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Blockiert Chris Ferguson den Full Tilt Poker Deal?

Seit Wochen heißt es Warten auf Neuigkeiten über den Deal zwischen Full Tilt Poker und der Groupe Bernard Tapie. Subjectpoker.com berichtete nun, dass Chris Ferguon offenbar dafür verantwortlich ist, dass die Verhandlungen nicht vom Fleck kommen. Grund dafür sind Geldforderungen über mehrere Millionen Dollar.

Das Full Tilt Konstrukt ist schon ein sehr eigenes. Und wie der Verlauf der Ermittlungen rund um den Black Friday und den Lizenzentzug durch die Alderney Gambling Control Commission ergeben hat, haben vor allem Ray Bitar, Howard Lederer und Chris Ferguson viel Geld für Privatzwecke verwendet. Geld, das eigentlich den Spielern gehört.

Von 2007 bis April 2011 sollen es rund 60 Millionen Dollar gewesen sein, die Ferguson über diverse Konten von Pocket Kings bezahlt bekommen hat. Der Teil davon, nämlich $25.000.000, soll auf Privatkonten von Ferguson geflossen sein. Als am Black Friday die Full Tilt Konten geschlossen wurden, soll Ferguson einen Teil der letzten Zahlungen ($14.300.000) an Full Tilt rücküberwiesen haben. Dieses Geld sollte für die Rückzahlung von Spielergelder verwendet werden. Im Gegenzug dafür wurden ihm Anteile an der neuen Full Tilt Gesellschaft versprochen. Der Deal zwischen der Groupe Bernard Tapie (GBT) und dem Departement of Justice (DOJ) sieht aber vor, dass keiner der ehemaligen Eigentümer von Full Tilt Anteile an der neuen Gesellschaft halten darf. Genau deshalb ist Ferguson nun der Meinung, dass ihm das Geld zurückgezahlt werden muss.

Es klingt wie eine Verhöhnung der Spieler, die seit Monaten auf ihr Geld warten. Im 2+2 Forum wird bereits heftig diskutiert und kommentiert. Dabei geraten vor allem Ray Bitar, Chris Ferguson und Howard Lederer ins Kreuzfeuer der Kritik. Andere Full Tilt Pros wie Phil Ivey, Patrik Antonius, Tom Dwan oder auch Gus Hansen haben mehrfach versichert, dass sie zwar Geld vom Unternehmen bekommen hätten, aber niemals mit den Firmengeschäften betraut waren. Genau deshalb ist die Community auch geneigt, ihnen keine Vorwürfe zu machen. Ganz anders ist es da eben bei Ray Bitar, Chris Ferguson und Howard Lederer, bei denen man mittlerweile zur Überzeugung kommt, dass sie sich auf Kosten der Spieler bereichert haben.

Es scheint so, als wäre ein Ende des Full Tilt Desasters nicht absehbar. Zahlreiche Klagen von Spielern und die Verfahren mit den ehemaligen Anteilseignern wie eben Chris Ferguson warten auf Entscheidungen und die Spieler warten weiterhin auf ihr Geld. Im Oktober hatte sich die GBT mit dem DOJ über die Rückzahlung der Spielergelder geeinigt, doch seitdem gibt es keine Neuigkeiten. Und so wie es aussieht, wird das Warten noch länger dauern. Die Alderney Gambling Control Commission hat einmal mehr die Empfehlung ausgesprochen dass sich geschädigte Spieler an die Polizei wenden und Anzeige erstatten sollen.


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