Kolumnen

Pokerdinge der Woche KW 51

1.

Die Feiertage kommen und all die Menschen, die Du kennst sitzen normalerweise mit dir im Casino? Jetzt bist du alleine und einsam und niemand will mit Dir pokern? Kauf sie Dir doch, Deine Gegner! Nein, Du musst nicht die Hausfrauen mit Nebenerwerb von der Reeperbahn holen. Hab doch ein wenig mehr Stil als Samstags ab 22 Uhr. Paris Hilton zum Beispiel ist bereit für € 120.000 zwanzig Minuten fast alles zu tun, was nicht später als „One Night in Paris“ auf den Markt kommt. Oder Beyoncé Knowles, für lächerliche € 6.000.000 singt sie auch noch während des Spieles. Für einen Gedankenaustausch mit Ashton Kutcher über Demi Moore legt man € 500.000 auf den Tisch und wenn Du völlig hinüber bist, dann miete dir doch Sven Ottke, damit er Dich bei jedem Raise Deinerseits verprügelt und Mario Basler für die anschließende Beschimpfung, die sind im Paket schon für € 10.000 zu haben.

Preis (Paket wie oben beschrieben): € 6.630.000
www.artistnetwork.de

2.

Da traf ich doch vorige Woche meinen lieben Freund Antoine Arnault in Paris. Den kennen sie nicht? Macht nichts, er mich auch nicht. Aber zumindest hörte ich, wie dieser sympathische, gut aussehende, charmante, humorvolle einunddreißig jährige Sohn von Louis-Vuitton-Moët-Hennessy-Dior-Fendi-Kenzo_u.v.m. Eigentümer und Multimillionär erzählte, wie begeistert er nicht vom Pokern sei und weil er so begeistert ist, hat er sich doch gleich einen Pokerkoffer anfertigen lassen für sich und seinesgleichen. Und es freute mich. Nicht etwa, dass er mir als Geschenk eines von seinen Köfferchen angeboten hätte, der ist mir völlig egal, nein es freute mich, weil sich soziale Grenzen aufweichen. Sie müssen ihre € 100.000 pro Tag Mitgliedschaftsgolfclubs verlassen, um mit uns spielen zu dürfen. Nicht mal besseres Material können sie sich kaufen, Chips bleiben Chips und Karten eben auch das, was sie sind, ganz egal ob sie billig oder teuer waren. Ist Poker gelebter Sozialismus?

Louis Vuitton Pokerkoffer
Inhalt: 500 Chips, 2 Kartendecks in LV-Design, Dealerbutton aus Messing, sowie eine Miniaturnachbildung des Koffers als Kartenbeschwerer einsetzbar.
Preis: € 7.400.-
Wartezeit ab Bestellung: ca. 6 Monate
www.louisvuitton.com

3.

Wer erinnert sich noch an die gute alte Zeit, eine Zeit in der sogar die Zukunft besser war. Damals, als ein Morgen voller Peinlichkeit immer noch schöner war, als eine Nacht in Einsamkeit. Einer Zeit mit Schallplatten, diesen wundervollen immer krachenden Plastikscheiben.
Nein, das ist kein verzweifelter Versuch einer gelebten Vergangenheit nachzugeifern, sondern es ist nur eine Sehnsucht nach dem was mal war. Sie hatten wunderschöne, schrille, skurrile und sehr seltsame Umschläge, diese Vinyldinger und diese Umschläge kann man(n) als Bildschirmhintergrund wieder aufleben lassen, gegen die Eintönigkeit von Herbstlandschaften und Firmenlogos.

Gratisdownload
www.chicksonvinyl.com


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was
12 Jahre zuvor

was soll das gelaber? Was für möchte-gern-literaten. Ist ja grausig. Dachte hier geht es um Poker

kraut
12 Jahre zuvor

pokerfirma iss was für erwachsene menschen mit gehirn – geh ma lieber zu intellipoker

machinegirl
12 Jahre zuvor

@was .. ich versteh dich, ich reagiere auch immer ganz eigenartig wenn mir was zu hoch ist.

florian s.
12 Jahre zuvor

ES zu lesen steht zum glück jedem frei – vielleicht sollte man (wer, was, who are you anyway..) sich damit abfinden, dass es menschen gibt, die ihren horizont auch übers pokern hinaus erweitern können & wollen.

pat
12 Jahre zuvor

wenn es zu hoch ist lieber auf krone.at bleiben, das sollte wohl eher verständlich sein. 😉

justicia
12 Jahre zuvor

Intelligenz kann man nicht erpokern 🙂

was
12 Jahre zuvor

Was hat denn dieser Beitrag mit „zu hoch“, „Horizont“ oder „Intelligenz“ zu tun. Wenn schon, ist mir das zu platt, zu flach und zu doof.
Die Kommentare wurden scheinbar alle von gleichen Autor verfaßt, ich vermute vom Autor des Beitrags selbst. Wie geschrieben, ich dachte hier geht es um Poker und nicht um die Ergüsse selbsternannten oder vermeintlich verkannten Schreiberlinge. Ich hatte mich nach dem Lesen einfach über die verlorene Zeit geärgert.
Übrigens witzig, daß in den Kommentaren der gemeine Pokerspieler für zu dumm gehalten wird. Tolle Einstellung, Herr Autor.

götz schrage
12 Jahre zuvor

Nun denn, jeder wie er möchte. Lebenszeitverschwendung sollte natürlich niemals toleriert werden. Verleumdung übrigens selbstverständlich auch nicht. – Als Chefredakteur von Pokerfirma.de fühle ich mich natürlich für die Texte verantwortlich. Kollege Werthan gehört zu meinen absoluten Lieblingen und trotzdem verstehe ich jeden, der ihn nicht leiden kann, weil ich ja mich selbst meist nicht leiden kann und mich trotzdem respektiere (nach acht Jahren Therapie inklusive Gewaltbewältigungsseminar – 70% Refundierung durch die GKK).
Wo war ist stehen geblieben? Ach ja, Werthan. Wer ihn mag soll ihn lesen, wer nicht soll ihn meiden. Die Kommentare sind garantiert nicht von ihm selbst geschrieben. Hat er auch gar nicht notwendig, weil genug echte Fans (und ich gehöre auch dazu und sobald Werthan netterweise die Magnum von meinem Kopf nimmt kann ich dann auch mit dem Kommentar hier aufhören). In diesem Sinn ein friedliches Weihnachtsfest.

skuril
12 Jahre zuvor

Geht doch bitte mit was nicht so schroff zu Gericht, er scheint mir ein Hüter des Wahren, Reinen und Guten. Üb immer Treu und Redlichkeit, fasse Dich kurz, bohr nicht in der Nase und rede nur, wenn Du gefragt wirst. Wo Poker drauf steht muss Poker drin sein, da könnt doch sonst jeder kommen und behaupten, und sagen und schreiben. Danke Herr was für das, was ein Beitrag hätte werden können.

was
12 Jahre zuvor

Amüsant, Herr Chefredakteur, nun denn, nur eins noch: „Hat er auch gar nicht notwendig“ ist kein Deutsch. Vielleicht Österreichisch? „… nicht nötig“ wäre jedenfalls richtig. Bin ich jetzt Chefchefredakteur?

Admin
Pokerfirma Redaktion
12 Jahre zuvor

Den Job hat schon jemand anderer 🙂

götz schrage
12 Jahre zuvor

Verehrter Herr Was. Sie haben mich ertappt. So rau geht es zu im harten Chefredakteursgeschäft. Praktisch haben Sie meinen Job schon. Erst weisen Sie zu Recht auf das gefährliche Verösterreichern der deutschen Sprachen hin, jetzt müssen Sie nur noch den alljährlichen redaktionsinternen Buchstabierbewerb gewinnen und bei der Weihnachtsfeier ein Lied Ihrer Wahl in der Technik des mongolischen Obertongesangs vortragen und schon ist mein Schreibtisch ihr Schreibtisch. – Das trifft sich auch insofern günstig, da ich mir angesichts meiner 70 Stunden-Woche doch immer wieder die Frage stelle. Habe ich das eigentlich notwendig?

http://www.youtube.com/watch?v=DY1pcEtHI_w&feature=related