Kein doppelter Boden – Kein doppelter Jachtmann

Unter der Überschrift „Jan-Peter Jachtmann gewinnt das Ostsee Poker Satellite in Schwerin“ gab es einen kurzen Artikel in dem  berichtet wurde – richtig geraten – dass besagter Jan Peter Jachtmann ebendieses Satellite gewonnen hatte. Kein falsches Spiel, kein doppelter Boden. Wer sich dafür interessiert, soll das lesen. Wer diese gezählten zwanzig Sekunden Lebenszeit nicht opfern möchte, findet vielleicht anderes Lesenswertes auf unserer kleinen, feinen Seite.
Irritierend allerdings diese hohe Anzahl an verächtlichen Kommentaren. Mag sein, dass es tatsächlich Wichtigeres auf der Welt geben mag. Aber meine Kollegin Rosi und ich mögen Jan Peter Jachtmann nunmal  und freuen uns ein Stück weit mit ihm. Das kann doch niemandem ernsthaft weh tun und die weltweiten Pixel-Ressourcen lassen diese kleine Verschwendung ohne weiteres zu. In diesem Sinnen wenden wir uns gemeinsam und friedlich den kommenden Großereignissen zu. Zum Beispiel unter der folgenden Headline: „Ticket-Verkauf für die EPT-Berlin ist eröffnet“ – der routinierte Leser weiß das bereits  – berichten wir über die Eröffnung des Ticketverkaufs zur EPT Berlin und diese News ist garantiert Jan-Peter-Jachtmann-frei  – von mir persönlich überprüft.

GöS


6 Comments
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hunter22
10 Jahre zuvor

Lieber Götz!

Es geht nicht um die Person Jan-Peter Jachtmann, sondern um die Wertigkeit der Veranstaltung bei der er gewonnen hat und die anschließende redaktionelle Würdigung.

Jeden Tag finden Satellites statt, die mit einem „übersichtlichen“ Buy-in angegegangen weren können. Jeden Tag gewinnt irgendwer irgendwo ein Ticket für ein Main Event. Und nun, weil der Gewinner Jan-Peter Jachtmann ist, sind 20 Sekunden Lebenszeit zu opfern für die Lektüre der ihm gewidmeten Zeilen.

Nun, wäre diese kleine Nummer beispielsweise entstanden, weil der Protagonist x-Jahre kein Turnier mehr gespielt, zwischenzeitlich pleite, ausgewandert oder was auch immer war, ja dann wäre jeder begeistert von ihm zu lesen – selbst wenn er bei einem Sachpreisturnier einen Toaster gewonnen hätte. So war es aber nicht.

Es bleibt dann nur ein Grund bestehen, warum er Erwähnung findet: Weil ihr ihn mögt, schreibt ihr über ihn. Eine ehrliche Aussage – Respekt.

Doch warum in Gottes Namen wird für diese private Liebhaberei nicht eine Kolumne genutzt analog zu „Post von Wagner“ in der BILD, sondern muss gleich der redaktionelle Teil herhalten?!

Dass mein lieber und geschätzter Götz, das ist die Frage.

procter
10 Jahre zuvor

Wer Herrn Yachtmann mit seinem unsäglichen Gejammer, seiner Streitsucht(im Brand)und seinem euphorischen Geschwätz(im seltenen Fall des Nicht-Brands) am Tisch erlebt hat,ist froh, wenn er einfach gar nichts von ihm hört.Eine Headline beim Gewinnen irgendeines Satellite ist jedenfalls ein Missgriff,den ich von Pokerfirma nicht gewöhnt bin.

Goetz Schrage
10 Jahre zuvor

Servus hunter22

Erstmal danke für Deinen netten Worte. Trotz meiner ganzen Routine bin ich ja über die großen Wellen dieser kleinen Meldung mehr als verblüfft. Irgendwie interpretiere ich den Wirbel aber auch als Kompliment – oder zumindest als „Commitment“. Scheinbar scheint es unseren geschätzten – und auch den weniger geschätzten – Lesern nicht egal zu sein, was bei uns von der Wertigkeit in den News zu finden ist. Das freut uns und wir werden uns weiterhin entsprechend bemühen.
Zu „Post von Wagner“, das ist ja wirklich Journalismus hart am Bodensatz des Schwachsinns. Üble Metaphern, pathetischer Gedankenmüll und mieses Deutsch. Quasi ein fast nebenwirkungsfreies Brechmittel und als Bestandteil für jede gut sortierte Reiseapotheke geeignet. Aber zum Kern Deiner Frage, vielleicht wirklich eine gute Idee. Vielleicht eine Rubrik : „Kleines, Feines und weniger Wichtigeres zum Tag“ und da kippt man News dieser Güte rein. Wer klickt ist selber schuld. 8)

Goetz Schrage
10 Jahre zuvor

@ procter. – Grundsätzlich habe ich ja bereits Stellung genommen. Zum nicht gewohnten Missgriff – das nehme ich auch mal als Kompliment für unser Team – zumindest das „nicht gewohnt“. Generell gibt es auf unserer Seite keine Charakterprüfung der vorkommenden Personen und für Jan Peter Jachtmann brauche ich nicht sprechen – das kann er sehr gut selbst. Vielleicht meldet er sich ja noch zu Wort und ihr beiden „besprecht“ das direkt

hunter22
10 Jahre zuvor

Lieber Götz!

Der Vorschlag zur Orientierung an „Post von Wagner“ war zugegeben etwas herb. Bitte orientiert euch am „Streiflicht“ der Süddeutschen …

winkelmann
10 Jahre zuvor

Die Gewinnerin ist doch eigentlich Fr. Prüter. Hätte sie das Sattelite gewonnen, wäre das wohl niemals irgendwo veröfentlicht worden. Ausser am Schwarzen Brett des Casinos. 😆