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Macau – 18 Jahre Haft für Alvin Chau markiert das Ende der Junkets

Alvin Chau Cheok Wa ist zu 18 Jahren hinter Gittern verurteilt worden. Dazu kommt eine Strafe von über €1 Milliarde, die die Suncity Group zahlen muss.

Die Suncity Group war die unangefochtene Nummer 1 der Casino-Junkets. Diese Agenturen waren dazu gedacht, Besucher vom Festland nach Macau zu bringen. Durch Verbindung zu Triaden entwickelte sich jedoch schnell ein anderes Geschäftsmodell.

So waren die Junkets eine Mischung aus Reisebüro, Geldverleih und VIP-Kundenservice. Schätzungen zufolge, sorgten diese Firmen für bis zu 60 % des Umsatzes in Macau.

Zum Höhepunkt der Junkets operierten 235 dieser Firmen. Dies war 2013, mittlerweile ist die Zahl auf 36 Betreiber geschrumpft. Das Ende der Suncity Group setzt ein deutliches Zeichen.

Alvin Chau und 20 weitere Personen wurden unter anderem wegen illegalem Glücksspiel, Geldwäsche und Betrug angeklagt. Acht Personen wurden freigesprochen, vier kamen mit einer Bewährungsstrafe davon.

Die Drahtzieher wandern zwischen 9 und 15 Jahren ins Gefängnis. Die heftigste Strafe kassierte Alvin Chau. Der Geschäftsmann wurde in fünf von sechs Punkten für schuldig befunden und muss 18 Jahre einsitzen.

Die Suncity Group muss zudem rund €770 Millionen in Steuern nachzahlen. Dazu kommen weitere €260 Millionen, die das Junket-Unternehmen an fünf Casinos zahlen muss. Eine Entschädigung durch verpasste Gewinne, da die Suncity Group ihre VIPs auch abseits der offiziellen Tische wetten hat lassen.

Ebenfalls vor Gericht steht Levo Chan Weng Lin. Der ehemalige CEO von Macau Legend Development Ltd ist der Boss Tak Chun, dem ehemals zweitgrößte Junket-Betreiber.

Es wird geschätzt, dass Tak Chun mindestens €57 Millionen an Steuern unterschlagen haben soll. Levo Chan, der rund €185 Millionen durch das Junket-Business gemacht haben soll, erwartet aktuell auf die Verurteilung.


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