Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und Dataport treiben den Ausbau des Länderübergreifenden Glücksspielaufsichtssystems (LUGAS) weiter voran. Ziel ist eine leistungsfähige, sichere und zuverlässige IT-Infrastruktur für die digitale Regulierung des legalen Online-Glücksspielmarktes in Deutschland.
Seit dem Start des Projekts arbeiten die GGL und der IT-Dienstleister Dataport eng zusammen. LUGAS bildet heute eine zentrale technische und datenbasierte Grundlage für die deutsche Glücksspielaufsicht und unterstützt die GGL sowie die 16 Bundesländer bei der Bewertung des legalen Glücksspielmarktes.
LUGAS verarbeitet Daten von Millionen Spielenden
Die Bedeutung des Systems zeigt sich auch anhand der verarbeiteten Datenmengen. Im Jahr 2025 erfasste LUGAS Daten von mehr als 60 erlaubten Glücksspielanbietern und rund fünf Millionen registrierten Spielenden.
Damit ermöglicht das System der GGL detaillierte Einblicke in die Entwicklung des legalen Online-Glücksspielmarktes. Die gewonnenen Daten können genutzt werden, um regulatorische Maßnahmen zu bewerten und die Glücksspielregulierung auf Basis belastbarer Daten weiterzuentwickeln.
GGL setzt auf leistungsfähige IT-Infrastruktur
Für die GGL ist eine stabile technische Infrastruktur entscheidend, um die Glücksspielaufsicht auch bei steigenden Anforderungen zuverlässig gewährleisten zu können.
Ronald Benter, Vorstand der GGL, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Dataport. Die Weiterentwicklung von LUGAS werde kontinuierlich vorangetrieben. Gleichzeitig sei ein zuverlässiger Partner notwendig, der die hohen Anforderungen an ein komplexes und sicherheitskritisches IT-System erfüllen könne.
Eine besondere Herausforderung stellen dabei große Sportereignisse dar. Vor allem während sportlicher Großveranstaltungen wie der Fußball-Weltmeisterschaft muss die IT-Infrastruktur leistungsfähig und stabil bleiben.
Safe-Server und Zentraldateien als zentrale Bestandteile
LUGAS besteht unter anderem aus den Auswertesystemen der Safe-Server und den Zentraldateien. Seit dem 1. Januar 2023 wird die technische Infrastruktur dieser beiden zentralen LUGAS-Bausteine von der GGL verwaltet und von Dataport betrieben.
Beide Organisationen arbeiten dabei gemeinsam daran, die Anforderungen an Datenqualität, Verfügbarkeit und IT-Sicherheit dauerhaft zu erfüllen.
Die Weiterentwicklung des Systems erfolgt in enger Abstimmung zwischen den Fachteams von GGL und Dataport. Dabei kommen agile Projektmethoden zum Einsatz, um neue Anforderungen möglichst flexibel und kontinuierlich umzusetzen.
Dataport: LUGAS gehört zu den anspruchsvollsten Digitalisierungsprojekten
Auch Dataport sieht in LUGAS ein besonders komplexes Projekt im Bereich der digitalen Regulierung.
Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport, bezeichnet LUGAS als eines der anspruchsvollsten Digitalisierungsprojekte im regulatorischen Umfeld. Gemeinsam mit der GGL sollen die Systeme kontinuierlich weiterentwickelt werden, um eine belastbare Grundlage für datenbasierte regulatorische Entscheidungen zu schaffen.
Ab 2027 stärkere Nutzung der Safe-Server-Daten
Die Weiterentwicklung von LUGAS soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Ab 2027 sollen Auswertungen verstärkt auf Daten aus den Safe-Servern basieren.
Dadurch soll eine noch fundiertere und datenbasierte Bewertung des legalen Glücksspielmarktes ermöglicht werden. Die GGL hatte bereits beim Deutschen Glücksspielkongress 2025 auf die Bedeutung einer stabilen Datengrundlage hingewiesen.
Für die Glücksspielaufsicht stehen dabei insbesondere die Datenqualität, die Entwicklung des legalen Marktes und der Spielerschutz im Mittelpunkt. LUGAS soll auch künftig dazu beitragen, regulatorische Entscheidungen auf eine möglichst verlässliche Datenbasis zu stellen.

