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Aus 2 mach 1?

In der Online-Pokerwelt gibt es immer viele Gerüchte und Spekulationen. Offenbar steckt aber doch viel Wahrheit dahinter, dass Cryptologic und PartyGaming (inkl. PartyPoker) über eine Kooperation oder sogar Fusion diskutieren.

Die Hochzeiten von PartyPoker sind vorbei, lange schon kämpft man vergeblich gegen die Vormachtstellung von PokerStars und Full Tilt Poker. Seit dem Inkrafttreten des Unlawful Internet Gambling Enforcement Acts (UIGEA) und dem daraus resultierenden Rückzug von PartyPoker aus den USA ist der Online-Room im freien Fall. Software-Update und Redesign waren längst überfällig und entpuppen sich auch nicht als Retter in der Not. Auch Cryptologic muss Rückschläge hinnehmen. William Hill Poker hat das Netzwerk gewechselt, das Online-Angebot der World Poker Tour wird Mitte November enden.

Die beiden Leidensgenossen denken nun laut darüber nach, ob es nicht besser wäre, in Sachen Online-Poker zu kooperieren. In Europa ist PartyPoker noch immer vorne mit dabei, Cryptologic kann sich in asiatischen Gefilden gut behaupten. Was läge da näher, als dass die beiden Anbieter gemeinsame Sache machen.

Von einer Hochzeit ist man aber noch weit entfernt. Mit Sicherheit wird vor allem PartyPoker versuchen, aus eigener Kraft aus der Misere zu kommen. Doch wenn eine Aktie statt $40 nur noch $8,50 wert ist, dann muss etwas passieren. Vielleicht wirkt sich der Redesign doch noch positiv auf die Zahlen aus. Oder man probiert es ganz einfach mal mit simpler Öffentlichkeitsarbeit. Davon merkt man bei PartyPoker nämlich nur sehr wenig. Ab und zu in einem Londoner TV-Studio eine Produktion oder einmal im Jahr auf Kreuzfahrt zu gehen, wirkt fast stümperhaft im Vergleich zu einer European Poker Tour von PokerStars oder einer Million Euro Challenge von Full Tilt (abgesehen von der katastrophalen Organisation). Die beiden Marktführer zeigen sich sichtlich erfinderischer, was den Kundenfang betrifft. Und vielleicht erwacht auch PartyPoker noch einmal aus dem Dornröschenschlaf und steigt vom hohen Ross. Zu hoffen ist es, denn schließlich hat doch fast jeder, der länger als fünf Jahre Poker spielt, seine Online-Karriere auf PartyPoker gestartet und hofft wehmütig auf Anreize, die zu einer Rückkehr einladen.


1 Kommentar
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Robbie Quo
12 Jahre zuvor

….party poker spieler erhebt euch und organisiert demos. der hinweis auf mehr aktion in deutschland und westeuropa ist sehr entscheidend. wann immer man solche gespräche führt unter spielern so fragt man sich irgendwann immer warum pp sowas nicht macht. wenn auch sicher nicht solche dimensionen wie bei full tilt erreicht würden aber pp würde heute sicher schon leute aus kult gründen ziehen.
partypoker grüsse robbie