Pokerstrategie

AJ

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Bei einem Onlineturnier ohne Re-Entry (Buy-In: $50+5) ereignete sich folgende Hand:

Stack der involvierten Spieler:
Du bist am Button: 960k
Spieler UTG+1: 990k
 
Infos zum Turnier:
Startdotation: 50k
Blindlevel: 5 Minuten
Du bist in der 1. ITM-Stufe und die Geldsprünge sind total flach
Fullring

Infos zu dem Gegner:
Er limpt sehr viele Hände und auf ein Raise in Position foldet er manchmal, aber er callt auch gerne out of Position. Du hast noch keinen Showdown von ihm gesehen, weil er entweder die Hand nach einer Contibet am Flop aufgibt oder er gewinnt die Hand am Turn oder River ohne Showdown.

Bei einem vollen 9er Tisch limpt der Spieler UTG+1 bei Blinds 8k/16k Ante 2k. Alle Spieler folden zu Dir am Button und Du raist mit :Ac: :Jd: auf 48k. Die Spieler im SB und BB folden und der Spieler UTG+1 callt. Den Flop :Ad: :6s: :3h: checkt Dein Gegner, Du bettest 70k und Dein Gegner callt. Den Turn :6d: checkt Dein Gegner und Du checkst behind. Den River :2d: bettet Dein Gegner mit 190k.

Welche Range gibst Du Deinem Gegner und was machst Du in dieser Situation? Wie hättest Du diese Hand gespielt?

 


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76 KOMMENTARE

  1. Call?

    Aufgrund der Spielerbeschreibung würde ich seinen Preflop-Limp bezüglich seiner Handstärke zuerst einmal ignorieren. Also würde ich mit AJ vom Button auch openraisen. Ohne den Openlimp würde ich etwas kleiner eröffnen, aber mit den zusätzlichen Chips im Pot finde ich 48K völlig in Ordnung. Das Ziel wäre für mich, den Limper zu isolieren.

    Den Flop würde ich halben Pot anspielen, ist in Ordnung. Mit der 6 am Turn könnte er uns überholt haben, daher finde ich den Check behind ok. Auch aus dem Grunde, da er offensichtlich gewillt ist, die Hand weiter zu spielen. Wie in der Spielerbeschreibung steht, scheint er nach einem Call am Flop entweder etwas zu haben, oder in den Bluffmodus zu wechseln. Wir haben eine mittelstarke Hand, also Check. In einen Checkraise möchte ich hier nicht laufen. Auch möchte bei diesen Stackgrößen hier nicht broke gehen.

    Da wir am Turn Schwäche gezeigt haben, wird eine Riverbet des Gegners zu befürchten sein. Vor einem Runner Runner Flush hätte ich aber keine Angst, da er den wohl am Flop entsorgt hätte. Dennoch ist die 2 keine schöne Karte, denn mit 45 hat er nun die Straße vervollständigt. Er bettet 2/3 Pot. Die Frage ist nun mit welchen Händen er so spielen könnte.

    Sowohl mit einer 6 als auch mit einer Straße ist die Bet auf jeden Fall angebracht (Inkl. einem unwahrscheinlichen Flush). Mit Ax Händen sind diese Bets auch gut möglich. Für Pocketpaare, die sich nicht verbessert haben, finde ich diese Bethöhe nicht angebracht. Da wir seine Bluffrate nicht einschätzen können, würde ich diese hier eigentlich als nicht sehr hoch einschätzen. Wir schlagen von den Ax-Händen 6 Kombinationen, verlieren gegen 6 Kombis und splitten gegen den Jack.

    Da die Bethöhe gegen die kleineren Ax-Kombis spricht, werden diese aus meiner Sicht etwas unwahrscheinlicher. Nach einem zunächst klaren Call werden meine Bedenken nun immer größer. Bei einem Call würde ich gegen einen unserer Italiener in unserer Runde in AQ schauen, folden wir hier, hat UtG sein „Ziel“ „Gewinn des Pots ohne Showdown“ wiederum erreicht. Was ich auch nicht mag.

    Dennoch hat er mich zu einem Fold überredet!

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    • Nachtrag.

      Mittlerweile finde ich die Contibet am Flop nicht mehr so gut. Zwar wirkt es so, dass wir dann das A haben (denn eine Contibet ohne A würde man ja auch spielen), aber wir würde alle seine Hände dabei behalten, die er am Flop so entsorgt hat.

      Nach Check / Check am Flop würde ich dann 2 Mal callen (etwas betsize-abhängig vom Gegner) oder Turn und River setzen . Aber durch den Check am Flop wird seine Bluffwahrscheinlichkeit etwas größer und er callt eher, falls er z.B. einen K oder Q am Turn trifft.

        • Ich habe auf den Umstand hingewiesen, dass ein Check am Flop auf ein A hindeutet.

          Es ist für mich eine Frage, was man in der Hand erreichen möchte. Ich denke, man kommt eher mal in einen Showdown, wenn man den Flop checkt. Ich denke auch, dass die Bluffwahrscheinlichkeit des Gegners nach dem Flop trotz dieser Offensichtlichkeit des A dadurch steigen würde. Andererseits würde ich hier Pocket KK-JJ auch nicht immer contibetten. Wir wissen ja leider nicht, wie oft er zuvor Hände am Flop aufgab. Wären es nur 10%, würde er ja sehr oft ab dem Turn bluffen. Wären es aber 80%, dann würde er nur mit seinen Valuehänden dabei bleiben.

          Möchte man herausfinden, welche Gangart der Gegner hier an den Tag legt, finde ich den Check behind am Flop auf jeden Fall besser. Auch wenn es evtl. etwas Value kostet (Aber das muss ja nicht mal unbedingt so sein).

          • Check am Flop mit der Absicht einer verzögerten C-Bet wäre sicher eine gute Möglichkeit. Ehrlich gesagt finde ich diese Linie gar nicht so schlecht und wird von vielen (auch von mir) zuwenig verwendet.

            Einen weiteren Check auf dem Turn, sofern wir diese Option bekommen, käme bei mir wahrscheinlich so gut wie nie in Frage. Somit wären wir wieder beim selben Pot am River.

            Würdest du am Turn erneut checken?

          • Aufgrund der Gegnerbeschreibung würde ich dann zunächst mal davon ausgehen, dass er am Turn anspielt -> Call. Eine Riverbet würde ich in diesem Fall aber viel eher callen, denn einen Bluff müsste er ja auch durchziehen (Und er war mit nicht gecallten Bets ja auch schon sehr „erfolgreich“).

            Checkt er den Turn, dann checkt man dann behind, wenn man seine Hand auf jeden Fall sehen will. Ich würde hier aber knapp 40% Pot anspielen. Ich denke die Setzhöhe wäre passend um kleine Pockets noch dabei zu behalten. Andererseits möchte ich hier nicht zu klein betten, damit er nicht auf dumme Ideen mit einem Check-Raise-Bluff kommt.

            Callt er den Turn und checkt den River, würde ich nochmal knapp 40% Pot for Value gehen.

            PS: Wie die Hand gespielt wurde, hätte ich gegen Unknown übrigens gesnappt.

      • Phillo, meinst Du mich?
        Also ich schrieb das so nicht. Aber ich habe die Möglichkeiten aufgezählt, die der Gegner ab dem Turn in den Händen zuvor wahrgenommen hat.

        • „Wie in der Spielerbeschreibung steht, scheint er nach einem Call am Flop entweder etwas zu haben, oder in den Bluffmodus zu wechseln.“ Wortwörtlich hast du das so geschrieben, also falsch ausgedrückt?

          • Phillo, in der Beschreibung steht doch „Du hast noch keinen Showdown von ihm gesehen, weil er entweder die Hand nach einer Contibet am Flop aufgibt oder er gewinnt die Hand am Turn oder River ohne Showdown.“

            Wie gewinnt er Hände ab dem Turn, wenn es keinen Showdown gibt?? Entweder er hat vor Value gebettet ODER er ist in den Bluffmodus gewechselt.

            Was anderes ist nicht möglich…

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          • Wollte nur klarstellen, dass du den Teil mit der value ausgelassen hast. Es hört sich bei dir halt an, als würde er dann immer bluffen und das wissen wir nicht.

          • du möchtest klarstellen, dass ich den Teil mit der Value ausgelassen habe?

            „Wie in der Spielerbeschreibung steht, scheint er nach einem Call am Flop entweder etwas zu haben, oder in den Bluffmodus zu wechseln.“ (bf)

            „entweder etwas zu haben“ bedeutet FOR VALUE setzen. Langsam glaube ich, du willst hier wieder provozieren. Das ist doch einfachstes deutsch.

          • Genau, ich will nur provozieren. Scheint nach dem Call etwas zu haben und setzt für Value sind auch im perfekten deutsch zwei verschiedene Dinge, aber belassen wir es nun. Ich finde es unglücklich ausgedrückt, akzeptier das doch einfach.

          • Ich kann es nicht akzeptieren, wenn Du mir Dinge unterstellst, die ich nicht gesagt habe.

            Wenn du findest, dass ich mich nur unklar ausgedrückt habe, du mich dennoch verstanden hast, dann brauchst du rein gar nichts zu schreiben.

            Wenn du aber nicht verstehst, warum es doch exakt dasselbe ist, dann erkläre ich es dir auch gerne noch ein 4. Mal. Und zwar mit einer Gegenfrage: Wie bitte soll er denn ab dem Turn die vorherigen Hände gewonnen haben?

            Ich beantworte sie Dir auch: Natürlich kann er sie ohne Showdown nur dann gewinnen, wenn er bettet. Entweder bettet er, WEIL ER ETWAS HAT (=FOR VALUE) oder geht in den Bluffmodus.

            Hast Du es jetzt verstanden?

          • Selbst wenn ich dich zitiere, streitest du ab, dass du etwas falsch formuliert hast. Meine Frage war ganz einfach. Woher nimmst du die Info, dass er blufft. Deine Antwort hätte dann sein müssen, dass es eine Vermutung von dir ist, du es aber nicht weisst. Du kannst nicht einmal zugeben, wenn etwas falsch formuliert ist, zerpflückst aber selbst jeden Beitrag ins Detail. Deswegen kann ich nicht mit dir diskutieren. Du brauchst mir das Spiel nicht zu erklären, aber wenn du bei jedem genau auf die Formulierung achtest, kann man doch von dir das gleiche erwarten. Jedes mal nur auf deinen Ausgangspost zu verweisen, hilft da nicht. Sei doch mal ein wenig kritikfähig, dann würde ich auch gerne intensiver auf dich eingehen.

          • Du verstehst nicht den Unterschied zwischen etwas falsch formuliert zu haben und etwas unverständlich formuliert zu haben.

            Falsch wäre: Wenn ich gesagt hätte, dass der Gegner am Turn anfängt zu bluffen.

            Unverständlich formuliert: Wie ich gesagt habe „entweder er hat was“ (Was ja bedeutet, dass er in diesem Fall for Value setzt)

            Ich brauche hier auch nicht zu schreiben, dass ich „vermute“, dass der Gegner blufft. Denn ich habe mir darüber überhaupt kein Urteil gebildet. Ich habe das Spiel des Gegners (mögliche Bet am Turn) nicht gewichtet, ob er da for Value bettet oder als Bluff.

            Ich habe nur diese beiden Möglichkeiten aufgeführt. Ich habe als Antwort auf einen Kommentar von Alex (28. November 2018 at 12:22) sogar explizit darauf hingewiesen, dass wir nicht wissen können, wie eine solche Bet einzuschätzen ist.

            Dass ich gesagt hätte, dass er am Turn in den Bluffmodus wechselt, ist ausschließlich deiner falschen Wahrnehmung geschuldet. Und das darfst du mir dann nicht als FALSCH auslegen.

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          • Ich geb’s auf, es steht da schwarz auf weiß. Ich hab’s versucht, die letzten 3 Threads, aber du kommst mir keinen Schritt entgegen. Ab jetzt werde ich deine Posts nicht mehr beachten…..unglaublich.

          • Mehr Entgegenkommen geht nicht, als es Dir immer und immer wieder ruhig und sachlich zu erklären zu versuchen.

            Du wolltest nur klarstellen, dass ich den Teil mit der Value ausgelassen habe. Habe ich nicht ausgelassen.
            Ich habe auch nicht abgestritten, dass ich es meinetwegen etwas unglücklich formuliert habe, dennoch ist es dann nicht inhaltlich falsch formuliert.

            Tut mir sehr Leid, dass du nicht verstehst, was eine Bet bedeuten kann. Entweder Value oder Bluff.

            Dann sag mir nochmal, was da ganz genau „schwarz auf weiß“ steht?

            PS: Auf so pampige Art und Weise ein Gespräch zu beenden, ist nicht korrekt.

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    • die wievielte hand“analyse“ (wenn wir das mal so nennen wollen) ist das für dich, in der du nicht nur entscheidungs-, sondern AUCH ergebnisorientiert falsch liegst? :D:D

      der herr oberlehrer…..witzig.

      poste zukünftig bitte deine live turnier dates mit, damit ich weiß, welche ich mitspielen muss.

  2. Auf dem Flop hätte ich vielleicht 5 bis 10K höher geraist. C-Bet bei einem A und sehr trockenem Flop ist obligatorisch. Allerdings wäre diese etwas kleiner ausgefallen. {in Summe hätten wir jetzt aber einen ähnlichen Pot}

    Mit was callt Villian den Flop? Natürlich alle Ax Hände, wobei schlechtere, offsuitet Ax Varianten nicht mehr dabei sind/sollten. Alle Paare, 6x Hände (hauptsächlich suitet) und natürlich 45s.

    6 auf dem Turn. 6x Hände haben uns überholt, dafür wären A3s Hände jetzt wieder hinten. Auf dem Turn ist der Check in Ordnung. Zum einen zwecks potcontrol, zum anderen bekomme ich noch eine Bet von möglichen Paaren.

    River: mit der 2 käme der Flush und die Straße mit 45s an. Villian spielt 2/3 Pot. Was hat er? Flush halte ich für recht unwahrscheinlich. Straße ebenfalls. Mit AK spielt er for Value nochmals mit anderen Ax Händen würde hier oft check/call gespielt. Bluff? Was gibt er uns? Ein A ist sicher möglich, aber auch Paare zb 88+ aber auch Broadways mit dem Flush und viele die wir jetzt folden werden.

    Ich calle das, werde mich aber ärgern, da ich ja wusste das er AK hatte.

  3. Boah eckliger Turn und River.
    Mit der gepairten 6 schlägt mich plötzlich jede 6, jedes Full und Quads. Turn hätte ich auf jeden Fall noch gebettet um zu sehen wo ich stehe bzw ob der Gegner noch Interesse hat. Mit der Karo 2 kommen plötzlich alle draws an. Straight und Backdoorflush. D.h. mit meinem AA66J schlage ich ihn nur wenn sein Kicker unter 10- ist ohne 6 natürlich. Jede 6, 66, 33, 22, AQ, Ak, 34-straight und 2 Karos schlagen mich. Sein Riverbet wirkt so sicher. Ich setze ihn auf 45Karo also Straight bzw. Flush und folde mein 2 pair J Kicker. GG

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  4. Vielleicht wäre es noch interessant zu wissen, ob hier einige PushingStacks am Tisch waren, was wiederum Hände wir AK wahrscheinlicher als 45s machen würde.

  5. Also das cbetsizing auf der boardstruktur ist natürlich viel zu gross. Trockenes ace high board wir sind hu in pos da können wir extrem downsizen. Das heisst 1/4 pot ist angesagt….dann können wir den turn mit 1/3 pot fortsetzen folden wenn der gegner raist da er offenbarein fish ist, der in dieser situation immer die 6 gebinkt hat oder ein 3er set hat….so wie du die hand gespielt hast kann ich bei dem sizing auf dem river nicht folden. Durch deinen check auf dem turn kann es durchaus sein dass er schwächere axes valuebettet. Klar hat er hier auch 6x 45 oder ein 333 boat aber wir haben genug chips, um zu callen….call. dennoch am sizing am arbeiten kovi…

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  6. Wie gespielt ist für mich o.k. , am turn 180-210k hätte mir aber besser gefallen, so hätt ich 22 rausbekommen, ist aber stil- und Geschmackssache, so krieg ich vielleicht noch was! Ich seh mich hier vorne, geb villain AT – A9 – A8 – A7, oder eben 33, 22…
    In jedem Fall call! Glaub, er hat einfach ein A, mit dem er sich stark fühlt nach unserem turncheck!
    Oder er hat A2,A3 und nicht gemerkt, dass 66 seinen 2.Treffer entwerten!
    An alle, die am flop checken, um später noch was abzugreifen: bin zufrieden, möchte die Hand gerne schon hier beenden!

    • Ich finde deine hohe Turnbet erfüllt nicht ihren Zweck.

      Bei dieser Bethöhe bleiben doch zu allermeist nur die Hände dabei, die dich schlagen. Auch würde ich Pocket 2er am Turn ja gar nicht vertreiben wollen…

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  7. Wie gespielt ist das für mich ein insta call,meine weitere line lege ich ja schon vorher fest!
    Was mir aber besser gefallen würde: flop bet etwas kleiner,ca 55k und am turn etwa 90k,dann kann ich auf check-raise folden oder am river behind checken,bzw auf eine große riverbet folden.

    • Bet 55k und Bet 90k finde ich auch als gute Spielweise!

      Aber mit einem Turncheck kann man die Line noch nicht endgültig festlegen. Es kommen ja noch 2 Entscheidungsfaktoren, auf die man keinen Einfluß hat.

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      • @ bf,du hast natürlich recht,allerdings wenn ich ihn auf einen draw setze dann darf ich den turn nicht checken sondern muss ja eine etwas höhere bet setzen,in etwa halber pot. Ich würde den check am turn nur spielen wenn ich ihm ein A gebe oder ein pocket und mich vorne sehe und daher sowieso calle. Außer bei dicker overbet.

  8. Als erste Frage: Du weißt, dass er sehr viele Hände limpt und sein Stack hat er auf fast 1 Million ausgebaut, aber es gab noch keinen Showdown von ihm? Merkwürdig, aber nun gut. Er scheint dann meistens bei einer Fit or Fold Strategie zu bleiben, also ist die Lösung hier, die Range PF abzupassen. Dazu gehören alle Paare, alle Broadwaykombos und Suited Ax-Hände.

    Auf diesem Flop crushen wir seine gesamte Limp-Call Range, so weit er nicht trapped. Ich würde hier 70% checken und 30% setzen, aber dann bitte kleiner, denn wir wollen unsererseits eine Buttonrange präsentieren, die hier ebenfalls häufig verpasst. Auf diesem Flop sind wir entweder 93-7 vorne oder fast tot. Womit callt er so eine Bet? Mit jedem A, einem set, two pair und 45. Ich sehe hier keine wirklichen Floats, außer vielleicht Broadwaykombos mit Backdoorflush und Straightdraw, aber das wäre schon sehr lose und schlecht. Zudem blocken wir am Ende jede Flushcombo mit dem J in Karo, womit auch einige Limphände wir JT,J9,KJ,QJ in Karo wegfallen.
    Ich persönlich gebe ihm aktuell eine AX Hand oder ein set. Two Pairs sind anfällig auf dem Board, daher würde ich da ein Raise erwarten. Mit dem Turn kommt eine weitere 6, es ist sicherlich nicht undenkbar, dass er 65s oder 67s limpt, aber bei den Stacksizes gehe ich UTG nicht davon aus, also ist die 6 erstmal eine gute Karte, denn ich schlage nun A3, ansonsten sehe ich mich hier immer noch vorne. Auf dem River kommt 45 an, aber wie schon bei 65s und 67s gesagt, habe ich hier vor kleinen Connectorn weniger Angst. Er setzt jetzt 190K in 278K, was eine ziemlich gute Bet ist, egal was er hat. Ohne Info über die bisherige Handstärke des Gegners tappen wir hier ziemlich im Dunkeln und außer einer schlecht gespielten Ax Hand schlagen wir hier nichts mehr. Einen Bluff? Ich sehe keinen Float, den er nun in einen Bluff verwandeln könnte. Zudem schlagen wir auch nicht AQ und AK, die hier ebenfalls gelimpt haben könnten, daher würde ich hier vermutlich folden. Mit ein wenig mehr Gegnerinfo finde ich hier auch manchmal den Call, wenn der Gegner wenigstens 1-2 Mal geblufft hat, aber ohne eine einzige Hand gesehen zu haben oder Infos über die Boardstrukturen seiner Hände sind mir meine Chips hier zu schade. Ich bin hier nicht ganz überzeugt von dem Fold, aber ich sehe hier halt leider keine Anhaltspunkte für einen Bluff, ich folde.

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    • Du findest es merkwürdig, dass der Gegner seinen Stack auf eine Million ausbauen konnte?
      Das wird wohl auch daran liegen, dass er zuvor an einem anderen Tisch saß. Was da passiert ist, kann dir Kovi natürlich nicht beantworten. Bei Onlineturnieren wird man häufiger „gemovt“, wenn man länger im Turnier bleibt…

      Die These, dass er dann meistens „Fit or Fold“ spielt ist dadurch natürlich nicht mehr haltbar, denn du kannst nicht wissen, wie er zuvor an anderen Tischen agiert hat. Genauso gut wäre es möglich, dass er sich seinen Gegnern am Tisch extrem anpassen kann, oder dass er zuvor viel Glück mit mediumstarken Händen hatte, bei denen seine Gegner oft blufften bzw. er viel Showdownerfolg hatte.

      Auf dem Flop sind wir „93-7“ vorne, wenn wir vorne sind. Nur gegen KQ Komibnationen oder ähnlich Unwahrscheinliches passt das. Gegen schlechtere A sind wir 80-20 vorne. Selbst mit einem inside Straight Draw hat er noch 20 Prozent. Auch sind wir nur gegen manche Hände fast tot. Es gibt aber auch noch die Openender (mit FD), da sind wir bei 63-37.

      Wie kann man mit einem einzelnen J „alle Flushcombos“ des Gegners blocken? Erschließt sich mir nicht. Er kann aus meiner Sicht 45 in Karo haben, er kann 3x in Karo haben, er kann auch KQ in Karo haben.

      Ich sehe hier schon Floats, die der Gegner in einen Bluff verwandeln kann. Zum Beispiel mit kleineren bis mittleren Paaren ist dies sinnvoll, wenn er Hero auf ein höheres Pocketpaar setzt.

  9. eigendlich eine 08/15 Standart Hand, wie sie quasi jeden Tag vor kommt…..
    Pre: normales Opening
    Flop: Conti hier wohl auch Standart mit TP+guter Kicker auf rainbow Flop
    Turn: hier bin ich mit dem check nicht einverstanden, von mir kommt da eine weitere Bet….wir haben jetzt Top-2+ guten Kicker, ausserdem müssen wir uns hier gegen den FD schützen, also nochmal betten, da gilt für mich das Argument von Potcontrol nicht…
    River: wie hier gespielt, für mich ein normaler call….fold ist mir zu weak und raise ist hier eh keine Option, da wir nur von besseren Händen gecallt werden….daher einfach callen

    Fertig, nächste Hand bitte ;)

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  10. @hand: der Gegner isz wohl volldonk und deine line ist halt guter standard wie vor 10 Jahren gespielt wurde. As played ist es ein einfacher call ricer weil wir mit „zu“ stärker range am river sind und vor allem weil wir gehen volldonk be Straße raus nehmen um ihn dann Fehler machen zu lassen… Ergo ist turn c und river fold halt total Unsinn 7nd an unserem Plan vorbei. Persönlich bin ich auch für flop bet turn bet aber das ist ja nicht Thema. @bf: tue dir ei en Gefallen und spiel kein online poker mehr… Zumindest nicht um geld

  11. Ich würde in dieser Situation zum Fold tendieren.
    1. Er spielt UTG+1
    2. Ich raise preflop
    3. Im Flop liegt ein As und ich spiele eine C-bet, aber Villain callt
    4. Die Bet am River ist recht hoch – obwohl er davon ausgehen muss, dass sehr viele Spieler hier mit AJ+ instant callen würden. Das spricht aus meiner Warte gegen einen Bluff.
    Also fold.

    Wie hätte ich gespeilt?
    Preflop callen, Flop checken. Dann je nach Line von Villain seine Bets runtercallen oder nach seinem Turn-Check 1/3 Pot betten. Am River check behind spielen oder c/c.

    Faustregel: kleine Hand – kleiner Pot.

    Gruß
    Der Tyro

      • Kovi schrieb: „Der Spieler im SB war der Shorty am Tisch, aber er hatte noch immer 27 BBs.“
        Vermutlich wird dieser nicht gegen zwei Bigstacks einen Bluff-Squeeze machen, zumal UTG+1 häufig auch gegen Raises callt und Hero in Position einen enormen Vorteil besitzt. D.h. ein Squeeze sollte in dieser Situation schon mit einer überdurchschnittlich soliden Hand gespielt werden, sagen wir 88+, ATs+. Kommt dann noch Action von UTG+1, dann landet mein AJo instant im Muck. Ich habe also einen Plan für diese Eventualität und somit kein Problem, sondern eine Lösung… ;-)

          • Nein, im Gegenteil. Gerade weil sie etwas stärker ist, würde ich nur ungern meine absolute Position durch Raise und anschließendem Reraise aufgeben müssen. Eine der Hände, wo ich sagen würde „zu stark für einen Raise“ (weil zu schwach für eine 4- oder 5-Bet).
            In dieser Situation wäre zwar ein sehr gutes Ergebnis, preflop die Blinds und den Limp mitzunehmen. Das kann ich mit einem hohen Raise erreichen. Ist die Hand danach allerdings nicht beendet, bin ich meist nicht mehr vorne mit der Hand. Denn dann laufe ich oft in AQ, AK oder Pockets. Das kann ich in Position teilweise ausgleichen, aber ich will dann keinen riesen Pot mehr aufbauen. Bedeutet: ich gewinne damit kleine Pots oder verliere große. Das aggressive Spiel hielte ich bei deutlich kleineren Stacks eher für angebracht und würde ich vermutlich auch so tun (Push).
            Hier spiele ich AJo gegen 3 andere Spieler in absoluter Position mit hohen implied Odds auf die Nut-Straight, oder Top Two Pair. Ich investiere minimal mit der Möglichkeit auf einen größeren Pot.

  12. Hello
    Was ich als erstes los werden will ist das mir hier immer eine zumindest ungefähre Aktivität von Hero in diesem Turnier fehlt. Da es nicht immer Kovis Hände sind ist das für mich ein wichtiges Kriterium um die Hand aus Villains Sicht zu sehen.
    Wie gespielt und den vorhandenen Infos bin da auf der Foldseite wenn auch nicht mit vollster Überzeugung.
    Wie hätte ich gespielt?
    Hätte Pre schon etwas kleiner geraised weil mit seinem Limp plus Blinds plus Ante bekommt er sowieso immer rund um die 3 zu 1.
    Die Conti wäre Drittel Pot und der Turn nochmal Drittel Pot gewesen. Callt er den Turn auch bin ich fertig mit der Hand.
    Range alle AxCombos und Connectors 76,65,54 vielleicht noch 77-99.
    Gruß

  13. preflop
    Mit AJo spiele ich lieber isoraise vs einen villian der pre viel L/F, als Call und dann 4-handed postflop. Im letzten Fall ist selbst ein A auf dem Flop für Hero schwer zu spielen. Raise und size von Hero sind Standard und so ok.

    flop
    Hero hittet TP+GK. Auf dem Board :Ad: :6s: :3h: macht es Sinn 100% von Heros OR-Range zu betten. Zu beachten ist, dass in villians Range deutlich mehr nut-type Combos sind.
    Hero: AA(3)
    Villian: 66(3), 33(3), A6s(2), A3s(2)
    Hier sollte also Hero mit einem kleinen Sizing FCB. Dies macht insbesondere auch darum viel Sinn, weil Villian vs FCB schon Fold in der History hat. Ein Sizing von 25%-33% pot ist optimal.

    turn
    Die :6d: hilft Heros Range gar nicht, aber Villians Range umso mehr.
    Villian: 66(1), A6s(2), 76s(2), 65s(2).
    Es macht also wenig Sinn die TCB hoch zu sizen. In Position würde ich aber mit dem Plan River XB, auf dem Turn (Heros Hand nur value für 2 streets) betten. Sizing 35%-45% pot.

    river
    Kommt hier von Villian nach FCB & TCB eine hohe Donkbet kann Hero viel leichter Folden als in dem Spot as played. Auf villian X folgt XB und ich bekomme wenigstens SD-Info.

    As played provoziert Hero mit Bluff-Induce ohne Infos über Villians Bluff-Frequncies Das ist schlecht und wäre daher nicht meine Line.

    • Ich war ja auch erst auf der Line Flop betten (aber kleiner als in meiner ersten Analyse), aber ich finde es hier nicht mehr gut.

      Wir wir davon ausgehen, dass Villian auch auf eine kleine Flopbet seine Non-Value-Hände foldet, dann macht es aus meiner Sicht mehr Sinn, diese Bet ganz wegzulassen. Natürlich unter der Vorraussetzung hier nur auf 2 der 3 Strassen for Value gehen zu wollen. Zumal Du ja Villain hier viel mehr Nut-Type-Hände gibst als Dir selbst. Welche Hände foldet er denn hier am Flop? Doch nur die Hände, die wir am liebsten dabei behalten würden, also die Hände in seiner Range, die den Flop komplett verfehlten. Und von kleinen Pockets ist eh nicht viel zu erwarten.

      Würden wir den Flop checken behalten wir seine Bluffhände aber mit dabei und gegen seine schlechteren Ax Hände können wir nach wie vor 2 Streets for Value gehen. Da ändert sich ja nichts bei einem Flop-Check.

      Ich sehe die Infos, die wir über den Gegner haben, so besser genutzt (Gegen Unknown auf jeden Fall aber kleine Flop- / Turnbet).

      Eine Frage zu Deiner Turnbet (nach zuvor schon kleinerer Flopbet): Wie Du das spielst Seti, beschreibst Du deine Turnbet ausschließlich als Blockbet für den River, oder?

      Und Du würdest auf ein Checkraise am Turn auch schon direkt folden. Sehe ich das so richtig?

      • @bf

        >“Villian auch auf eine kleine Flopbet seine Non-Value-Hände foldet, dann macht es aus meiner Sicht mehr Sinn, diese Bet ganz wegzulassen“

        1) Value mitnehmen
        AK, AQ, hätte Villian vermutlich pre geraised. Wir bekommen aber Value von AT, A9, A8(s), A7s, A5s, A4s, A2s. Wir bekommen wahrscheinlich auch Value von 99-77 und den Draws 54s.

        2) unsere Bluffcombos
        Auf der Flopstruktur macht eine FCB mit sehr hoher Freq Sinn. Unsere Bluffcombos z.B. KQs,QJs,JTs sollten wir auf dem Flop betten (villian foldet auf FCB), deswegen brauchen wir auch Value-Combos in unserer FCB-Range. Mit AA können wir auch checken, um unsere XB-range zu stärken.

        3)Freecards
        Hero hält „nur“ TP. Die L/C-Range dürfte sehr weit sein. Für Hero ist es sehr schwer einzuschätzen, ob nach X-XB Villian auf den Turn improved (set, straight).

        >“Gegen Unknown auf jeden Fall aber kleine Flop- / Turnbet“
        Villian ist unknown. Wir haben noch keine Hand von ihm gesehen.

        >“auf ein Checkraise am Turn auch schon direkt folden“
        yepp.

        1) remaining Stack
        in meinem Beispiel setzt hero in etwa 48k+41k+88k und behält nach Fold einen spielbaren Stack von 783k = 49BB

        2) risk of ruin
        selbst wenn villian hier bluff-raised, sollte er nach X/R-B/C (turn) bei dem pot auf jeden River AI stellen. In der Situtuation möchte ich nur bluffcatchen, wenn ich Infos über villians bluff-freq hätte und mit TP only sehe ich hero nicht mehr vorne gegen die value-range bei X/C-FCB, X/R-B/C, AI-?

        • Aber schau mal, wir haben natürlich Infos über den Gegner.

          Er foldet Hände auf eine C-Bet. Also Tendenz er bleibt mit Value dabei. Die Value von 77 Oder A10 können wir auch noch später holen. Auch von diesen Händen bekommt man nicht 3 Straßen Value. Du kannst Deine „2-Straßen-Value“ viel besser kontrollieren mit einem Checkbehind am Flop.

          Die 2. Info, die wir über den Gegner haben, dass er gerne ab dem Turn aktiv wird. Das ist doch super für unsere mittelstarke Hand. Und wenn er den Turn checken sollte, ist doch auch gut.

          „Unsere möglichen Bluffcombos“ am Flop zu betten ist für mich jetzt nicht so wichtig, wenn ein Gegner seinen Mist am Flop entsorgt. Denn wir haben ja Value und die Infos, dass der Gegner ja gerne aktiv wird ab dem Turn/River.

          • Ich habe meine Analyse in den beiden Posts oben geschrieben und begründet. Wenn du anderer Meinung bist, ist das ok.

  14. Unsere Betsize am Flop gefällt mir hier auch nicht so gut und wenn wir da gecallt werden, müssen wir schon fast davon ausgehen dass unser Gegner hier zumindest 45, 33 eine 6 oder ein A hat. Der Check am Turn sollte in Ordnung gehen. Nachdem wir aber am Turn gecheckt haben sollten wir aber den River auch gegen das größere Sizing callen, wir müssen immernoch nur in knapp 30% aller Fälle gut sein und ich denke dass sollte schon möglich sein. Mir gefällt die Situation auch nicht so gut, aber da wir auch noch keine Informationen über den Gegner haben, würde ich hier zum Call tendieren. Hätten wir schon Karten von unserem Gegner im Showdown gesehen könnten wir möglicherweise besser einschätzen ob er da blufft oder nicht (quasi den Flop sehr light gefloatet hat), aber ich denke nicht dass man Spieler die viel limpen (und dann oft auch eher schwächere Spieler sind), jedesmal ohne Showdown gewinnen lassen sollte. Es sollte auch noch möglich sein dass unser Gegner hier ein schwächeres Ass überspielt mit dem großen Sizing am River, würde er am River kleiner setzen, dann würde ich auch deshalb immer callen weil er ja dann auch noch oft genug ein schwächeres Ass haben sollte und ich denke dass sollte ab und an auch bei dem größeren Sizing der Fall sein.

  15. Anbei die Auflösung:
    Ich war diesmal wieder nur Beobachter der Hand. Hero callte und Villain zeigte 9d8d für den Flush.

    Diesmal spricht mir Seti aus der Seele, deswegen poste ich seinen Kommentar hier nochmals.
    Seti schrieb:
    „preflop
    Mit AJo spiele ich lieber isoraise vs einen villian der pre viel L/F, als Call und dann 4-handed postflop. Im letzten Fall ist selbst ein A auf dem Flop für Hero schwer zu spielen. Raise und size von Hero sind Standard und so ok.

    flop
    Hero hittet TP+GK. Auf dem Board :Ad: :6s: :3h: macht es Sinn 100% von Heros OR-Range zu betten. Zu beachten ist, dass in villians Range deutlich mehr nut-type Combos sind.
    Hero: AA(3)
    Villian: 66(3), 33(3), A6s(2), A3s(2)
    Hier sollte also Hero mit einem kleinen Sizing FCB. Dies macht insbesondere auch darum viel Sinn, weil Villian vs FCB schon Fold in der History hat. Ein Sizing von 25%-33% pot ist optimal.

    turn
    Die :6d: hilft Heros Range gar nicht, aber Villians Range umso mehr.
    Villian: 66(1), A6s(2), 76s(2), 65s(2).
    Es macht also wenig Sinn die TCB hoch zu sizen. In Position würde ich aber mit dem Plan River XB, auf dem Turn (Heros Hand nur value für 2 streets) betten. Sizing 35%-45% pot.

    river
    Kommt hier von Villian nach FCB & TCB eine hohe Donkbet kann Hero viel leichter Folden als in dem Spot as played. Auf villian X folgt XB und ich bekomme wenigstens SD-Info.

    As played provoziert Hero mit Bluff-Induce ohne Infos über Villians Bluff-Frequncies Das ist schlecht und wäre daher nicht meine Line.“

    • Ist von villian bei der hohen contibet natürlich schlecht, mit lediglich zwei backdoordraws ohne highcard zu floaten. Aber das war das, was ich meinte. Ich sehe kaum Floats, die am river bluffen könnten. Die spielerbeschreibung war dann irreführend, denn zu einer fit or fold Strategie am Flop, passt der Call natürlich nicht.

      • Villains Float am Flop out of Position hat mich komplett überrascht. Dieser Spielzug hat zu der bis dahin von mir beobachteten Spielweise überhaupt nicht zu Villain gepasst.

    • Das ist Ergebnis-orientiertes Denken und der falsche Ansatz. Entscheidend ist nicht, welche Hände in einem Spot gegeneinander antreten. Mit deiner Annahme gehst du davon aus das du weißt,
      – dass Hero am Turn vorne liegt
      – dass Villian mit der kommenden Rivercard Hero überholen wird
      – dass Villian auf dein Sizing folden wird

      Nichts von dem ist auf dem Turn sicher bekannt. Entscheiden ist also:
      – welche Range hält Hero auf dem Turn nach der Action zuvor
      – welche Range hält Villian auf dem Turn nach der Action zuvor
      – wie performt Heros Range vs Villians Range EV-wise am Besten

      Man muss also alle Combos aus Heros Range vs alle Combos aus Vilians Range betrachten und aus der Gesamtheit der Kombination die Action und das Sizing wählen, welches hierbei die beste Performence EV-wise ergibt.

      • 1. gehe schon davon aus, noch vorne zu liegen (bin aber kein Hellseher).
        contibet am flop mit „any-2“ zu bezahlen ist ja sehr in Mode gekommen!
        AK und AQ geb ich ihm nicht, 6 möglich aber unwahrscheinlich;
        2.möchte allen draws und kleineren Paaren den River möglichst teuer machen, wenn villain dann noch zahlt und trifft, dann wars eben so; möchte die Hand eben am liebsten hier beenden und nicht nachher jammern, dass mich einer am river mit weniger als 20% noch überholt hat.
        ausserdem: never argue against success
        Spass beiseite: wollt nur anmerken, dass ich die „richtige“ Idee gehabt hätte, Kritik wäre aber nur berechtigt, wenn ich einen absoluten Blödsinn vorgeschlagen hätte und dann glücklich auf die Butterseite gefallen wäre.

    • Wenn Villian mit dieser Hand und dem Flop OOP floated, und das keinen speziellen Grund gegen Hero hatte, dann würde er sicher auch mit einem FD den Turn callen. Auf dem River geht dann wohl auch alles rein.

      • SOO sicher ist der call mit fd am turn mEn nicht bei dieser betsize, auf jeden Fall a la longue nicht empfehlenswert! Falls doch, vielleicht checkt er am River, bzw können wir nach bet/allin am River neu bewerten.

          • Idee trotzdem o.k.
            wie hätte villain dann reagiert?
            raise am turn? … kann man rauskomen
            all-in am river? … kann man ebenfalls folden
            check am river? … check behind und wir sind genauso weit wie in der vorgegebenen line!
            teurer wirds nicht!

  16. Also mein Fazit aus dieser Hand sieht wie folgt aus.

    Den Limper zu isolieren und gegen ihn in Position zu spielen ist auf jeden Fall nicht verkehrt. Der Gegner foldet einige seiner Hände am Flop, wird aber ab dem Turn aktiv. Leider kennen wir seine Range nicht, mit der er es macht. Wir haben eine mittelstarke Hand. Daher ist für mich der Potcontrol-Weg mit Check am Flop der richtige. Denn so behält der Gegner seine Non-Value-Range mit dabei. Ich würde dann ab dem Turn 2x callen, außer gegen massive Overbets.

    Wie gespielt ist es sehr schwer zu callen, und bei einem Fold tappt man auch in der nächsten Hand gegen ihn im Dunkeln. Mit einem Check am Flop verlieren wir aber nicht die Hände, die er dort entsorgt hätte.

    Vor dieser Hand wussten wir nicht, ob er ein Fisch ist, oder eine ausgefeilte Limpstrategie hat. Nun kann man sagen, dass sowohl der Preflop Limp und auch der Call am Flop eher suboptimal waren. Daher fällt das Spiel gegen ihn nun natürlich deutlich leichter. Gegen aktive Spieler sollte man einen (günstigen) Showdown anstreben, um seiner Spielweise möglichst schnell auf die Schliche zu kommen.

    • Und was machst du, wenn der Flop check check geht, und er den Turn und den River zwei mal Potsize bettet? Du hast nun noch weniger Info und musst komplett raten, da du dich durch den Flopcheck Bluffanfällig machst und keine Showdowninfo vom Gegner hast. Die einzige wirkliche Info, die wir hatten, war seine Fit or Fold Strategie auf dem Flop und selbst die war eher dünn. Also ist die Cbet hier fast Pflicht, zumal wir als Button gegen einen Limper dieses Board so gut wie immer Cbetten, also wir hier genauso oft ein Ass haben wie auch nicht. Der Fehler liegt hier meiner Meinung nach im Check am Turn, denn damit erlauben wir dem Gegner uns zu bluffen, ohne seine Bluffquote zu kennen. Wenn wir Flop und Turn betten, ist es auf dem Board quasi unmöglich uns zu bluffen. Ich bin auch kein Freund von Inforaises oder Infobets, in diesem Fall geschieht die bet aber in beiden Fällen sowohl aus Valuegründen als auch aus Protection. Besonders Online ist die einzige Info die Mathematik und das Bet/Call Verhalten des Gegners, also sollte man dies gegen einen Unknownspieler auch anwenden. Ich hätte hier zwar auch gefoldet, so wie die Hand gespielt wurde, hätte mich aber auch nicht gewundert, wenn wir mit AJ gut gewesen wären. Daher gefällt mir die Line in diesem Spot zum Bluffinduce nicht, gegen einen Gegner, der nach einem Flopcall offensichtlich zumindest irgendwas hat. Aber wie ja auch schon geklärt, war der Float des Gegners bei der Cbetsizing von Hero auch einfach grottenschlecht.

    • 2mal Potsize zu teuer. Generell: hat man aber Angst vor Bets dieses Gegners, dann würde ich Tyro’s Preflop-Limp-Strategie wählen. Dann kommt man ja am ehesten in einen billigen Showdown.

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