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Black Friday: Brent Beckley nun Berater für Elite Manager

Brent Beckley war eine Schlüsselfigur im Desaster bei Absolute Poker. Der US-Amerikaner wurde jedoch nicht wegen Veruntreuung von Spielegeldern verurteilt, sondern saß im Rahmen des Black Friday im Gefängnis. Trotz der dubiosen Vergangenheit gibt sich Beckley nun als seriöser Geschäftsmann.

Absolute PokerWie Haley Hintze für 4Flush.com berichtet, hat Brent Beckley kürzlich ein Interview für das Utah Business Magazine gegeben. Der Titel „Das Geheimnis für erfolgreiche E-Commerce-Strategie und Zufriedenstellen der Kunden“ hätte nicht unglücklicher gewählt sein können und ist ein Schlag ins Gesicht der ehemaligen Kunden des bankrotten Poker Rooms.

Beckley war als Verantwortlicher bei Absolute Poker nicht nur bei der Vertuschung rund um den Superuser-Skandal beteiligt, sondern führte zusammen mit seinem Stiefbruder Scott Tom das Unternehmen in den Bankrott. Die Umstände um das Aus von Blanca Games, der Firma hinter UltimateBet und AP, wurde nie geklärt.

Im Rahmen der Black Friday Anklagen musste Brent Beckley für 14 Monate ins Gefängnis und eine Geldstrafe zahlen. Beckley, dem ursprünglich bis zu 30 Jahren hinter Gittern drohten, wurde im vergangenen Sommer vorzeitig aus der Haft entlassen. Inzwischen hat Beckley wieder Fuß gefasst und führt mit Beckley & Company eine „Beratungsunternehmen für Elite-Management“.

Die Poker-Community musste schon oft zusehen, wie ehemalige Verantwortliche eines ‚Pleiteunternehmens‘ dreist ihre Rückkehr ins Geschäftsleben feierten. So ist beispielsweise Annie Duke seit neustem eine Entscheidungsfindungs-Expertin und Greg Pierson sowie Jon Karl (beide Ultimate Bet) sind mit Iovation erfolgreiche Partner von PayPal.

Dass die Vergangenheit jemanden einholen kann, zeigte sich dafür bei Paul Leggett. Der ehemalige CEO und COO von AP und UB war zwischenzeitlich Chef der Online Gaming Abteilung der Amaya Gaming Group, musste jedoch das Handtuch werfen da Amaya sich (erfolgreich) um eine Lizenz in New Jersey bemühte.


1 Kommentar
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Knivel
6 Jahre zuvor

Naja, der Typ ist halt ein Fixer. Kein besonders guter, wenn er im Knast saß und vermutlich brauchen die Jungs bald einen anderen PR-Fixer dafür, aber das beweist leider, wie gut vernetzt die sind und wie wenig sich manche um so etwas scheren.
Wird sich wohl aus dem Rampenlicht raushalten müssen, so verunglückt, wie das erste PR-Manöver gelaufen ist 😀

Bei dem Artikel frag ich mich auch, wie zynisch es sein muss, bei Beckley von zufriedenen Kunden zu sprechen, aber sei es drum.
Mal sehen, wie lange es hält. Mal sehen, ob man ihn nicht irgendwann mit Mistgabeln und Fackeln jagt. Und ob er im Knast was gelernt hat …