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Caesars Palace: Ermittlungen wegen Verdacht auf Geldwäsche

Der Caesars Palace in Las Vegas ist im Visier der Ermittler. Wie Caesars Entertainment gegenüber der Börsenaufsichtsbehörde angab, hegt das Finanzministerium den Verdacht, dass im Casino Gelder gewaschen wurden.

Am 11. Oktober erhielt Desert Palace Inc., die Firma hinter dem Caesars Palace, ein Schreiben der Financial Crimes Enforcement Network. Die Abteilung des U.S. Department of the Treasury wirft dem Casino vor, gegen den Bank Secrecy Act of 1970 verstoßen zu haben.

Der Mutterkonzern Caesars Entertainment gab nun gegenüber der Securities and Exchange Commission (SEC) an, dass dem Casino Geldwäsche vorgeworfen wird. Sprecher des Unternehmens wollten den Fall nicht weiter kommentieren.

Im Schreiben an die SEC gibt Caesars an, dass die Regierung in den letzten Jahren verstärkt die Glücksspielindustrie überwacht und man keine Angaben machen kann, wie die Ermittlungen weiterlaufen.

Bei Caesars Entertainment ist dies jedoch nur eine von vielen negativen Meldungen. Nicht nur der immense Schuldenberg belastet das Unternehmen. Auch im Kampf um eine der begehrten Casinolizenzen in Massachusetts gab es eine bittere Niederlage.

Insgesamt werden nur drei Lizenzen vergeben und Caesars erhoffte sich eine davon. Nun zog das Glücksspielunternehmen seinen Antrag zurück. Grund hierfür war eine Partnerschaft mit der Gansevoort Hotel Group.

Laut eines Berichtes, den die New York Post 2012 veröffentlichte, soll einer der Investoren Verbindungen zur russischen Mafia haben. Für die Massachusetts Gaming Commission waren die Anschuldigungen Grund genug, um den Lizenzantrag infrage zu stellen. Bei Caesars deutet man dies als Wink mit dem Zaunpfahl und zog den Antrag zurück.

Damit wird es wohl auch keine Online Poker Plattform der WSOP in Massachusetts geben, denn es sollen nur drei Lizenzen hierfür vergeben werden. Diese sind für die drei Casinos vorgesehen. Gleichzeitig hat Caesars auch bekanntgegeben, dass das Gansevoort Las Vegas ebenfalls vom Tisch ist. Das Projekt sollte am Strip auf einem Baugrundstück von Caesars verwirklicht werden.

Probleme mit den Behörden und Strafzahlungen sind bei Casinos keine Seltenheit. Erst Anfang des Jahres musste das Palms eine Million als Strafe im Zusammenhang mit Prostitution zahlen. Im August wurde Las Vegas Sands zur Kasse gebeten. Ein bekannter Drogenbaron hatte verdächtig viel Geld eingezahlt, das Casino die ungewöhnlichen Beträge nicht gemeldet. Die Ermittlungen wurden jedoch eingestellt, da Sands sich einigte, $47,7 Millionen als Strafe zu zahlen.

Quelle: Las Vegas Sun / US Poker


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RADIOMEN
7 Jahre zuvor

Ich glaube Casinos wurden nur zur Geldwäsche erfunden.
In Deutschland ist es schon seit 30 Jahren bekannt das Casinos zur Geldwäsche benutzt werden und trotzdem machen immer mehr auf.
Die Philosofi in Deutschland scheint zu sein, daß wenn jemand sein Geld im Casino wäscht, dann zahlt er dafür ja auch Steuern und schafft Arbeitsplätze und somit wird das Geld in zweifacher hinsicht sauber.
ERGO wer sein Schwarzgeld versteuert ist ein ehrlicher Betrüger.