Kolumnen

Duke007 Mission Estoril – Teil 2

Doch was ein echter Agent sein will, der findet immer den richtigen Weg zur richtigen Party und ein lauschiger Abend konnte beginnen. Mit der Zeit gesellten sich immer mehr Spieler aus Deutschland und Österreich zu unserer kleinen Gruppe. Einige Wildcard Gewinner waren ebenso am Start wie auch Manfred Löffler, der sein Ticket auf Pokerfirma.de gewonnen hatte.

Vertieft in meine Aushorchmission wurde ich plötzlich aus meiner Routine gerissen. Da stand sie, wie ein Stern, der vom Himmel gefallen war. Meike Busch, die mir für diesem Auftrag als Duke Girl zur Seite gestellt worden war. Ihre Tarnung war perfekt, hinter ihrer charmanten Erscheinung als deutscher Betsson Pro vermutete niemand, dass sie mich unterstützte. Unter den vielen Gästen, die alle sehr verdächtig nach Pokerspielern aussahen, fanden wir mit Andreas Hoivold, Jan Heitmann und George Danzer drei der Top Gesuchten auf unserer Liste. Das Erscheinen einer weiteren sehr verdächtigen Person in Form von Annette Obrestadt wurde angekündigt, doch zu diesem Zeitpunkt konnte ich es noch nicht bestätigen.

Der Veranstalter Betsson unter der Führung von Daniel Bradke hatten sich nicht lumpen lassen und eine Party vom Feinsten organisiert. Finger Food, Shushi und Freigetränke aller Art erfreuen die Teilnehmer ungemein. Wobei ich glaube, dass die meisten Männer gar nicht gesehen haben, was sie da essen, denn der Anblick der blutjungen Schönheiten vom Service lenkte ihre Aufmerksamkeit auf ganz andere Häppchen.

Zunehmend stellte sich bei mir Verwirrung ein. Pokerspieler unter sich und dennoch drehten sich die Gespräche nicht um Bad Beats? Es war die Anatomie der Kellnerinnen, die Mittelpunkt einer jeden Diskussion war und so drohte meine Mission zu scheitern. Die Stimmung wurde immer ausgelassener und einige der Verdächtigen wollten sich ins Partygeschehen in Estoril verabschieden. Ich konnte mich doch nicht von meinem Duke Girl trennen und in die dunkle Nacht hinaus enteilen. Stilecht bestellte ich für meine atemberaubende Begleitung ein Gläschen Sekt und für mich eine Cola Light, gerührt nicht geschüttelt. Wir gingen den Plan für die nächsten Tage durch, checkten nochmal alle Details und läuten dann den angenehmen Teil des Abends ein.    
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Gegen 22.00 Uhr wurden wir in den wunderschönen Eventsaal gebeten. Der Saal mit seiner Architektur ist unbeschreiblich. Ich hatte fast das Gefühl, in einem der pompösen Las Vegas Casinos zu sein. Eine unglaubliche Show mit Lichteffekten, Tänzern, Akrobaten und Jongleuren erwartete uns. Zwei Schlangenfrauen brachten das männliche Publikum vollends aus der Fassung. Über die Fantasien, die zum Teil durch die Männerköpfe schossen, muss ich aber den Mantel des Schweigens breiten.

Eine Stunde später wurden wir wieder daran erinnert, was denn unsere eigentliche Mission sei. Es startete ein € 110 No Limit Hold’em Shooutout Turnier. Fast wäre ich in die Zuschauerrolle gedrängt worden, aber gekonnt erhaschte ich doch noch ein Ticket. Mein erster Poker-Zwischenbericht fällt katastrophal aus. Vier Stunden Zeit für das Turnier, was in einer Crapshot-Struktur seinen Niederschlag fand. Dealer, für die das Regelwerk ein Buch mit sieben Siegeln ist, gaben mir den Rest. Um mich nicht zu outen, sah ich es als Scherzveranstaltung und machte gute Miene zum desaströsen Spiel.

Der erste Abend im Zielgebiet war damit für mich beendet. Ich hatte mir einen groben Überblick verschaffen können und wusste, es werden anstrengende Tage werden. Während andere noch ausschwärmten, zog ich mich in meine Gemächer zurück und bereitete mich auf den ersten Tag des Main Events vor.

Duke007 will return.


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