WSOP Tag 51: Der Sommer-Marathon findet sein Ende
An Tag 51 der WSOP werden die letzten Bracelets der Serie vergeben, bevor im August das Main Event den endgültigen Abschluss bildet.
An Tag 51 der World Series of Poker (WSOP) werden die letzten Bracelets der Serie vergeben, bevor im August das Main Event den endgültigen Abschluss bildet.
Event 97: $25.000 High Roller H.O.R.S.E. – Finale
Das letzte High-Roller-Turnier des Sommers ist entschieden. Beim $25.000 High Roller H.O.R.S.E. setzte sich der russische Cash-Game-Spezialist Alexander Kostritsyn gegen ein Feld von 148 Entries durch und feierte den ersten WSOP-Titel seiner Karriere. Nach einem intensiven Finaltag der letzten 16 Akteure bezwang er den US-Amerikaner Ali Eslami im Heads-up und strich eine stolze Siegprämie von $872.052 ein. Ein dramatisches Nebenkapitel schrieb das Rennen um den „WSOP Player of the Year“-Titel: Während Alex Foxen auf dem Weg zum Finaltisch ausschied und Shaun Deeb achten Platz erreichte, eroberte der Japaner Naoya Kihara einen starken dritten Platz. Damit übernimmt Shaun Deeb denkbar knapp die Führung im POY-Leaderboard.

Event 98: $800 Deepstack NLH – Finale
Eine packende Titelentscheidung beim $800 Deepstack No-Limit Hold’em endete mit einem Erfolg für Nishant Sharma. Der in Asien bereits äußerst erfolgreiche Inder bezwang ein Teilnehmerfeld von 2.036 Entries und sicherte sich nach einem rasanten finalen Tag sein erstes WSOP-Gold-Bracelet sowie eine Siegprämie von $196.659. Sharma, der zwischenzeitlich am Finaltisch auf nur noch sechs Big Blinds abgestürzt war, bewies in der entscheidenden Phase eiserne Nerven, glänzte durch einen spektakulären Hero-Call und eliminierte im Endspurt unter anderem den US-amerikanischen Profi Jason Wheeler auf dem dritten Platz ($95.018). Im anschließenden Heads-up-Duell hielt er schließlich auch den taiwanesischen YouTuber Chung-Tang Lin ($131.002) erfolgreich in Schach, um als achter Spieler in der WSOP-Geschichte ein Bracelet nach Indien zu holen.

Event 99: $5.000 8-Handed NLH – Finale
Das letzte $5.000 No-Limit Hold’em-Turnier des Sommers endete mit einem beeindruckenden Triumph für Darren Rabinowitz. Der US-Amerikaner überwand sein bitteres Main-Event-Aus der Vorwoche, setzte sich gegen ein stark besetztes Feld von 884 Entries durch und sicherte sich neben seinem zweiten WSOP-Bracelet eine Siegprämie von $695.256. Dabei verhinderte Darren Rabinowitz im packenden Heads-up, das mehr als eine Stunde dauerte, das historische 18. Bracelet von Poker-Ikone Phil Hellmuth ($464.286), indem er den anfänglichen Rückstand trotz einer lautstarken Kulisse von rund 1.500 Zuschauern geduldig drehte und die finale Hand mit Top Pair für sich entschied.
Aus Sicht der deutschsprachigen Community sorgte der Österreicher Oliver Bosch für ein starkes Ergebnis zum Abschluss der Turnierserie. Als Shortstack in den finalen Tag gestartet, kämpfte er sich sensationell durch das hochkarätige Feld und durfte sich nach einem starken Lauf schließlich über den 14. Platz sowie ein Preisgeld von $33.928 freuen. Seine beiden Landsmänner Manuel Fritz und Klemens Roiter, die ebenfalls den Sprung in den zweiten Spieltag geschafft hatten, mussten sich dagegen bereits vor den ganz großen Geldsprüngen verabschieden.

Event 100: $1.000 Super Turbo NLH – Finale
Ein turbulenter und rasanter Abschluss für die diesjährige Turnierserie in Las Vegas: Das allerletzte Gold-Bracelet der WSOP 2026 geht an She Wong. Beim $1.000 Super Turbo No-Limit Hold’em setzte sich der in Hongkong lebende US-Amerikaner gegen ein riesiges Teilnehmerfeld von 1.699 Entries durch und sicherte sich neben dem begehrten Turniersieg ein Preisgeld von $216.286. In einem extrem schnellen Finale behielt Wong im entscheidenden Heads-up gegen den Japaner Ryuta Nakai ($144.101) die Oberhand, während sich der polnische Mixed-Game-Spezialist Dzmitry Urbanovich ($104.032) den dritten Platz auf dem Podium sicherte.
Zum Abschluss der Turnierserie durfte sich auch die deutschsprachige Community über einen letzten Deep Run freuen. Der Deutsche Samuel Ju zeigte eine starke Leistung und kämpfte sich bis auf den hervorragenden 41. Platz vor, was ihm ein Preisgeld von $5.414 einbrachte.
