Boyle International Poker Open (IPO) 2009
Endlich war es wieder soweit und am vergangenen Wochenende startete die IPO in Dublin in ihre dritte Auflage. Stephen Mc Lean von Pokerireland hatte vor drei Jahren die, damals ziemlich verrückte Idee, ein Event mit High-Roller Struktur (10.000 Startchips und flache 45 min. Level) zum Low-Roller Preis ($250) anzubieten.
Endlich war es wieder soweit und am vergangenen Wochenende startete die IPO in Dublin in ihre dritte Auflage. Stephen Mc Lean von Pokerireland hatte vor drei Jahren die, damals ziemlich verrückte Idee, ein Event mit High-Roller Struktur (10.000 Startchips und flache 45 min. Level) zum Low-Roller Preis ($250) anzubieten.
Heute ist dieser Ansatz gar nicht mehr so ungewöhnlich und ist auf immer mehr Events zu finden – aber die IPO bleibt trotzdem etwas besonderes. Vor allem auch, weil man es jedes Jahr wieder schaft die größten Teilnehmerfelder in Europa nach Dublin zu bringen. 2007 war man mit dem ersten Rekord mit knapp über 1.000 gestartet. Letztes Jahr waren es schon 1.300 und in diesem Jahr gingen sagenhafte 1.440 Pokerspieler aus ganz Europa an zwei Spieltagen an den Start. Dank eines Add-On’s von Boylepoker wurde um einen Preispool von insgesamt $350.000 gespielt. Im Teilnehmerfeld auch so bekannte Namen wie Andy Black, Padraig Parkinson, Jesse May, Maria Demetriou und der WSOP Main-Event Gewinner von 1999 Noel Furlong.

Stephen und sein Team hatten sich auch diesmal wieder richtig ins Zeug gelegt und im Conference-Center des Regency Airport Hotels einen Pokerraum gezaubert in dem es einfach Spaß machte zu spielen. Mit Bühne und TV-Tisch fühlte man sich fast so, als würde man die EPT oder WSOP spielen. Auch organisatorisch hat man einen gewaltigen Sprung gemacht und die teilweise etwas chaotischen Verhältnisse des ersten Jahres sind klaren Strukturen gewichen.
Nur mit den verwendeten Chips hatte man dieses Jahr etwas daneben gegriffen. Dunkelblaue 500er und Schwarze 5.000er Chips sind ein absolutes No-Go! Schmerzlich musste dies ein Gegner von Padraig Parkinson feststellen. Padraig callte mit 99 das All-In seines Gegners in der Annahme, dass dieser nur noch 500er Chips hatte. Tatsächlich waren der Stack aber deutlich größer. Sein Gegner freute sich und zeigte Asse. Padraigs Kommentar dazu: “Kein Problem. Mit 99 hab ich noch nie verloren”. Eine Neun im Flop sorgte dafür, dass seine Statistik auch weiterhin makellos blieb.
Für mich selber war diesmal nicht viel zu holen da ich das ganze Wochenende über ziemlich Kartentot war. Daher war dann am Tag 1A auch bereits nach etwa vier Stunden leider schon das Ende meiner IPO 2009 erreicht. Am Abend gab es dann ein Wiedersehen mit Silke Burghardt und Thomas S. aus München. Beim traditionellen Guinness wurden Pokergeschichten ausgetauscht und beide bekamen noch die letzten Tipps für ihren Start am Spieltag 1B. Leider sollte es auch für Silke trotz eines guten Starts diesmal nicht reichen.
Dafür konnte Thomas die Ehre der Münchner retten. In einer wahren Achterbahnfahrt die ihn von seinem 10.000er Startstack bis hinunter auf 2.000 Chips führte ging es dann auch wieder rauf auf fast 80.000 Chips zum Ende des Spieltages. Damit lag er etwa im Durchschnitt und am Finaltag musste nur noch einer der 151 verbliebenen Spieler gehen um die Bubble zum Platzen zu bringen. Wie erwartet dauerte das gerade einmal ein paar Minuten und mit Marty Smyth (der mit nur noch 12.500 Chips in Tag 2 gegangen war) musste sich eine der lokalen irischen Pokergrößen als Bubble Boy verabschieden.
Für Thomas lief es dagegen am Anfang mehr als gut. Seine Tischauslosung war perfekt und bis zum Tischwechsel konnte er dann auch seinen Tisch nach belieben dominieren. Dementsprechend ging es für ihn rauf bis auf 350.000 Chips. In der Zwischenzeit verabschiedeten sich die Spieler reihenweise aus dem Turnier. Aber auch für Thomas war dann leider früher als erhofft Schluss. Er musste sich mit Platz 50 und einem Preisgeld von €700 begnügen als sein Push mit AJs für 250.000 (bei Blinds von 8.000 / 16.000 Ante 1.000) von AK gecallt wurde. Zu dieser Zeit hatte Rupinder Bedi, der Chipleader der beiden Starttage, bereits über eine Million Chips. Aber auch für ihn war das Turnier noch vor dem Finaltisch auf Platz 11 beendet.

1 Markus Sippe $62.250
2 Jay Renehan $47.490
3 Mark Troy $33.208
4 Cat O’Neill $24.736
5 Gary Cavazza $19.425
6 Colin Rutherford $16.187
7 Stephen Egan $12.950
8 Sean Venny $9.712
9 Martin Dunne $6.335

Denn meisten hat es jedenfalls gefallen und sie werden nächstes Jahr sicher wiederkommen. Neuen Teilnehmerrekorden steht daher für 2010 wohl nichts im Wege. Und auch die Partnerschaft zwischen Pokerireland und Boyle scheint im zweiten Jahr der Zusammenarbeit mehr als gut funktioniert zu haben.

Eine ganz persönliche Empfehlung von mir ist allerdings die von Green Joker Poker veranstaltete “European Deepstack Poker Championships” vom 04.-07.02.2010. Michael Lacey und sein Team haben hier vor zwei Jahren ebenfalls ein wunderbares Pokerevent ins Leben gerufen. Derzeit gibt es noch keine genauen Details zum Turnierplan – aber jeder der Deepstack Poker liebt sollte sich diesen Termin unbedingt schon mal vormerken.
