Bank of Ireland ermöglicht Transaktionssperren für Spielerschutz

Die irische Glücksspielbehörde GRAI (Gambling Regulatory Authority of Ireland) hat bekannt gegeben, dass die Bank of Ireland ihren Kunden ermöglicht, freiwillige Transaktionssperren einzurichten, um Überweisungen zu Glücksspielanbietern zu blockieren. Diese Maßnahme soll den Spielerschutz verbessern. Beim klassischen Spielerschutz sperrt das Casino den Spieler. Die neue Möglichkeit der Transaktionssperren ist ein wichtiger Baustein für den Schutz besonders gefährdeter Spieler.

Bank of Ireland lässt freiwillige Transaktionssperren zu

Spieler, die sich selbst schützen möchten, haben in Irland in Zukunft eine neue Option zur Verfügung. Über die Bank of Ireland kann jeder Kunde freiwillig eine Transaktionssperre für Überweisungen zu Glücksspielanbietern einrichten. Für einen ganz normalen Glücksspiel-Fan ist eine derartige Transaktionssperre uninteressant. Aber Spieler, die ihre Emotionen nicht unter Kontrolle haben und dazu tendieren, schlechte Entscheidungen zu treffen, profitieren erheblich.

Die neuen Transaktionssperren dienen vorrangig dazu, die besonders gefährdeten Spieler besser zu schützen. In Zukunft kann ein Spieler, der bei der Bank of Ireland eine entsprechende Sperre einrichtet, nicht einfach spontan von seinem Konto Geld an einen Glücksspielanbieter überweisen. Das kann in brenzligen Situationen ausreichen, um einen Spielsüchtigen davor zu bewahren, sich selbst erheblich zu schaden.

Die Gambling Regulatory Authority of Ireland arbeitet seit einer Weile daran, möglichst viele Banken dazu zu bringen, entsprechende Transaktionssperren zu ermöglichen. Die Bank of Ireland ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, alle Banken in Irland dazu zu bringen, die heimischen Problemspieler zu schützen.

Allerdings muss betont werden, dass Transaktionssperren bei Banken allein nicht genügen, um Spielsüchtige zu schützen. Aber die Transaktionssperren sind ein wichtiger Baustein für Spieler, die Probleme bei der Selbstkontrolle haben. Doch in der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten, ohne Banken bei Glücksspielanbietern einzuzahlen.

Transaktionssperren schließen eine von vielen Lücken

Ohne Zweifel gibt es Spieler, die erheblich davon profitieren, wenn ihre Hausbank Transaktionen zu Glücksspielanbietern blockiert. Aber an dieser Stelle beginnt schon das Problem: Kann eine Bank zuverlässig feststellen, ob ein Konto zu einem Glücksspielanbieter gehört? Bei den legalen Glücksspielanbietern ist dies problemlos möglich. Aber auch in Irland gibt es einen Schwarzmarkt.

Online-Casinos ohne Lizenz registrieren ihre Kontoverbindungen nicht bei der irischen Glücksspielbehörde. Dementsprechend ist es schwierig bis unmöglich, Transaktionen zuverlässig zu blockieren. Sollte eine Bank trotzdem erkennen, dass es sich um ein Konto eines Glücksspielanbieters ohne Lizenz handelt, kann der Glücksspielanbieter sehr schnell die Kontoverbindung ändern.

Doch das ist nicht das größte Problem. Gerade die internationalen Glücksspielanbieter, die keinen Sitz in der EU haben, aber bereitwillig Spieler aus zahlreichen EU-Ländern akzeptieren, bieten entsprechende Zahlungsmethoden an, die ohne Bankkonto funktionieren. E-Wallets und Prepaid-Zahlungsmethoden sind Beispiele, die es auch bei legalen Anbietern teilweise gibt.

Wesentlich problematischer sind allerdings Kryptowährungen, bei denen es keine Möglichkeit der Nachverfolgung gibt. Wenn ein Spielsüchtiger unbedingt Geld einzahlen möchte und dabei Bitcoin, Ethereum oder eine andere Kryptowährung verwendet, gibt es kaum eine Schutzmöglichkeit. Dieses Problem ist heute schon groß und wird mit der zunehmenden Verbreitung von Kryptowährungen in Zukunft noch größer werden.

Ein wirkungsvoller Spielerschutz muss deswegen immer direkt beim Spielsüchtigen anfangen. In vielen Ländern müssen Glücksspielanbieter einen Teil ihres Gewinns abgeben, um Hilfen für Spielsüchtige zu finanzieren. Am Ende kann Spielerschutz nur funktionieren, wenn ein Spielsüchtiger sein Problem erkennt und sich helfen lässt. Vorher können Transaktionssperren und andere Spielerschutzmaßnahmen helfen. Ein psychologisches Problem lässt sich aber nicht allein mit Technik lösen.


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