Trotz privater Herausforderungen hat Brek Schutten beim Main Event der World Series of Poker Circuit im Horseshoe Hammond einen weiteren Karrieremeilenstein erreicht. Für seinen Sieg im $1.700 No-Limit Hold’em-Turnier sicherte sich der erfahrene Turnierspieler ein Preisgeld von 185.594 US-Dollar, einen goldenen WSOP-Circuit-Ring sowie ein WSOP Paradise-Paket für die Bahamas.
Familiäre Umstände beinahe spielentscheidend
Fast hätte Schutten auf die Teilnahme an Tag 2 verzichten müssen. Der Grund war ein medizinischer Notfall in seiner Familie: Seine Ehefrau musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nachdem sich ihr Zustand jedoch stabilisierte, entschied sich der Spieler aus Michigan, das Turnier fortzusetzen. Gegenüber Poker.Org äußerte er im Anschluss an seinen Triumph: „Ich bin einfach nur froh, bald wieder bei ihr zu sein. Gott hat mir die Fähigkeit gegeben, Poker zu spielen und für meine Familie zu sorgen – deshalb bin ich dankbar, hierherkommen und ein Turnier gewinnen zu können.“
Schutten, der unter anderem als Intensivpfleger tätig war und bereits zwei WSOP-Bracelets sowie einen Titel bei der World Poker Tour gewonnen hat, erhöhte mit seinem jüngsten Erfolg seine kumulierten Live-Turnier-Gewinne auf knapp 6,6 Millionen Dollar.
Routiniert zum Sieg am Finaltisch
Das Turnier zog 622 Teilnehmer an und erreichte damit das garantierte Preisgeld von w einer Million US-Dollar. Insgesamt wurden drei Starttage angeboten, wobei die besten 62 Spieler ins Geld kamen. Schutten begann das Finale der letzten sechs mit einem deutlichen Chiplead, erlebte jedoch früh Rückschläge. Brian Craig verdoppelte direkt im ersten größeren Pot gegen ihn, was für einige Unruhe sorgte.
Doch Schutten behauptete sich und eliminierte unter anderem Natan Lidukhover auf Platz 5 sowie Brian London auf dem vierten Rang. Nachdem Craig sich gegen Merritt Kuhn – am Ende Dritter – durchsetzen konnte, ging dieser mit einem 2:1-Chiplückstand in das Heads-up gegen Schutten.
Die Entscheidung fiel schnell: In der einzigen All-in-Situation während des Heads-ups stellte Craig seine verbliebenen 6,3 Millionen Chips mit Pocket-Fünfern in die Mitte. Schutten callte mit Pocket-Zehnern vom Button. Das Board brachte mit K♣ 10♦ 2♦ 3♣ 5♦ eine Set-über-Set-Situation zugunsten von Schutten – das Turnier war entschieden. Für Craig bedeutete der zweite Platz das höchste Ergebnis seiner bisherigen Karriere mit einem Preisgeld von 123.721 Dollar.
Schutten hob nach dem Turnier insbesondere die Bedeutung familiärer Unterstützung hervor: „Danke an meine Eltern, meinen Schwiegervater, die sich um meine Frau und unsere Kinder gekümmert haben. Ohne diese Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen.“
Übersicht der Finalisten
Das Finale wurde von Spielern aus verschiedenen Regionen Nordamerikas bestritten. Hier die Auszahlung für die letzten neun:
- Brek Schutten – 185.594 $
- Brian Craig – 123.721 $
- Merritt Kuhn – 84.264 $
- Brian Landon – 58.628 $
- Natan Lidukhover – 41.691 $
- Andrew Brinkley – 30.315 $
- Arnestas Armonas – 22.551 $
- Sung Kim – 17.172 $
- Jorge Galarza – 12.391 $
Mit dem Sieg beim WSOP Circuit Horseshoe Hammond festigte Schutten einmal mehr seine Position unter den konstant erfolgreichen Turnierspielern der US-amerikanischen Pokerszene. Dabei zeigte er nicht nur spielerisches Können, sondern auch mentale Stärke in einer alles andere als leichten persönlichen Situation.
