News

„BEUTE GEBEN UND AUGEN ZU!“ – Der Überfall EPT Berlin


Wir haben uns länger Gedanken gemacht, ob wir dieses Interview überhaupt veröffentlichen sollen. Einerseits wird da über den Raubüberfall gesprochen als sei das ein normaler Brotberuf, andererseits wird in allen anderen Medien das Einschreiten des Sicherheitsmannes einseitig und unkritisch besprochen und dem wollten wir eine andere und durchaus qualifizierte Meinung entgegenstellen. Wir alle wünschen uns, dass es nie zu einer vergleichbaren Situation kommt, aber für den Fall brauchen wir Security, die mehr vernunftorientiert agiert und Leib und Leben der Menschen zu schützen muss immer das oberste und einzige Ziel sein.  Helden gefährden sich und andere und ein zweites Berlin soll und darf es es nicht mehr geben.  Lesen Sie dazu das folgende Interview. Götz Schrage traf sich mit einem einschlägig Vorbestraften um einmal die Sicht der “anderen Seite” zu analysieren.

Götz Schrage :“Du hast den Raubüberfall in Berlin sicher aufmerksam verfolgt. Was kommen da für Gefühle auf? Wärest du da gern dabei gewesen?”

Franco: “Gott behüte nein. Mit den Stümpern auf einem Raub. Pfui Teufel.
Dann noch ein geisteskranken Security, der den Helden spielen will – nie im Leben und überhaupt bin ich jetzt brav geworden wie du weißt.”

G.S: „Gratulation. Gute Entscheidung mit dem brav sein. Wir wollen ja nicht wieder zehn Jahre auf dich warten müssen. Aber was war so stümperhaft in deinen Augen?”.

Franco:”Acht Jahre und sieben Monate waren es exakt und das war lang genug”.

G.S:”Korrigiere mich – warum waren die Amateure?”

Franco: “Alles von vorne bis hinten eine einzige Improvisation. Bei einem Raub darf vom Start weg keine Diskussion über die Stärkeverhältnisse aufkommen. Die ganzen Securitys und alle, die zufällig vor Ort sind müssen einsehen, da gibt’s Null Chance. Klare Verhältnisse sind übrigens für alle vor Ort das Beste. Dann wird niemand verletzt und alles ist rasch vorbei-“

G.S:”Rasch vorbei war es ja und…”

Franco unterbricht mich:”Nicht rasch genug scheinbar für den Jungen mit dem Schwert (Machete – Anmerkung der Red.). Ist doch logisch, bei so einem Raub brauchst du mindestens fünf Leute. Der “Schmierer” steht unten und gibt Warnung wenn was Unvorhergesehnes passiert. Zwei weitere gehen mit nach oben und sichern den wichtigsten Mann im Team ab – den Beuteträger. Weil wenn man schon so einen Stunt versucht, muss man die ganze Kohle abgreifen und der mit der Beute in Hand ist ja angreifbar und genau das ist ja auch passiert.”

G.S:”Aber so war es ja offenbar geplant. Einer mit Revolver und einer mit Machete und einer, der …..”

Franco unterbricht mich wieder: “Ja aber was nutzt dass, wenn der mit dem Schwert (=Machete) zuerst abhaut. Das hat die Jungs € 500 000 gekostet der Schwachsinn, weil nur deshalb hat der Securitymann den Beuteträger angreifen können.”

G.S ”Immerhin ist der mit dem “Schwert” aber zurück gekommen.”

Franco:”Und genau deswegen wissen wir auch, dass das absolute Stümper waren. Hast du dir den Film bei Hochgepokert genau angesehen? Eine Machete ist zwar sowohl ein Stichwaffe wie auch eine Hiebwaffe. Nur als Stichwaffe ist sie viel effizienter. Jeder, wirklich jeder geht unwillkürlich nach hinten wenn du damit ein Stichbewegung andeutest.

Der Junge verwendet sie wie eine reine Hiebwaffe, dann soll er sich einen Baseballschläger mitnehmen. Bei einem Hieb bist du immer in Gefahr aus dem Gleichgewicht zu geraten und wirst angreifbar. Bei einer angedeuteten Stichbewegung bleibst du mit beiden Beinen fest am Boden stehe. Ein gutes Werkzeug wenn man damit umgehen kann.

Aber noch einmal zum Ablauf, wenn sich Profis an so eine Sache wagen. Erst wird die Beute gegriffen, dann werden die Sicherheitsleute im Schach gehalten, damit der Beuteträger hinter den Bewaffneten abziehen kann und erst dann geht es für die anderen auf  die Flucht. Unten ist dann der fünfte Mann in der Fluchtkarre, wenn er noch da ist.”

“Geisteskranker oder Held – da ist nicht viel dazwischen“

G.S:”Eines verstehe ich jetzt aber nicht. Einerseits stellst die Täter her wie Hühnerdiebe die sich in ein Casino verirrt haben und danach betteln überwältigt zu werden um von ihrer Dummheit erlöst zu werden, andererseits wirfst du dem Security-Mann genau das vor und nennst ihn wörtlich einen “Geisteskranken”. Es gibt viele die halten ihn für einen Helden.”

Franco: “Geisteskranker oder Held – da ist nicht viel dazwischen. Und mutig ist der Junge und ein Herz hat er auch. Nur du darfst eines nicht vergessen, wir haben jetzt Gelegenheit nachzudenken und uns die Filme vom Tathergang mehrfach anzusehen. Der Security-Mann musste in der Sekunde entscheiden und eben in der Sekunde war die Faktenlage eine andere und niemals hätte er auch nur versuchen dürfen dem Täter den Revolver aus der Hand zu schlagen beziehungsweise den Beuteträger festzuhalten. Das war Wahnsinn und hätte ganz leicht ganz schlimm enden können.”

G.S:”Ist es aber nicht und vielleicht hat der Securitymann einfach auf Grund seiner unbestrittenen langjährigen Erfahrung so entschieden und das Richtige gemacht.”

Franco:”Nicht bös sein Götz, aber den Schwachsinn glaubst du sicher selber nicht. Sonst habe ich ja durchaus Respekt vor dir aber so eine dumme Frage!

Du erzählt mir ja auch langweilige Pokergeschichten mit Prozenten und wie viele Prozente du gehabt hast und dein Gegner hat aber dann das Geld. Dieser ganze Pokerscheißdreck halt den ich nicht verstehe und nicht verstehen will. ABER glaube mir das die “Prozente” auf Blutbad schnellen gewaltig in die Höhe wenn der Securitymann einen bewaffneten Täter angreift.

Wenn er den Helden spielen will soll er ins Bierzelt raufen gehen, aber im Dienst darf er nichts riskieren und wenn ein bewaffneter Täter weg war und mit einem Messer schwenkend wieder zurück kommt, dann läuft gewaltig was schief. Bei mir würde der Arsch von dem Idioten in der geweihten Erde verfaulen und…”

G.S unterbricht:”Franco! Könntest du vielleicht ein bisschen weniger schreien und ich muss die Fragen stellen, von denen ich ausgehe, dass sie unsere Leser interessieren. Wir sind hier bei keiner Fachtagung für Gewaltdelikte und ich will auch nicht das der Eindruck entsteht wir wollen hier für Nachahmungstäter einen Schnellkurs machen in vier Lektionen. Also sachlich bleiben, wohin soll es gehen? Was sollen die Veranstalter beachten? Sind bewaffnete Security-Leute eine Lösung oder was schlägst du vor?”

„Schusswaffen auf beiden Seiten sind das Dümmste“

Franco:”Bewaffnete Sicherheitsleute, das muss man differenziert sehen. Desto mehr Abschreckung desto geringer ist die Gefahr, dass solche Hühnerdiebe wie in Berlin auf Ideen kommen. Wenn die jetzt sehe, da gibt es in Zukunft mehr Widerstand und so Fehler, dass angeblich zwei Sicherheitsleute Essen waren bevor das Geld im Haupttresor war, werden sicher nicht mehr vorkommen nehme ich an. – Insofern macht aufrüsten Sinn. Aber aufrüsten heißt in erster Linie aufrüsten im Kopf. Man muss das System verbessern, nicht noch wenig ausgebildeten Leuten Waffen in die Hand drücken.”

G.S:”Aufrüsten im Kopf gefällt mir, aber erläutere das ein wenig.”

Franco:”Schau es geht um den Faktor Zeit. Die Zeit ist der größte Feind der Täter und der größte Verbündete der Veranstalter. Alles was die magischen drei Minuten, die man halbwegs ungestört zu Gange sein kann in der Regel deutlich verlängert erschwert den ganzen möglichen Raub dermaßen, dass man damit die Sicherheit entscheidend erhöht.

Schusswaffen auf beiden Seiten sind das Dümmste. Schusswaffen bedeuten es gibt einen möglichen Schusswechsel. Geld kann man auch als Veranstalter neues verdienen. Aber ein Toter ist tot und das braucht niemand.

G.S:”Vorschläge zum “Faktor Zeit”? Beziehungsweise was kann man akut ändern?”

Franco: “Was nie wieder passieren darf ist das man eine Minute in ein Hotel spazieren kann und vor einer Million in bar steht. Da ist es auch egal ob alle Sicherheitsleute da sind oder essen oder am Klo. Wenn die richtigen Leute kommen nutzt das gar nichts. Der Weg zum Geld muss ein Hürdenlauf sein. Eine lange Wegstrecke, viele Treppen und viele Kameras das macht Stress für die Täter. Wenn eine Veranstaltung im ersten Stock ist, mache ich die Kasse im 20. Stock und Sicherheitsleute auf einem Haufen ist auch sinnlos, die kann ich dann gemeinsam in die Bedrohung nehmen. Das Geld weit weg und die Sicherheitsleute verteilt und das Ganze wird sehr unattraktiv und gefährlich für mögliche Nachahmungstäter.”

G.S:”Ich danke für das Interview. Am Ende ist es doch noch recht konstruktiv geworden und vielleicht konntest du mit deiner Erfahrung doch ein wenig Hilfestellung geben.”

Franco:”Gern geschehen, aber eines noch. Lesen auch die Sicherheitsleute von deinen Casinos deine Seite, weil ich hätte da noch ein persönliches Anliegen.”

„Beute geben und Augen zu“

G.S: “Nur zu, ich glaube sogar, dass der Securitymann mitliest, den du als “Geisteskranken” bezeichnet hast.”

Franco:”Na gut, dass möchte ich ihm sagen, dass er definitiv ein mutiges Herz und das hat meinen Respekt. Beruflich verstehe ich nicht was er gemacht hat, aber ich freue mich aufrichtig, dass ihm nichts passiert ist. Jeder macht einmal einen Fehler und für die Zukunft sollte er nie vergessen wofür er eigentlich da ist, nämlich die Sicherheit der Spieler zu garantieren. Wenn er kämpfen will und sein Leben riskieren, kann er das tun, aber niemals mehr das Leben riskieren, derer auf die er aufpassen soll.

Und zu meinen generellen Gedanken und das kann ein wenig länger werden. Du weißt, mich haben sie wegen Mord verurteilt, obwohl ich das als Notwehr sehe und ich bin mit den härtesten Jungs auf der Zelle gesessen. Und wenn ich da an manche zurückdenke mit welcher Härte und Todesverachtung die so eine Sache durchziehen würden wird mir ganz Angst und  Bange.

Wenn Schwerkriminelle mit einschlägigen Vorstrafen in so was rein marschieren, dann wollen sie nur dass Geld und schnell wieder weg. Das kann ich dir garantieren, die wollen keine Unruhe. Aber gerade wegen der einschlägigen Vorstrafen ist das Ganze so brisant. Für einen Fünfzigjährigen Schwerkriminellen sind die 18 Jahre, die ihm drohen, gefühlt wie lebenslang. Da gilt der Satz, lieber im Stehen sterben als auf den Knien leben und die meinen das auch so. Mit Waffen aufrüsten ist der falsche Weg. Macht es schwer, macht es unattraktiv, steigt auf alternative Zahlungsmittel um in Richtung bargeldlos. Aber wenn es mal passiert, dass ein paar Strumpfmasken vor euch stehen, Beute geben und Augen zu. Geld gibt es genug auf der Welt, aber jedes Leben ist einzigartig und ich weiß wovon ich da spreche.”

Götz Schrage:”Franco, ich danke dir für das Gespräch.”

32 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Sky
10 Jahre zuvor

„Mit Waffen aufrüsten ist der falsche Weg.“

LOL, in manchen Ländern wäre es nicht möglich gewesen, dass 4 semiprofessionelle Kollegen aus dem bekannten Milieu das hätten durchziehen können. In D ist ja gerade die allgemeine Schissigkeit das Problem.
BTW, warum haben die 4 Burschen die Sache eigentlich nicht durchgezogen?

LukasB
10 Jahre zuvor

Beeindruckendes Interview!
Hoffe die Veranstalter kriegen irgendwie was davon mit, vorallem den zeitfaktor!

tilllateRM
10 Jahre zuvor

„Macht es schwer, macht es unattraktiv, steigt auf alternative Zahlungsmittel um in Richtung bargeldlos. Aber wenn es mal passiert, dass ein paar Strumpfmasken vor euch stehen, Beute geben und Augen zu. Geld gibt es genug auf der Welt, aber jedes Leben ist einzigartig und ich weiß wovon ich da spreche.”

eine aussage die ich so wie sie da steht unterschreibe…vom anfang bis zum ende…wenn es schon eine von pokerstars gesponserte veranstaltung ist, dann sollte man auch mit seinem pokerstars account zahlen können…dazu vllt noch EC Karte und gut ist…das muss reichen und das thema bargeldraub ist aus der welt…

der Allwissende
10 Jahre zuvor

Wie auf der WSOP 10 Bullen mit Knarren hin und Ruhe ist im Karton. Und wenn richtige Gangster kommen, kriegen die Bullen eins auf die Kappe. Win – Win Situation.

Geraistos
10 Jahre zuvor

Das ist es ja – man kann ja mittels Pokerstars über seinen Account das Buy In bezahlen – doch nur die wenigsten machen es.

Das Interview ist gut, die Punkte, die zur Verbesserung beitragen würde, sind sinnvoll und ich stimme diesen voll zu.

thorsten
10 Jahre zuvor

über pokerstars buy in bezahlen vor ort geht zwar auf „einigen“ Ept`s aber NICHT in deutschland. #deutsches gesetz

burkhard
10 Jahre zuvor

….“Franco“ könnte bestimmt ein super Handbuch „Raubüberfall – aber richtig“ schreiben.

Ich weiss ,ist nicht die Intention des Artikels, aber die Antworten sind klar und logisch die der Mann gibt.

Das „INTALEktuelle“ Zeitschriften wie der „Spiegel“ den „Sicherheitsmann“ als Helden feiern ist schon erschreckend.

Ausserdem mag ich „die Spreche“ von Franco……KLARTEXT…..und hilft zukünftige Veranstaltungen vor derlei Idioten sicherer zu machen

Well done Götz

Sky
10 Jahre zuvor

Wobei Franco, wäre er Sicherheitsmann, immer eine Wumme am Mann hätte, LOL.

Ist alles nur eine Frage der Perspektive.

burkhard
10 Jahre zuvor

@ sky , das wäre aber Hochverrat am Berufsstand und wird unter „Ex“ Kollegen nicht unter Steinigung , Teeren und Federn bestraft glaube ich 😉

chris4t2
10 Jahre zuvor

Wirklich interessant, Götz.
Und als Anregung für zukünftige Veranstaltungen, zumindest in Teilen, gut geeignet.
Eine Frage ergibt sich allerding für mich: Warum haben die großen Agenturen/Redaktionen nicht den Weg gewählt, einen „Franco“ zu befragen?
Trotz interessanter Einsichten in die Denkweise (semi-) professioneller Straftäter, hat das Ganze doch einen Beigeschmack für mich. Kann´s nicht näher beschreiben, viell. weisst Du dennoch, was ich meine.

Grüße,

chris4t2

Smoky
10 Jahre zuvor

Unglaublich, dass man so einem asozialen Verbrecher eine Bühne gibt. Sperrt das Pack weg, und zwar nicht für 2 Wochen wegen schwerer Kindheit, sondern 25 Jahre. Mal sehen ob es dann immer noch zu solchen Verbrechen kommt. Unsere Justiz ist die lächerlichste Weltweit.

Typhoon
10 Jahre zuvor

In einem anderen Beitrag schreibst Du von perfekter Organisation und lobst die Veranstalter in den besten Tönen, offensichtlich war dem ja nicht so!!!! Die Orga war eine Katastrophe. Was stimmt denn nun? Hat da jemand das Fähnchen im Wind?

Sky
10 Jahre zuvor

Sehr gutes Interview natürlich, auch mutig mal die Fachkompetenz zu Wort kommen zu lassen.
Nur, dass der sich vor bewaffneter, gerne auch zivil gekleideter und nicht erkennbarer Security, _nicht_ fürchtet, das glaube ich ihm nicht.
Und selbstverständliches beruhigt bewaffnetes Sicherheitspersonal, frag mal deren Kunden.

Frank_BS_KK
10 Jahre zuvor

@typhoon….das frage ich mich auch

Also hier irgendeinem Knacki mit seinen Pseudoweisheiten eine Bühne zu geben unter dem Deckmantel des „es soll nie wieder vorkommen“ halte ich für fragwürdig und effekthaschend.

Mit ein bisschen Nachdenken kann man die Probleme im Zusammenhang mit „viel Geld an einem Ort“ lösen, ohne irgendwelche Securities mit oder ohne Waffen dabei als Schutzwand zu haben.

Wenn man eine Mio. € offen rumliegen hat, zwei Treppenhäuser in 20 m Entfernung direkt ins Freie führen und dort auch noch Gelegenheiten genug sind, ein Auto unauffällig stehen zu haben,(und man in Berlin, Prag, Budapest, London oder Barcelona ist), dann kann sich jeder ausrechnen, daß so etwas passieren wird. Zum Herausarbeiten der Gegenmaßnahmen braucht man keinen Massenmörder, sondern einen in Geldaufbewahrung ein wenig erfahrenen Menschen, und das Problem ist gelöst.

Mich würde einmal ein Interview mit dem Leiter des REAL-Kaufs in XY interessieren, wie die es schaffen, mehrere Mio. täglich vor Macheten zu schützen. Das wäre professionell!

Insofern führt dieser Beitrag zu nichts ausser daß sich wieder einmal das Bildzeitungsniveau über den Intellekt hebt. OK, kann man machen, muss man aber nicht.

Wer soll aus diesem Beitrag etwas lernen?…????

burkhard
10 Jahre zuvor

@ nur mal so nebenbei

jedes Wochenende werden tausende von Polizisten für irgendwelche Fußballspiele abgestellt. Ist es da zuviel verlangt mal 6 – 7 Ordnungshüter für so eine Pokergrossveranstaltung „abzustellen“ ?

Ich mein ja nur , Prävention vor Ort wäre mit Sichheit billiger gewesen als die kostspielige Fahndung nachher.

burkhard
10 Jahre zuvor

Bei einigen Beiträge denke ich mir immer „Thema verfehlt“.

Niemand hat glaube ich ernsthaft bezweifelt , das bei dem Umgang mit soviel Kohle in der Hotellobby Fehler gemacht worden sind, oder ?

Kern der Sache und Ziel des veröffentliche Interviews ist und war es glaube ich deutlich zu machen, das es sich nicht lohnt für Kohle sich und Andere zu gefährden !!!!!

Um „Nachahmungs – Helden“ die denkweise dieser Leute näher zu bringen war das gut und nützlich.

Ich find das alles andere als Effekthascherei ! Das ist Realität

Sky
10 Jahre zuvor

Insofern führt dieser Beitrag zu nichts ausser daß sich wieder einmal das Bildzeitungsniveau über den Intellekt hebt.

Quatsch. Das war doch vom Feinsten. Ein Mann vom Fach beurteilt sachverständig die Straftat einer Amateurclique aus dem bekannten Berliner Milieu, Intensivtäter mit Migrationshintergrund und so, wobei auf der anderen Seite ebenfalls amateurhaft reagierende und zudem unzureichend zahlreich vertretene „Security“ ihr wachsames Auge auf das Geld anderer hat, LOL.

Franco, der war doch mal in Spanien was, lebt der noch?

schallundrauch
10 Jahre zuvor

Du weißt, mich haben sie wegen Mord verurteilt,, obwohl ich das als Notwehr sehe
—-

cliffnotes plz

prallundschlauch
10 Jahre zuvor

Du weißt, mich haben sie wegen Mord verurteilt, obwohl ich es als Notwehr sehe ist viel besser als Du weißt, mich haben sie wegen Mord verurteilt, obwohl ICH UNSCHULDIG BIN

burkhard
10 Jahre zuvor

grosses Kino, ohne Hintergründe zu kennen einfach mal Zitate verwenden und diese umstricken………ist… ich sehe die Umstände der Tat, die mir die Verurteilung wg. Mordes eingebracht hat, als Notwehr die gleiche Aussage wie ich bin unschuldig ?

Sich über angeblichen Boulevardjournalismus beschweren, selbst aber übelstes Stammtischgeprolle bieten.

nice play prallundschlauch

Sky
10 Jahre zuvor

Bei der Begehung von Straftaten kann der Täter in die Situation geraten sich verteidigen zu müssen und Menschenleben zu riskieren. Kommt es dann zur Verletzung oder gar zum Todesfall, dann ist das Strafrecht bzw. sind dessen Pfleger eher nicht geneigt auf Notwehr zu entscheiden. 🙂

Täte man dementsprechend, also auf Notwehr, entscheiden, dann gäbe es ernsthafte Probleme mit dem Souverän, also dem Volk.

Es kann also gut sein, dass unser Experte zur Sache, äh, rein professionell und auf „nothing personal“-Basis agiert hat.
In diesem Sinne scheint das alles jedenfalls verstanden werden zu können, guter Mann, btw.

burkhard
10 Jahre zuvor

sky, das ist echt anstrengend lol

ich komm nicht umhin dich zu fragen ob du lesen kannst. Ich meine lesen nicht in Form von „filterlosem konvertieren von Buchstaben zu Schallwellen“ – ich meine lesen in Form von Inhalte erfassen.

Deine Ausführungen zu Notwehr haben mich wieder ein Stück weit im deutschen Strafrecht gebildet, aber hat irgendwer (selbst F. anscheinend nicht ) angezweifelt, das er schuldig einer Straftat war ? Aber jemanden, der sich sprachlich nicht so gewählt ausdrücken kann zu unterstellen er hätte mit seiner Ausage eigentlich seine „Unschuld“ vermitteln wollen ist mehr als arm.

Mich stören in dem Interview auch die unterschwelling durchschimmernden Ansichten zu den Vokabeln Respekt, Mut , Stolz , Ehre etc. ……..aber darum geht und ging es doch gar nicht.

Aber überrasch mich mit einem weiteren „ihr seid doch alle doof “ Beitrag btw guter Mann

Sky
10 Jahre zuvor

Naja, du bist halt Deutscher, dann stört dich sowas womöglich. 🙂

Die Strafbarkeit könnte schon OK gewesen sein, no prob.

Aber sich hier über dieses erstklassige Interview aufzuregen?! – Denke mal, dass war die beste Zusammenfassung des Ganzen.

schallundrauch
10 Jahre zuvor

lal, also bei der differenzierung totschlag/notwehr könnte man ja ansetzen, aber Mord und Notwehr sind sowas von zwei verschiedene Stiefel dass ich immer noch gerne die Ausführungen von Falco dazu gelesen hätte 🙂

schallundrauch
10 Jahre zuvor

oder meinetwegen auch franco

chris engeler
10 Jahre zuvor

nun mit bald 20 jahren erfahrung bei der kripo gebe ich nun mal dem kollegen franco der gegenseite recht, macht was die täter sagen und lasst sie ziehen, versucht euch alle details wie signalemente, fluchtrichtung etc. zu merken um möglichst bei der fahndung mitzuhelfen, ich appelliere aber gleichzeitig zu mehr zivilcourage, wenn es darum geht, wenn leib und leben in gefahr ist, dann liebe helden, dann solltet ihr alles geben um die täter von den opfern abzuwenden, schaut nicht hin wie frauen, kinder oder wehrlose opfer von gewalttaten werden, dann müsst ihr gemeisam und sofort eingreifen und die täter in die flucht schlagen
danke franco für deinen beitrag, perfekt anaysiert

Sky
10 Jahre zuvor

Tja, als Verbrechensopfer oder potentieller Helfer hätte man halt schon bessere Chancen, wenn die Kleinpistole am Mann legal wäre.

DENN die Täter sind ohnehin bewaffnet.

Soviel zur Zivilcourage in D.

schlaui
10 Jahre zuvor

gerade im bereich sicherheit setzt man seit jahren auf die erfahrungen von polizei UND ehemaligen straftätern, sehe das interview jez nicht unbedingt als plattform für einen schwerverbrecher!

Für mich absolut unverständlich, dass nach dem raub, die höhe der geraubten summe, fast auf den cent genau veröffentlicht wurde. Der dafür verantwortliche sollte sich schon mal auf hatz4 einstellen. Mann, mann, wie kann man nur so blöd sein und ALLE VERBRECHER der welt aufmerksam machen, wo soviel geld, so leicht „abzuholen“ ist…..

schlaui
10 Jahre zuvor

sorry buchstabe vergessen – natürlich „HARTZIV“