Pokertoday – Die Studie – Ein Stellengesuch

Wer zu spät kommt, den bestraft immer noch das Leben – Michail Gorbatschow hatte natürlich damals recht und bis heute hat sich da auch wenig geändert. Wer langsam arbeitet und seine Artikel zu spät abgibt, wird auch bestraft. Nur weil das Leben nicht alle Chaoten dieser Welt entsprechend sanktionieren kann, übernehmen in dem Fall Benjamin Kang und Henning Pohl den Job.
Seit Tagen grüble, bastle und verzweifle ich an einem Artikel zu jener skurrilen Studie, die unter dem hochtrabenden Titel „Mess- und Beurteilungsinstrument zur Bewertung des Gefährdungspotentials von Glücksspielprodukten“ veröffentlicht wurde. Ab einer gewissen Jenseitigkeit zerschellen Sarkasmus und Ironie am Objekt der Erregung. Doppelt schlimm, wenn dann Kollegen das scheinbar Unmögliche doch gelingt. Egal, ich habe meinen Text in den Papierkorb gekippt (und da bleibt er auch) und so schwer es mir auch fällt, empfehle ich Ihnen zu diesem Thema Pokertoday. In den Hauptrollen Benjamin Kang und Henning Pohl.

GöS

PS: Gescheiterter Kolumnist sucht Job als Nachtwächter – Angebote bitte unter dem Chiffre „Entdeckung der Langsamkeit“ an die Redaktion.


7 Comments
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Jürgen Molnar
11 Jahre zuvor

ich schau mir gern diese seindungen an, aber diese war mit abstand die schlechteste meiner meinung nach.

wayne interessiert schon so ein schwachsinnige, rechtschreibgestörte, unnötige werbung aus dem hause ARD?

noch dazu wo sich benni und henning anscheinend auf diese sendung genau überhaupt nicht vorbereitet hatten.

ist doch lustiger die schragen kolumnen zu lesen und sich auf eine schrage wette vorzubereiten.

neue lage – keine ahnung – ein paar mehr tage +g+

Götz Schrage
11 Jahre zuvor

Dem kann ich gar nicht anschließen. Wir von der Redaktion haben uns sehr amüsiert und der journalistische Zugang von Kang und Pohl ist adäquat und witzig. Immerhin wird diese Studie ja sicher finanziert und angebliche Geistesgrößen haben ihren (bisher) guten Namen dafür hergegeben. – In diesem Sinne möchte ich es vielleicht milde so auf den Punkt bringen. Eine ungewöhnliche Pokertoday-Sendung zugegeben, aber eine gut ungewöhnliche. Wer auf Kapuzen-Jungs hofft die mit AQ gegen AK gewinnen und dann erklären warum sie „committed“ waren, wird zugegeben enttäuscht. – Kommt aber sich bald wieder. Und spätestens im Frühsommer wird dann auch wieder am Ende der Sendung in einen Pool gesprungen und darauf freue ich mich jetzt schon.

Robert Werthan
11 Jahre zuvor

entweder ich hab was verpasst oder es soll ein geheimnis bleiben. schon zum zweitenmal pocht herr molnar auf die wette. bitte herr schrage, bitte herr molnar um aufklärung.

Jürgen Molnar
11 Jahre zuvor

Lieber Robert,

das wird im März alles noch den Personen, die davon betroffen sein werden bekanntgegeben.

Ich sag nur eines. Einer wird lachen, und der andere bezahlen.

Habe ich das richtig formuliert Kollege Schrage?

Jim T.
11 Jahre zuvor

Hat eigentlich jemand mal die Studie gelesen? Also mehr als die ersten 3 Seiten, die online sind?

Benjamin und Henning offensichtlich nicht – sonst wären sie nicht damit überfordert gewesen, alleine die Pressemitteilung zu verstehen. 😉

In der Sache ansich haben die beiden sicher recht und dazu ’ne nette Glosse abgeliefert, aber Journalismus geht imho anders. Und dem Professor werden sie mit mehr als „omg wtf“ kommen müssen, sonst wirds ein Eigentor.

Bin gespannt,
JT

Jim T.
11 Jahre zuvor

Götz,

nur damit wir nicht aneinander vorbeireden, ich meine dieses Dokument:

http://www.zfwg.de/fileadmin/pdf/wissenschaftlichesForum_Axel.pdf

Da ist z. Bsp. direkt auf Seite 1 erklärt, worüber sich Benjamin und Henning wundern: Warum die Ereignisfrequenz von Lotto niedriger eingestuft wird als die von Poker.

Ich wette, daß in der kompletten Studie ein paar Punkte drin sind, die man den Erstellern um die Ohren schlagen könnte. Und wenn das jemand macht, würde ich mich auch sehr freuen. 🙂

JT