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Absolute Poker – Spieler sollen endlich ihr Geld erhalten

Kurz vor dem Jahrestag des Black Friday gibt es eine erfreuliche Nachricht für die Spieler von Absolute Poker und UltimateBet.

Der 15. April 2011 veränderte die Online Poker-Welt. An diesem Tag gingen amerikanische Behörden gegen die drei großen Anbieter in den USA vor. PokerStars einigte sich als einziger Anbieter mit der Staatsanwaltschaft.

Durch den Prozess wurden die Missstände bei Full Tilt Poker sowie Absolute Poker/UltimateBet aufgedeckt und beide Anbieter gingen vom Netz, ohne das die Spieler an ihr Geld konnten.

FTP wurde letztendlich durch PokerStars aufgekauft und die damaligen Besitzer zahlten die geprellten Spieler aus. Im Falle der US-Amerikaner übernahm das Department of Justice (DoJ) den Auszahlungsprozess und heuerte hierfür die Garden City Group (GCG) an.

Der Prozess zog sich mehr als zwei Jahre und wurde erst im November 2016 beendet. Wie wir berichteten, wurden die meisten Anfragen komplett honoriert. Lediglich Affiliates und gesponserte Spieler wurden nicht voll ausbezahlt, sondern erhielten nur, was sie tatsächlich an den Tischen gewonnen haben.

Ob die beendete FTP-Auszahlung der Grund ist, warum sich das DoJ nun plötzlich bezüglich der Spielergelder bei Absolute Poker/UB meldet, ist nicht klar, liegt jedoch nahe. Gestern annoncierte Joon H. Kim, der Preet Bharara als Staatsanwalt des Southern District of New York ablöste, dass „amerikanische Spieler“ von  Absolute Poker ihre Bankrolls anfordern können.

Wie in Foren und auf Social Media zu lesen ist, gibt es auch einige Spieler der Schwesterseite UltimateBet, die einen Rückzahlungsauftrag erfolgreich abgegeben haben. Andere UB-Spieler berichten jedoch von Problemen.

Ähnlich unklar verhält es sich auch mit internationalen Spielern. So wird auf der AbsolutePokerClaims.com zwar zuerst von US-Amerikanern gesprochen, doch in der FAQ-Sektion werden auch nicht Staatsbürger erwähnt. Allerdings scheint man als Ausländer zumindest eine Taxpayer Identification Number (TIN) zu benötigen.

Wie viel Geld an die Spieler ausgezahlt werden kann, ist derzeit ebenso unklar. Je nach Auslegung des Falles könnte die Staatsanwaltschaft auf die Zahlung von PokerStars, in Höhe von insgesamt $547 Millionen, zurückgreifen. Doch selbst wenn das DoJ nur auf die Reste der FTP Rückzahlung zurückgreift [Anm.: bis zu $45 Millionen], könnten genug Geld vorhanden sein, um die Antragsteller komplett auszuzahlen.

UPDATE: Internationale Spieler können ihr Geld beantragen. Um durch das Formular zu kommen, kann man im Feld für die Social Security Number (SSN) den Platzhalter „000000000“ eingeben. Um sich jedoch zu verifizieren, sollte man die GCG per Telefon kontaktieren.


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