Kolumnen

Meine Meinung zum Bregenzer Theater

Spaß beiseite, es ist natürlich in keinem Fall angemessen, eine Situation zu beurteilen, die man nicht persönlich mitbekommen hat. Es gibt sicher einige regeltechnische Standards, die man an dieser Stelle benennen kann und darf, dies wurde aber in diesem Fall schon weitestgehend erledigt. Mir liegt etwas anderes schwer im Magen. Vorweg, ich kenne beide Protagonisten persönlich. Sowohl Jens wie auch Thomas schätze ich beide als Spieler wie auch als Menschen. Gerade Thomas habe ich als Teamkollegen beim diesjährigen „großen“ Poker Nations Cup als angenehmen, hilfsbereiten und korrekten Menschen erlebt. Umso mehr enttäuscht es mich jetzt, wenn es stimmen sollte, dass die Kommentare von Jens auf der Blogseite von Thomas tatsächlich gelöscht wurden. Dies kann ich im ersten Moment nur als Vorfall erklären, der nicht von Thomas autorisiert wurde. Aber noch mehr verwundert mich die Tatsache, wie die beiden diesen Fall öffentlich austragen. Meines Wissens nach hat es eine persönliche Aussprache gegeben und damit sollte so ein Vorfall doch eigentlich unter Männern und Pokerkollegen geklärt sein.

Der eigentliche Skandal ist also für mich nicht die Dealerin, die Regelauslegung oder die Entscheidung der Turnierleitung, sondern die Art und Weise des Umgangs der beiden Kollegen mit dem Vorfall. Jedem von uns Spielern sind schon Situationen untergekommen, bei denen uns das Verhalten eines Mitspielers nicht korrekt erschien. Das ganze passiert natürlich in einer ziemlichen Bandbreite – mal mischt sich ein nicht in die aktuelle Hand involvierter Spieler verbal ins Geschehen ein und so weiter und so fort. Dieser Vorfall jedoch kommt mir selbst aus Thomas’ Sicht nicht so gravierend vor, als dass ich Jens ein regelwidriges Fehlverhalten vorwerfen würde. Aber wie gesagt – ich will und kann das als Außenstehender nicht definitiv beurteilen.

Dennoch erweckt sich mir der Eindruck, als ob sich hier aus einem Disput im 500er Sideevent ein in dieser Schärfe unnötiger Streit entwickelt. An dieser Stelle möchte ich Thomas nochmals aufrichtig die Neutralität dieser Seite versichern – Kritik und differierende Meinungen sind hier ausdrücklich erlaubt. Zugegeben, der Anteil an persönlicherer Meinung der in Rosis Artikel einfließt, mag Ansichtssache sein. Aber eine Redaktion darf, ja sie sollte sogar eine Meinung haben – gerade das macht doch interessante und lesenswerte Artikel aus. Jeder Leser hat ja bei der Pokerfirma auch die Möglichkeit sich gegenteilig zu äußern. Auch bei „uns“ (PokerToday) müssen wir manchmal harte Kritik ertragen und vertragen, ich kann das akzeptieren solange es nicht grob unsachlich, diffamierend oder verletzend ist.

In diesem Sinne meine Bitte an Jens und Thomas – wenn Ihr diesen Streit schon öffentlich austragt, versucht die Meinung Dritter, sofern sie sachlich vorgetragen wird, zu respektieren. Akzeptieren müsst Ihr diese ja noch lange nicht. Und setzt endlich einen Termin fürs Heads Up for Rollz an!

Viele Grüße nach Bregenz
Ben


4 Comments
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Walter Stuerm
12 Jahre zuvor

schon komisch jens, thomas und edgar scheinen sich ja längst versöhnt zu haben da gibt king kang auch noch mal seinen senf zum besten. peinlich, peinlich…

joachim
12 Jahre zuvor

Also ich finde Bens Schilderung sehr treffend und sachlich. Guter Kommentar !

thopra
12 Jahre zuvor

Dealer macht Fehler;
Spieler ahnt dies und lässt Floorman rufen;
Floorman trifft richtige Entscheidung.

Wann kann man keinen Floorman rufen ?
Richtig, in einer Privatpartie, und
auf ein solches Niveau will Bihl diese
Begegnung reduzieren.

Meines Erachtens eines „Profis“ nicht
würdig.

LG thopra

Anonym
12 Jahre zuvor

Wenn man die Sache jetzt noch clever vermarktet … :mrgreen:

Mir tut nur das „Bauernopfer“, die Dealerin, leid. Ehrenwert wäre eine Prämie der Casinoleitung dafür, dass jetzt alle Scheinwerfer auf Bregenz strahlen.