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Andre Lettau gewinnt die EPT100 in Barcelona!

Das € 5.300 Main Event der PokerStars European Poker Tour (EPT) Barcelona ist entschieden und der Sieg geht nach Deutschland! Andre Lettau setzte sich schließlich nach einem ewig dauernden Heads-up gegen Sam Phillips durch und konnte sich nach einem Deal über € 794.058 freuen.

Andre Lettau startet gut in den Final Table und baute sein Stack gleich ein wenig aus. Noch besser erging es Sam Phillips, der mit den Assen einen großen Pot gegen Ji Zhang holte und damit die Führung übernahm. Seinen kleinen Vorsprung baute Sam schnell weiter aus und spielte in einer eigenen Liga gegen den Rest des Final Tables.

Slaven Popov, der als Shortstack auf der Final Table Bubble gekämpft hatte, war der erste Seat open. Mit scheiterte er an den Queens von Ji Zhang und musste sich mit Platz 8 begnügen. Ein zweites Mal brachte die Queens Zhang allerdings kein Glück, denn Andrey Shatilov hielt die Könige und verdoppelte gegen ihn.

Ji Zhang war dann auch der nächste Seat open. Er war auf den letzten Rang durchgereicht worden und sah sich mit den Jacks von Hossein Ensan gegenüber. Das Board und der erste Deutsche musste an die Rail. Für Ji Zhang sind die € 171.600 sein größter Live-Cash bisher.

Ensan Hossein konnte dann weiter aufbauen. Mit den Königen spielte er gegen von Chipleader Sam Phillips. Der Flop war zwar fatal für Hossein, aber das Ass am Turn veränderte das Kräfteverhältnis. Mit dem Pot konnte Hossein ein wenig zu Phillips aufschließen, allrings lag der Amerikaner noch immer klar vorne.

Philipps machte dann den Schaden auch gleich wieder gut. Mit callte er das All-in von Kiryl Radzivonau mit . Das Board und man war noch fünft am Tisch. Andrea Dato stellte sich als sehr bustout-resistent heraus. Mit konnte er gegen von Hossein Ensan verdoppeln. Noch vor der nächsten Pause gab es dennoch einen Seat open, allerdings war es nicht Andrea. Andrey Shatilov, mittlerweile der Shorteste am Tisch, ging mit all-in und bekam den Call von Andre Lettau mit . Das Board und Andrey nahm Platz 5.

Zu viert am Tisch lag Sam Phillips noch immer klar vorne und hielt fast schon die Hälfte aller Chips. Andrea Dato stand bei nur noch zwölf BBs und war erneut unter Zugzwang. Gleich nach der Pause reraiste der Italiener mit all-in und trat gegen von Hossein Ensan an. Das Board und Andrea nahm Platz 4.

Nun hieß es Deutschland gegen Sam Phillips. Und tatsächlich holte sich Hossein seine Führung zurück – mit einem Mega-Bluff. Drawing Dead brachte er Sam Phillips zum Fold und holte den Chiplead. Doch in der nächsten Hand gab Hossein noch viel mehr an Phillips zurück. Mit 3-bettete er und callte gegen die 4-Bet All-in von Phillips mit . Das Ass am Flop, der König am River und Phillips verdoppelte auf fast 30 Millionen Chips – zwei Drittel aller im Spiel befindlichen Chips. Hossein fiel auf Rang 3 knapp  hinter Andre Lettau zurück.

Zu dritt wurde dann heftig über einen Deal diskutiert. Sam Phillips bestand auf Chip-Chop und Andre Lettau wollte sich nicht abspeisen lassen. Im zweiten Anlauf gab Sam dann noch an die beiden Deutschen ab und der Deal war fixiert. € 90.000 blieben im Pot.

Kaum war der Deal gemacht, war es auch mit der Dominanz von Sam Phillips vorbei. Er musste gegen Andre Lettau mehr als einmal folden und auch Hossein Ensan verdoppelte gegen ihn. Dann war auch Andre gegen Hossein all-in und verdoppelte – und so ging Andre als Chipleader in die Dinnerbreak.

Sam Phillips fand gegen die teils unkonventionelle Spielweise von Hossein Ensan kein Mittel und so verdoppelte Hossein auch gegen ihn. Andre Lettau dagegen nahm ihm dann alle Chips ab. Hossein 3-bettete auf 2 Millionen mit und Andre callte mit . Am Flop callte Andre die C-Bet, am Turn ging Hossein all-in. Andre überlegte, callte und holte sich die Chips von Hossein. Platz 3 brachte dem Dortmunder Regular € 652.667.

Andre Lettau ging nun als massiver Chipleader ins Heads-up gegen Sam Phillips. Der Ami fand aber gleich die roten Asse gegen in der ersten Hand und konnte auf 14 Millionen verdoppeln. Noch immer hatte Andre aber eine 2:1 Führung. Doch weiter lief alles für Sam Phillips und als er mit Pocket 3s auch noch Quads floppte, war er schon knapp an Andre dran. Die Entscheidung ließ auf sich warten und so wurde noch ein Rekord aufgestellt. Noch nie  zuvor war bei einem EPT Main Event Level 36 (Blinds 200k/400k) gespielt worden.

Die beiden lagen einige Zeit gleichauf, dann zog Sam allerdings davon und als auch Level 36 gespielt war, lag der Amerikaner 32 zu 13 Millionen in Führung. Auch Level 37 und Level 38 waren notwendig, um zu einer Entscheidung zu kommen. Andre riss das Ruder herum, feierte ein Comeback und lag 5:1 in Führung. Aber auch er konnte den Sack nicht so schnell zu machen, wie er erhofft hatte. Sam Phillips hatte die verbliebenen € 90.000 ebenso wenig abgeschrieben wie die Trophäe. 141 Hände lang ging der Zweikampf schließlich, dann konnte Andre über den Sieg jubeln. Mit ging Sam all-in und Andre callte mit . Das Board und Andre Lettau war der Sieger der 100. EPT.

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Place Name Country Status Prize  
1 Andre Leattau Germany PokerStars player € 1.261.000 € 794.058
2 Samuel Phillips Mexico PokerStars qualifier € 709.000 € 1.021.275
3 Hossein Ensan Germany Live Satellite € 498.000 € 652.667
4 Andrea Dato Italy € 362.000
5 Andrey Shatilov Russia PokerStars player € 286.600
6 Kiryl Radzivonau Belarus PokerStars player € 224.500
7 Ji Zhang Germany   € 171.600
8 Slaven Popov Bulgaria PokerStars player € 121.300

 

 

 


63 Comments
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Isi
5 Jahre zuvor

Sind die Gewinne Steuerfrei ?

Isi
5 Jahre zuvor

Oder müssen Steuern bezahlt werden ?

Kristallrainer
5 Jahre zuvor

Was ein shitstorm.

schlechter Spieler
5 Jahre zuvor

Charaktere sind verschieden. Lettau war weder gemein, noch frech, noch sonst etwas – nur extrovertierter. Ich persönlich finde das nicht schlimm, Pokern lebt auch sehr viel von Psychologie.

Was ich persönlich selber nicht unbedingt gut finde ist wenn Spieler (und es machen mittlerweile viele) mit Flip Flops, Trainingshosen usw. im Casino sitzen. Das kann ich daheim mit dem Laptop von der Couch aus machen, aber zur Pokeretikette sollte doch zumindest halbwegs festes Schuhwerk, eine lange Hose und einen halbwegses Oberteil gehören.

Aber ich bin halt alte Schule. Sorry! 🙂

FIFTY
5 Jahre zuvor

Jeder weiß das sie alle kiffen und sich die Nase zuballern – ob sie ole oder sonst wie aus Amerika heißen

Vor Ort bekommt man alles mit wie die in ihren Grüppchen da stehen und die Spliffs wegsuchten

Das ist ja auch kein Ding – die Herren sind erwachsen

Aber ich würde es nicht Neid nennen nur weil man sich sagt das Verhalten von André war einfach überzogen und er war einfach voll drauf – da könnt ihr sagen was ihr wollt

Im Endeffekt war es seine Entscheidung, und er hat gewonnen und dass haben wir alle nicht

Ich möchte nicht sagen „mach weiter so“ aber ich schließe mich meinem Vorredner an und sage „mach was draus“ und vergiss nicht wie schnelllebig das Business ist und leg was zur Seite

Ich hätte es trotzdem Sam mehr gegönnt – die lay downs waren teilweise sehr sehr nice

Dafür hatte André die besseren calls und am Ende mehr kartenglück

Und würde er nicht so polarisieren wegen der deal Verhandlung und seinen wahrscheinlich Drogen bedingten verhalten würde keiner darüber reden

Und nochwas:

Der unsympathischste EPT Gewinner ist und bleibt der Typ mit dem Angel Shoot – ich glaube Freitez ?!

knower
5 Jahre zuvor

als tipp: schaut den englischen stream, generell viel informativer wegen der besseren kommentatoren.

lettaus direkter gegner panka beispielsweise sagte, lettau hätte einige tells und sei nach ein paar stunden am tisch mehr oder weniger lesbar – zumindest für ihn.

lettau war sicher mit manchen aktionen (kein handshake, railfetisch, umgang mit hossein beim deal usw.) voll daneben, trotzdem war er einer der besseren – luck hin oder her. der ami hätte es dennoch genauso verdient…

und stimme zu, dass er beim pokertoday interview abgefuckt hat. obwohl ich keine ahnung habe wie’s ist, ne ept zu gewinnen und was das so auslöst…

ob drogen oder nicht, interessiert hier nicht. bin auch gerade stoned, was solls… sollen die koks, adderall, ritalin oder was weiss ich nehmen, um den fokus zu schärfen. sich mehr oder weniger fit halten, vor allem an grossen live turnieren, geht auch und zahlt sich auch im „realen“ leben mehr aus, denke ich. aber eins ist klar: egal ob er am ft drauf war oder nicht, er gibt sich was. pure erfahrung…

na ja, was den ft angeht, fand ich persönlich das niveau nicht wirklich berauschend… obwohl mit dem italiener immerhin noch ein wpt sieger dabei war. der hat sich bei den tiefen stacks zumindest easy in die höheren geldränge gefolded

FIFTY
5 Jahre zuvor

@knower

Ja mit Pato hast du recht

Souverän vierter geworden nur durch zuschauen

Da hat man die Routine gesehen

Busta Keaton
5 Jahre zuvor

Andre sicher etwas over the top, und die Kleidung, naja.
Aber unterhaltsam war’s und ich fand Andre gar nicht so unsympatisch. Guckt/hört einfach mal genauer hin (und vor allem nicht so bierernst!).

An die Hater hier: Get a life.

AP
5 Jahre zuvor

Fifty, was bist Du denn für ein Vogel? Tust so gönnerisch-weise, behauptest indirekt, dass Du in Barcelona warst – hast aber offenbar nix gerissen, dass Du Dich hier über Drogenkonsum auslassen musst, anstatt Dich auf Dich selbst und Deine Erfolge/Misserfolge zu konzentrieren. Alles nur versteckter Neid.

Und ja: Busta Keaton bringt es auf den Punkt: Get a life, Leute.

pffff...
5 Jahre zuvor

Mit Marie un Anna pokert es sich besser. Öffentlich kann ich nicht sagen. Aber denke ich da auch.

FIFTY
5 Jahre zuvor

@AP

Ich kenn dich nicht – du mich nicht

Beleidigen lassen muss ich mich auch nicht

Ich bin kein Spieler sondern bin halt mit dabei
Deshalb gibt es nur Misserfolge / Erfolge in Bezug auf wieviele Drinks hab ich geschafft bevor die Sinne aufgeht

Und ich kritisiere hier niemanden wegen seiner Entscheidung D zu konsumieren. Wer im Glashaus sitzt und so weiter. Aber ich lass mir sicher nicht von einer unbekannten Person die Meinung verbieten. Ich kann nur sagen was ich weiß, was ich gesehen habe und wenn ich der Meinung bin sein Verhalten war peinlich dann ist das so

Das hat schließlich nichts mit meinem Respekt vor seinem Spiel zu tun

Und wer würde nicht gern 1.000.000 nehmen für 5 Tage Arbeit ? Aber das hat dann immernoch nichts mit Neid zu tun

Meinung ist Meinung, da kannst du labern bis du lustig wirst du Kasper

Guter Spieler
5 Jahre zuvor

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