Kolumnen

17k in neunzig Minuten – Ein ganz normaler Sonntagabend

Wenn die Calvados Bar am Idaplatz  zur Charityaktion aufruft, dann kommen die lokalen Onlinepros aus der Stadt. Ja sogar einer aus dem nahen Aargau hat sich einer die Mühe gemacht, sich nach Zürich zu verirren. Natürlich wurde auch Publikum zugelassen, welche den Pros direkt in die Karten schaute und dieses kam zahlreich. Dafür nahm man teilweise über eine Stunde Fahrt in Kauf, um endlich mal zu sehen, warum es gerade bei denen sogut läuft.

Die Majors begannen wegen dem Black Friday schon zwei Stunden früher und fast alle haben es geschafft, um 17.00 Uhr in der Bar zu erscheinen. Grinder wie Stefan Huber, die Bleiker Brüder, Marco Orlandi von der Holdem Crew, Severin Walser und als Gast Tim Tepass von der Donkr Community war so quasi der Quotenausländer.

King Roger im Final in Paris wurde auf den grossen Flatscreens schon gezeigt. Das Lokal voll zum Bersten und die Computer und Steckdosen belegt bis zum letzten Platz. Ronald Grauer, bekennender Spätaufsteher hat’s aber nicht geschafft. Das Grindament begann auch ohne ihn und heftig. Sunday Warmup, das Sunday Brawl und andere Turniere liefen schon. Dann der erste Finaltable Moritz Bleiker und der erste grosse „Five Figure Cash (Cash über 10k)“ für die Charityaktion (6.9 Prozent vom Gewinn wurden gespendet für die Schweizer Paraolympics Organisation).

Handyvideo 1 hier

Es wurde schon 18.30 Uhr und Ronald Grauer mit seinem Wohnungspartner hat es dann auch geschafft. King Roger kämpfte immer noch und die Plätze und das WLAN waren durch die vielen Smartphones der Barbesucher masslos überfordert. Nach zehn Minuten Kampf mit der Technik und Alternativen, verliess Ronald das Calvados wieder Richtung seiner Bleibe irgendwo in Zürich.

King Roger verlor das Finale in Paris gegen Rafael Nadal und viele Zuschauer verliessen darauf enttäuscht die Calvados Sportsbar. Im Gegensatz zu den anderen Onlinespielern spielte Severin Walser nur ein Turnier, aber öffnete seinem bekannten Ruf ein paar Omaha Cashgametische und alle anderen noch weitere Turniere. Insgesamt wurden an diesem Abend über 120 Turniere mit Multientries gespielt. Um es gleich festzuhalten: Severin Walser war der erfolgreichste der Turnierspieler. Ein Turnier, ein Cash; jedoch nicht der grösste.

Um 22.30 Uhr rief dann plötzlich Ronald Grauer an. Das Horrorszenario für einen Onlinegrinder schlechthin: Kein Internet mehr bei ihm zu Hause! Als er danach gemütlich auftauchte, staunten die anwesenden Grinder nicht schlecht: Erste Hand und er verdoppelte beim 750k auf Fulltilt mit den Königen. Ronald freute es und die anwesenden Kartentoten verdrehten die Augen. Dann schloss die Calvados Bar und es begann die geschlossene Gesellschaft und die Rauchpausen konnten auch drinnen abgehalten werden.

Um 0.30 Uhr begann dann die Zeit von Ronald und dem Supersonic auf Pokerstars. Dieses Hyperturbo Turnier im drei Minuten Modus und den rapide steigenden Blinds war schon nach 90 Minuten gegessen und mit 17k Cash für Ronald Grauer der höchste Cash vom Abend. 17’369 USD in 90 Minuten Spielzeit.

Handyvideo 2 hier

Er konnte sich zurück lehnen und seiner Passion dem Basketball NBA Final zwischen Dallas und Miami widmen. Natürlich hats dort auch für ihn gepasst. Getrost seinem Online Avatar „Lebron James“ shippte auch seine Lieblingsmannschaft den Final.

Auch die vielen Zaungäste, welche den Onlinespielern über die Schultern schauten, stellten fest, dass keine Zauberei im Spiel ist. Etwas Holdemmanager und Tableninja als erlaubte Hilfsmittel. Keine Skype Absprachen oder sonstiges Zusammenspiel. Sie zeigten es dem Publikum, wie man gut spielt und gut runnen muss. Die Probleme mit Badbeats und auch wenn es nicht runnt. Dann sind schnell einmal 6000 Schweizer Franken an einem Sonntagabend verloren. Auch das war bei ein paar Grindern der Fall.

Cheers

Martin Bertschi


2 Comments
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rossaro
9 Jahre zuvor

feine sache…

Chris Bachmann
9 Jahre zuvor

@Martin …super Bericht …schöne Bilder …ja rundum ein gelunger Event