracelet-Evens zu generieren.

Nach den ersten beiden Tagen kann man sagen, dass dieser Plan ein voller Erfolg war. Beim Event #1 waren 50% mehr Spieler an den Tischen als noch 2010 und beim € 1.000 Event hat man alleine an Tag 1a schon fast so viele Spieler verzeichnen können, wie 2009 und 2010 insgesamt angetreten waren. Der Start war also richtig gut und noch stehen die wirklich dicken Turniere ja noch aus.

Schon von Tag 1 der WSOPE an waren die großen Namen vertreten. Hellmuth, Dwan, Negreanu, Deeb, Seiver, Selbst und und und. Die Liste ließe sich beliebig fortführen. Allein aus deutschen Landen ist die Beteiligung noch steigerungsfähig. Unter den 360 Startern im Event #1 waren genau 4 Deutsche. Alle vier davon kamen in Tag 2, wenn teilweise auch nur mit knapp einem Big Blind. Mit Marvin Rettenmaier konnte sich einer davon sogar in die Geldränge kämpfen. Nach eigener Aussage ist er sogar gewillt, das Ding zu shippen. Good Luck dafür!

Im 1.000er Side-Event waren 9 Deutsche unter den 388 Teilnehmern. Wie viele davon es in Tag 2 schaffen werden ist ungewiss, doch es wird scharf geschossen im wunderschönen Saal Majestic 1. Nach knapp 7 gespielten Level haben schon 300 Spieler Feierabend. Meist ungewollt, aber letztlich unvermeidbar.

Noch ist die Organisation etwas unrund. Die WSOPE ist auf zwei Austragungsorte verteilt. Das Casino Barriere und das Hotel Majestic. Für manche Spieler sicher ungewohnt, muss man zum Beispiel für die Registrierung zuerst ins Casino laufen und dann in der Regel wieder zurück ins Hotel, wo die hauptsächliche Action der Main und Side-Events läuft. So spaziert einem am Boulevard ein etwas verwirrt drein blickender Jason Mercier oder ein Tom Dwan entgegen. Sie werden sich dran gewöhnen müssen, zumindest in diesem Jahr.