Pokerstrategie

Am Anfang steht das Entry

25

„Re-Entry – Ja oder Nein“ ist eine spannende Frage. Das Nachdenken darüber deckt erschreckend unlogische Gewohnheiten auf. Hinterfrage ich diese, so komme ich auf die eigentliche Frage: warum spiele ich Poker?

Mein persönliches Pokerspiel setzt sich aus Motiven zusammen, die ich seit zwei Dekaden immer bewusster wahrnehme und lebe. Begonnen hat mein Kartenspiel mit Schafkopf, einem technisch etwas komplizierten Spiel für 4 Spieler. Von meinem Vater gefördert habe ich sehr früh sehr intensiv und teilweise auch sehr teuer gespielt. Dabei habe ich mich gern mit den Besten gemessen.

Die Stärken von Poker habe ich dann mit etwa 15 Jahren mehr und mehr zu schätzen begonnen. Beliebig viele Spieler können beliebig schnell gegeneinander spielen. Es ist unheimlich einfach mit dabei zu sein. Zudem darf man die meiste Zeit sein Blatt verbergen, wird mit seiner eigenen Idee vom Spiel zufriedengelassen.

Heute mit 37 Jahren blicke ich mit gefühlter Überlegenheit auf meine Gedanken von früher zurück. Es dauert ein wenig bis ich begreife, dass sich nichts geändert hat. Ich werde wohl auch mit 38 „überlegen auf den naiven 37-jährigen von damals“ blicken. Es dauert erneut ein wenig bis ich begreife, dass dies ein großes Kompliment an die Tiefe des Pokersports und ein bisschen auch an meine anhaltende Lernbereitschaft ist.

Mein heutiges Wissen über das Spiel sagt mir Folgendes:
– Am Pokertisch herrscht purer Wettkampf. Mein Kartengeheimnis, mein Stack und ich stehen allein gegen alles andere.
– Ich gewinne eine Hand genau auf eine von zwei Arten: die beste Hand im Showdown oder aber als einziger im Spiel.
– Es ist meine Aufgabe, die jeweils lukrativste  Handlungsoption zu erkennen und sie auszuführen.

Bestimmt „weiß das jeder“ und doch hält sich kaum jemand wirklich daran. Am Beispiel der „Re-Entry Frage“ will ich zeigen, was ich meine. Wenn ich ein Turnier spiele, dann habe ich mich gegen manche Alternative entschieden. Gegen Ring Game, aber zum Beispiel auch gegen „zu Hause bleiben“. Ich glaube also an einen Nutzen für mich. Dieser Nutzen kann einfach sozialer Natur sein. Ich zahle eine Fee und habe eine gute Zeit. Dieser Nutzen kann sportlicher Natur sein. Ich zahle für den Wettkampf mit anderen. Für mich ist der Nutzen meist schnöde monetär dominiert. Ich glaube, dass mein Kapital im Preispool gut genug arbeitet, dass es meine gerne auch angenehme Zeit am Tisch rechtfertigt.

Denke ich in dieser Logik weiter, so darf ich nichts gegen Re-Entry einwenden. Denn schlechte Spieler scheiden quasi per Definitionem wahrscheinlicher aus als gute. Somit ziehen mehr schlechte Spieler als gute die Re-Entry Option, was meinen Hebel im Turnier verbessert. Umgekehrt bin ich als Kapitalist im Falle eines Ausscheidens dankbar, ohne zusätzlichen Aufwand einen weiteren Einsatz arbeiten lassen zu dürfen.

Sportlich sieht die Sache anders aus. Geht es um Platzierung und Titel, so macht Re-Entry fairen Wettkampf zur Farce. An dieser Stelle ist es sehr wichtig sauber zu unterscheiden. Turniere, deren Qualifikation über den Gelbbeutel gelöst werden, haben schon für sich keinen sportlichen Wert. Ob Re-Entry oder nicht, ist dann nebensächlich. Wer sportlichen Erfolg in einem erkauften Turnier sucht, der schließt von Beginn an einen Kompromiss. Ich halte es für unlauter in der Frage „Re-Entry oder nicht“ dann plötzlich von Fairness und Sportsgeist zu sprechen. Jeder pocht doch gerne auf die Macht seines Geldbeutels – bis eben einer mit ner dickeren Börse kommt. Dann ist man schnell dabei mit Buh-Rufen.

Ich kann und will nicht werten. Es ist eine große Stärke von Poker, dass es quasi alles zulässt, alle an einen Tisch bringt. Ich kann hier nur teilen, wie ich an die Sache herangehe und jeden dazu einladen, die jeweils für sich brauchbaren Teile mitzunehmen.

Ich spiele immer um zu gewinnen. Ich bin, wie ich es im Projekt Deutscher Poker Sportbund seit 6 Jahren (und somit insbesondere auch während meiner Red Pro Zeit bei Full Tilt) lebe, gerne auch bereit ohne Einsatz zu spielen. Der bloße Wettkampf genügt mir am Pokertisch genauso wie am Fußballplatz als für sich stehender Antrieb. Ich messe mich gerne sportlich mit guten oder auch mit besseren Leuten.

Fußball hat eine sehr feingliedrige Struktur, überall findet jeder sein Spiel. Es ist normal und für jeden verständlich, dass ein Landesligakicker weder Bundesliga noch am Bolzplatz spielt. Denkt man sportlich, so müssen wir mit Poker noch genau da hin. Aktuell ist das leider nicht in Reichweite. Es wird einfach noch zu unsauber gedacht und die Re-Entry Debatte deckt dies gut auf:

Buy-in ist als sportliche Qualifikation anerkannt, aber Rebuy ist unsportlich!?
Aus der breiten Anerkennung dieses Widerspruchs entstehen weitere gedankliche Blüten wie „Re-Entry bei One Drop ist krank“. Da kann ich nur lachen. Wer ein Buy-in zahlt, aber bei einem zweiten überlegen muss, der denkt zu spät nach.

Meine persönliche Sichtweise ist folgende: Als Pokerspieler freue ich mich über jeden noch so schlechten Gegner und er darf sich so oft er will mit so viel er will hinsetzen. Als Pokertrainer vermittle ich insbesondere diese robuste Sichtweise, in der die Varianz eben wegen ihrer massiven  Auslenkungen ein wahrer Freund ist. Nur sie sichert die Wiederkehr eines unterlegenen Spielers. Als Präsident des DPSB arbeite ich am Aufbau echter sportlicher Strukturen ohne spielerfinanzierte Preispools.

Für mich stellt sich in keiner dieser Perspektiven die Frage nach Re-Entry. Ich liebe ihn als Spieler genauso wie er für mich als Sportler nicht in Frage kommt. In der aktuellen Diskussion sprechen wir von traditionellen spielerfinanzierten Turnieren. Somit interessiert mich die Frage rein als Spieler und ich sage: jeder soll sich so oft einkaufen wie er nur will.

Zahler zocken – Könner kalkulieren

Stephan Kalhamer für
gaming-institute.de und dpsb.org

25 KOMMENTARE

  1. Als Spieler sind mir natürlich RE von schlechten Spielern recht. Allerdings sind eher gute Spieler mit den finanziellen Mitteln ausgestattet RE Turniere entsprechend mathematisch korrekt „risikoreicher“ zu spielen. Darüber hinaus bekommen alle beim RE auch noch ein discount durch deadmoney im Preispool. Einen Ike Haxton oder Philbort etc. durch Varianz zu verlieren ist sicher für den Spieler wichtiger als für den Sportler, aber diese Burschen dann durch RE wieder am Tisch zu haben ist weit wahrscheinlicher als den geliebten Fisch. Die 50€-Ballerturniere sind vielleicht nicht das Problem, aber die Highroller, WPT-alpha etc. die sich mehr und mehr zum „cornered market“ entwickeln sind sicher nicht gut für die Entwicklung des Pokerspiels.

    Wenn Poker dann einmal nicht spielerfinanziert sein sollte, mag ein buyin vielleicht als Qualifikation gelten, aber da sind wir wohl alle nicht mehr im Spiel……

  2. Einer der besten Beiträge in der letzten Monaten.

    Danke Stefan. Die Leute kapieren es „naturgemäß“ nicht.

    Die Frage stellt sich zu keinem Zeitpunkt aus der Sicht eines guten/starken Spielers. Es ist absurd.

    Schlechte Strukturen gibt es Ja…Wo schlicht und einfach die Reentry Phase zu lang istSchwache Spieler mit kleinen Roll oder minimale Einsatzverhalten gibt es ebenfalls, die den Grund für ihren Defizite und shortcomings jetzt auch noch in der Möglichkeit des Reentry Angebots suchen. Das ist sehr schwach.

    Ein Re-entry als solches ist und war „Immer“ für alle Beteiligten richtig umgesetzt ein +.

    More fun für die recreational Player, More Profit für Pros.

    Danke

  3. Habe gerade letzte Woche ein Turnier gespielt fuer 120 E – Entry,wobei das re-entry bis level 4 erlaubt war!
    Ergebnis : in den ersten beiden level wurde wie bloed gepuscht mit top pair/second pair oder auch mit allen moeglichen Draws, nur um den dicken Stack am Anfang zu haben- was viele so geil macht, das solche Situationen erscheinen. Auch one gapper- unsuited wurden von einem Experten all in – preflop geraist…call- flop und turn ergab 2 Paare und der Spieler mit KK musste geschockt im 2. level an die Rail, weil der Spezi meinte, mit seiner Vegas Erfahrung, das er der groesste ist, was er auch beweisen musste, nur um im 5.level raus zu fliegen, trotz rel. grossem Stack am Anfang.
    Ich meine das viele Turniere Ihrem Charakter beraubt werden, denn dadurch hat Poker einen noch groesseren Lottery Faktor und die Haende die man teilweise sieht, ist genau so erschreckend wie auf Pokerstars, wenn der Belarusse mal wieder meint, mit 3,8 offsuit den Moment gefunden hat den Tisch zu terrorieren und zur allgemeinen Ermunterung von PS- geben die Ihm auch einen Drilling fuer diese „Haeldentat“ 🙁
    … so sick

  4. Krank….das hoert sich fuer mich sehr nach verbittertem Online-spieler an…glaubst du du bist der einzige dem das online passiert? Glaubst du einem dönog…philbort. lissiestinkt usw…passiert das nicht? Denkst du wirklich das die einfach besser runnen? …ich denke das die einfach viel viel besser sind als wir alle…und du daher verlierst und dich beschwerst.

  5. So viel besser sind die auch nicht! Ihr müsst nur an eurem eigenen Spiel arbeiten, und gerade von diesen Spielern lernen!!!

    @Stefan K: Sehr interessanter Artikel. Gefällt mir gut!

  6. Die Ansicht von Stefan K. in dem Artikel ist sicherlich aus dem Blickwinkel des Spiels zu verstehen, aber es geht auch immer darum, wofür so ein Wettbewerb steht. Wie gesagt, es ist ein heikles Thema und natürlich ist es pirnzipiell für die Spieler, die so ein Turnier mit der nötigen Bankroll spielen, sehr hilfreich, wenn man sich nachkaufen kann und wenn jeder den Gedanken verfolgen würde, dass so ein Re-Entry für einen Bad Beat oder einen Cooler oder einen falschen Bluff gut geeignet ist, dann wäre ich dabei. Aber leider heißt es für 30% der Spieler, mit allem zu pushen, so lange man sich einkaufen kann und damit ist meistens in den ersten 2 Stunden das Pokerspiel an sich bei so einem Turnier nicht möglich.

  7. Ojeoje..

    @Philip: Mit allem zu pushen ist und bleibt ein Vorteil für den stärkeren Spieler. Damit klar zu kommen und die Richtigen Entscheidungen zu treffen ist Poker. Die meisten Befürworter des Abschaffung vom Reentry sind nun mal einfältige ABC Spieler, die damit überfordert sind, weil sie selbst zu Schwach sind aber das Gegenteil natürlich annehmen.

    Poker im Sinne von starken Wettbewerb wird dadurch eher gesteigert und der Glücksfaktor eher minimiert. Aber klar verstehen scheinbar leider nur ein kleinerer Anteil der Spieler auch das.

    Wer sich bei einem Turnier ein 2ten bullet nicht leisten kann oder will (und genau da liegt der Hund auf dem Rücken,wenn die Herrschaften ehrlich wären), sollte an kleineren oder Sachpreisturniere seine experten Meinungen äußern.

    5%oder weniger sind doch im Poker longterm winner, so wird in etwa geschätzt richtig?.

    Klar sind die selben 95% der Verlierer Fraktion auch hier ersteinmal dagegen. ;)Das wird auch so bleiben. Aber auch für diese Fraktion, ist es insgesamt vorteilhaft, wenn sie mal was catchen, da Sie ja eh selber meistens so oder so „Spielverhalten bedingt“ verhaltener Spielen.

    Das Begreifen fehlt hier natürlich.

    Re-entry ist Top und Zeitgemäß!.

  8. Nachtrag zu Vorteil für die 95% Fraktion: Natürlich sind diejenigen, innerhalb der sog. 95% Fraktion, die meckern gemeint. Der loose super aggro meckert ja gar nicht und wird auch so oder so nicht so schnell Verhaltener spielen. 😉

    Re-entry ist das beste und die am meisten entwickelte Turnierform, was es zur Zeit in dem Zusammenhang für den Spieler gibt.

    Dankeschön für Vakuum!.

  9. @ Pianonuts Ja, das haben alle gemerkt da gab es eine Menge Vacuum. Pro odr Con einfach mit dem Holzhammer zu verteidigen scheint die beste und meistentwickelte Diskussionsform zu sein.

  10. @Oops: Es gibt keine bzw. wenn überhaupt nur minimale Cons. Ein Holzhammer habe ich gar nicht.

    Die Inhalte der Vorteile sind für den Interessierten durchaus deutlich zu erkennen.

    Dinge manchmal beim Namen zu nennen ist manchmal notwendig und die ehrlichste und reinste Form der Diskussion. 😉

  11. Na, dann mal schnell in Moorman Blog dazu geschaut. Möglicherweise ist das jemand aus der 5% Fraktion.

    Jedes rebuy hat einen Discount gegenüber ALLEN Spielern, die nur einen buyin zahlen ( egal ob sie nur einen brauchen oder einen zweiten nicht zahlen können/wollen). Die Varianz würde nur dann verringert, wenn das Spielverhalten der Spieler gleich bleiben würde. Tut es aber in vielen Fällen – und auch oft zu recht – nicht. Es ist schlicht eine andere Variante, die andere Strategie verlangt, wenn man sie denn spielen will. Natürlich hat das nicht mit winning und loosing Spielern zu tun. Und sicher gibt es auch keine beste und am weitesten entwickelte Turnierform, die zufällig NLH reentry wäre. OFC Spieler würde sicher bestätigen, dass das nur Pineapple OFC sein kann. Also wer offensichtlich Seine eigene Meinung – die war ja tatsächlich auch nur gefragt- in die allein seelig machende „Wahrheit“ verwandeln will, benutzt vielleicht doch nur den Holzhammer, den er selbst nicht einmal erkennt.
    Aber nun soll es für diese tread auch genug sein, Du musst von deiner Meinung ja nicht abweichen – ich wollte ja nur noch die Dinge beim Namen nennen. 🙂

  12. Das sind doch Rebuy-Turniere, mit dem Unterschied dass man hier nicht noch ein Add-On kaufen kann.

    Wer sich für ein Re-Entry Turnier einkauft sollte sich mit seiner Strategie schon soweit auseinander gesetzt haben dass er weiss wieviel Risiko er nehmen resp wie viele Buy-Ins er zu tätigen bereit ist.

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht…..es gab auch schon unzählige Diskussionen in Onlineforen über die Helden die bei Rebuy Turnieren mit dem Vorhaben antreten sich nicht erneut einkaufen zu müssen. Das waren dann auch die die sich herrlich aufregten wenn sie einen call erhielten der mathematisch nicht korrekt war und ihren Stack verloren haben!

    Was mich noch fast mehr interessieren würde, das sind die Gendakengänge eines Highrollers der sich 5 Mal bei einem 100k Turnier und 3 Mal bei einem 250k Turnier einkauft, was können dies für Mathematischeüberlegungen sein? Herr Kalhammer? Und sagen sie jetzt bitte nicht dass mit Deadmoney der Geschäftsmänner rechnen, denn das Teilnehmefeld war zu 80% mit „Top-Pros“ gespickt…

  13. Ende Tag 1 waren 18 Spielr übrig und der Prizepool lag bei 9.250k (37 buyins) wenn Daniel N. annehmen darf, dass er keinen skill-Nachteil hat und ihm 12.5 BB reichen um spielen zu können ( das hat er so getwittert) ist sein Erwartungswert für den „Wiedereinkauf“ (9.250+250)/(18+1) = 500k.Es gab einige small stacks; 5 bezahlte Plätze und seine 2 bullets zählen in diese „vorwärtsgerichteten Berechnung“ nicht als negativ. Natürlich muss er 750k gewinnen um overall break even zu erreichen. Was er dann ja auch geschafft hat. Bei seiner ersten bullet war sein Erwartungswert Prizepool/ buyin also „nur“ 250k. Wenn er also da eingestiegen ist, muß er nun bei halbem Preis erst recht einsteigen. Siehe auch Stephans Text dazu.

  14. Ok, danke für die Erklärung.

    Dann startet er 250k unter EV mit einem Startstack der nicht einmal 1/2 Av. betrug, sprich er steigt als Shortstack ein.

    Ich frage mich hier ernsthaft ob 12.5 BB wirklich ausreichen um die Aussage von ihm zu treffen, ich meine es geht ja dann nicht um skill sondern um Flipglück…..?!

  15. …das geht allerdings über die mathematischen Überlegungen hinaus. Dazu kommt das wenige chips „pro Stück“ einen relativ größeren Wert besitzen. A chip and a chair waren ja mal den WSOP main event titel wert. Die Entscheidung innerhalb der mathematisch „richtigen“ Grenzen zu treffen, heisst ja auch nicht das es dann nur eine gute Entscheidung gibt. Aber da kommen dann in der Tat Ego und Geldbeutel ins Spiel. Ich hätte bspw. nicht dreimal eingekauft…

  16. Pianonuts hat anscheinend nicht wirklich verstanden, was ich meine. Es geht darum, dass inzwischen fast alle Turniere mit Re-Entry ausgestattet sind und in fast allen diesen Turnieren daher bestimmt 30% an Spielern zu finden sind, die von vornherein 2-4 Reentrys einplanen und dann auch so spielen. Das wiederum macht für mich den Sinn eines großen Pokerturniers kaputt, denn die Strategie bei einem Turnier ist es ja mit gutem, risikoberechneten und durchdachtem Spiel so weit zu kommen wie möglich. Dies ist aber am ersten Tag bei den Turnieren gar nicht nötig, da dann auch mal ein 20% Call gemacht werden kann und wenns nicht klappt, kauft man sich wieder ein. Du kannst schlecht verlangen, dass jeder Pokerspieler, der nicht 100K Bankroll hat, nur 30$ Turniere spielt, um sich drüber keine Sorgen zu machen. Also überleg mal nochmal, bevor du hier die Mehrheit der „Nichtpros-Ich habe eine Bankroll von 1 Mille“ in eine Schublade steckst.

  17. Muss hier Philip vollkommen recht geben. Entweder man veranstalltet ein Rebuy-Turnier oder ein Freezeout. Fertig, Aus, Basta. Es würde keine Diskussionen geben.

    Ich bin nämlich auch der Meinung, dass bei den Re-Entry Turnieren viele einfach anders spielen können, und so taktisch ganz anders an die Sache rangehen können.
    Wer kennt nicht die Situationen, wo man zwar sehr genau weis, dass man vermutlich einen Flip hat, diesen aber nicht für 50BB eingehen will. So ist es eben auch bei diesen Turnieren. Wie ich im anderen thread schon geschrieben habe, finde ich das Re-Entry bis max. lvl 2-3 noch in Ordnung, aber oftmals hat man ja viel länger die Möglichkeit dazu. Und wenn man dann als „normaler“ Spieler warten muss, bis lvl 8 erreicht ist und man dann nur noch 15BB hat, was für ein Turnier soll man dann bitte noch spielen?

    Und das Argument „nur die schlechten Spieler die früh rausfliegen kaufen sich nochmal ein und ich möchte so viele schlechte Spieler im Turnier haben wie es geht“ ist auch mMn Schwachsinn. Durch das gegamble am Anfang kann es einfach jeden erwischen und nur die „Pro´s“ können sich ein Reentry erlauben, weil die Bankroll dementsprechend hoch ist. Ein schlechter Gelegenheitsspieler wird max. 1x nachkaufen und dann zum CG gehen.

    Freezeout-Turnierpoker = Jeder hat die selben Möglichkeiten und Vorraussetzungen.
    Rebuy-Turnier = Jeder kann so viel und so oft nachkaufen wie er will.
    Re-Entry = Ein verstecktes Rebuyturnier, dass dem Veranstallter zu gute kommt.

  18. @Oops: Dir fehlt offensichtilich deep-logic. Und du verdrehst auch an sehr vielen Stellen was ich geschrieben und gemeint habe.

    Von allen NLH Varianten (nicht Domino oder Plo oder sonst irgendwas) ist Reentry die am weitesten entwickelten Form!…simple logic fact.

    Schön das du schonmal den Erwartungswert ausrechnen kannst…Kann hilfreich werden. Das Thema ist auch re-entry und nicht rebuy…Habe so einige Denkfehler und Argumentationsfehler in deine Kommentare gefunden. (werde aber nicht hier unter Kommentare darauf eingehen. Da nicht Zielführend). Du pauschalisierst viel gewaltiger als ich und hast in Wahrheit den Holzhammer oder was auch immer mir gegenüber selbst in der Hand.
    Der Moorman Artikel http://www.chrismoorman.com/reentry-tournaments/unterstreicht inhaltlich nur meinen Standpunkt.Es resultiert aus der „Angst“ eventuell den „recreational-Player“ zu vergraulen bzw. zu sehr einzuschüchtern. Was auch hier und da in den Kommentaren deutlich sichbar wird. 😉

    Es gibt aber keine bzw. nur sehr wenige wirkliche Begründungen im Kern ausser „subjektive“ die dagegen spricht, dass der Trend und die Entwicklung gut und ausgereifter für alle Teilnehmer ist mögen Sie es begreifen oder auch nicht ändert da dran nicht.Das ist und bleibt meine Meinung und die Kern Aussage. Den rest kannst du gerne hin und her wackeln. Es werden dir viele recht geben…ist logisch!. 🙂

  19. @Pianonuts:
    Es ist immer sehr speziell wenn jemand sich schlauer geben will als er wirklich ist. Deine Kommentare zu diesem Artikel sind so etwas von wiedersprüchlich und nichtssagend, da wird einem sturm im Kopf.

    Tut mir wirklich leid, aber ich denke Du kannst auch kein Englisch?! Der Blog von Moorman ist von Dir ins falsche Licht gerückt worden….aber who cares, ich find den Blog gut und Dein Gelaber eher nicht so der Hit…:-)

  20. Das einzige, was ich aus Pianonuts Kommentaren rauslesen kann, ist dass wir alle Nonames ohne Bankroll sind, die Schiss haben, mehr als Buy In zu verhauen und daher lieber 2$ Turniere spielen sollten.
    Ansonsten stimme ich dir zu Erwin.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT