Worte und Unwörter des Jahres 2008

Zum deutschen „Wort des Jahres 2008“ wurde der gruselige Begriff „Finanzkrise“ gewählt. Vielfach gehört in allen Nachrichtensendung und hundertfach gelesen in den Wirtschaftsteilen der Tageszeitungen. Interessant auch das Ergebnis der österreichischen Wahl. Zum „Unwort des Jahres“ gekürt der verwirrende Begriff „Gewinnwarnung“. In der Regel ein Euphemismus der gröberen Sorte. Statt vermindertem Gewinn drohen meist herbe Verluste. Dafür darf uns der „Spruch des Jahres“ aus österreichischer Sicht erheitern. Der ehemalige Teamchef der glücklosen rotweißroten Nationalmannschaft Josef Hickersberger im Original: „Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen“.
Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht. Unter dem Motto werde ich mich bald wieder ins Turniergeschehen stürzen. – Hoffentlich muss ich dann keinen Gewinnwarnung geben, weil sonst droht mir auch eine Finanzkrise.

GöS


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Robert Werthan
11 Jahre zuvor

„Gammelfleischparty“

Die „Gammelfleischparty“ ist zum Jugendwort des Jahres 2008 gekürt worden. Mit diesem Ausdruck nehmen Jugendliche Ü-30-Partys aufs Korn, also Feiern für Menschen über 30 Jahre. „Die Ausgrenzung von Jugendlichen von Ü-30-Partys provoziert den Spott der Jugendlichen über diese Form des Fetentums geradezu“, hieß es in der Begründung zum Votum des Langenscheidt Verlags. (www.ntv.de)

rosebud
11 Jahre zuvor

Auch in der engeren Wahl und passend zu eurer Seite „Casino-Kapitalismus“.