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Betssons Timotheus Grall wird Siebenter bei der GSOP

Dass an einem Finaltisch die besten des Turniers sitzen, ist ein völliger Schwachsinn. Der Bulgare Stefan Genchev spielte nicht nur schlecht, sondern auch noch dumm. Trotzdem belegte er Platz Zwei (!) bei der GSOP in Griechenland.

Aber was ist schon schlechtes Poker? Wenn der Bulgare ein All-in callt, der Gegner sein getroffenes Set Könige zeigt und er selber einen Zweiouter hat und am River seine 10 trifft für die Straße – als er das All-in callte hatte er nichts, gar nichts, nada, nur AQ. Wie das Board dann aussah, kann sich jeder, der ein wenig Ahnung dieses Spieles hat, selbst zusammenreimen. Ungefähr so spielte er sich einen unwahrscheinlichen Stapel an Chips zusammen, zumindest bis zum Finaltisch. Zwischendurch hielt er über 30% der Chips. Aber weil es so lustig, schräg und dumm ist, noch eine Hand des Bulgaren – nicht vergessen wir sind am Finaltisch und er hat schon einiges an Chips abgebaut, ist aber trotzdem noch nicht der Short-Stack.

Das Board Jack, 10, 7 bunt, drei Spieler streiten sich um den Pott, darunter unser lustiger Bulgare. Erster Spieler geht all-in, Spieler zwei hat keine Lust auf das folgende Massaker und foldet, unser Bulgare snap-callt mit K 7 einen Spieler, der das Image eines Betonmischers hat, der zeigt nur AK. Im Snap-Call ist er großartig, im Raisen nicht so. Im gesamten Turnier setzte er nur ein einziges mal ein Raise an und nur dreimal foldete er, wenn er in einer Hand war, sonst stures Callen, egal wie das Board war, egal wie hoch die Bet war, egal welche Position – ihn auszuspielen war unmöglich – er callte einfach immer und alles. Board 6, 10, Q – Bulgare callt mit J, 6 ein weiteres All-in und rennt gegen ein getroffenes Set Q – zum Glück für den Glauben an den Pokergott. Selbstverständlich gibt es keinen Gott und den Pokergott schon gar nicht, aber es gibt Gerechtigkeit und die ist kleruslos. Aber vergesst gutes Poker, wenn man einfach alles trifft, dann muss man nicht pokern können.

Sonst ist die spielerische Qualität im Rahmen der Möglichkeiten der, die den Finalttisch spielen. Wenig große Action, jede Menge Folds. Raise ist das, was vergessen wurde – Reraise ist quasi nicht existent. Ein Tipp für jeden, der vom Button ein Raise macht: Fahr zu GSOP! (Qualifier auf ua. Betsson). Ein einziger Deutscher von 30, ist dem Feld geblieben und zwar Timotheus Grall. Er kam als vierter Small-Stack an den Finaltisch und als er nur noch 10 BB hatte pushte er von vorne mit seinem Paar Achter und rannte dummerweise gegen Damen. Am Board dann nur noch Müll und Timo musste sich leider verabschieden. Er zählte auf jeden Fall zu den stärkeren Spielern dieses Finales. Ein hoch sympatischer und guter, sehr tighter Spieler. Immerhin bekam er für seine Bemühungen € 12.626 für seinen siebenten Platz. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass er das Ticket über Betsson und die PokerBuLi gefreerollt hat.

Der Rest der Geschichte des Finaltisches ist für unsere Interessen wohl eher unbedeutend. Aber weil alles seine Ordnung haben muss hier noch das Endergebnis.

1.Sergio Marti Aguilar € 78,447
2.Stefan Genchev € 50,512
3.De Lima Carvalho € 35,588
4.Ally Squire € 27,552
5.George Tzimas € 20,664
6.Stylianos Pantelakis € 16,072
7.Timotheus Grall € 12,628
8.Anders Vind € 10,523
9.Dimitrios Vlahos € 8,801

Es gibt sie also doch, die Turniere mit netter Struktur, angenehmen Mitspielern und einem gemischten Feld zwischen ganz schlecht und extrem gut. Zu Zeiten in denen überall ein Skandal gesucht wird, soll man nicht vergessen das es auch noch Turniere gibt, bei denen alles korrekt und ordentlich abläuft und die GSOP ist eines von denen.


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