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CAPT Seefeld – ein historisches Event

Zehn Tage lang drehte sich die europäische Pokerwelt um eine kleine Stadt in den Tiroler Bergen. Der Auftakt zur Casinos Austria Poker Tour (CAPT) 2009 war größer als die kühnsten Vorhersagen. Über 1.000 Teilnehmer und ein Preispool von insgesamt knapp € 760.000 – die Wirtschaftskrise hat Seefeld eindeutig nicht erreicht.

Turnierbereich
Turnierbereich

Schon am 9. Januar beim ersten Satellite kündigte sich ein gewaltiger Ansturm an die Pokertische an. Noch war die CAPT Seefeld gar nicht offiziell eröffnet und dennoch hatten sich bereits zahlreiche Spieler im Casino eingefunden. Die hohen Teilnehmerzahlen bei den beiden Turnieren am 10. und 11. Januar erklärte sich die Pokercrew noch mit dem Wochenende. Als am Montag beim € 300 No Limit Hold’em dann aber 196 Spieler mit dabei waren, gingen selbst Pokermanager Marcel Pipal die möglichen Erklärungen aus. Ein neuer Pokerboom war ausgebrochen und das ganz eindeutig in Seefeld. Aus aller Herren Länder waren Spieler gekommen – Deutschland, Österreich, der Schweiz, Holland, Rumänien, Italien und sogar Kanada. Prominente Spieler wie Erich Kollmann, Rino Mathis, Markus Lehmann, Stefan Rapp, Jens Vörtmann, Michael Keiner, Thomas Bihl und Hans Martin Vogl waren ebenso mit dabei wie viele Stammspieler wie Helmut Strobl, Sascha Zaja, Adi Breuer oder auch Michael Hill.

Mit 153 Teilnehmern beim € 1.000 No Limit Hold’em Freezeout am Donnerstag, den 15. Januar, war sich jeder sicher, dass das Main Event eines der größten überhaupt sein würde. Die Optimisten sollten Recht behalten, denn mit 164 Spielern konnte beim € 2.000 No Limit Hold’em Freezeout ein phänomenaler Preispool von € 311.600 ausgespielt werden. In einem spannenden Finale setzte sich schließlich Bernhard Perner gegen Stud-Europameister 2006 Vlado Sevo durch. € 87.260 war der Sieg beim ersten CAPT Main Event 2009 wert.

Aber nicht nur die Turniere erfreuten sich des regen Zulaufs, auch im Cashgame wurden Rekorde gebrochen. Bis zu 15 Cashgame Tischen liefen täglich. Von No Limit Hold’em über Seven Card Stud bis hin zu Pot Limit Omaha wurde alles gespielt. Die Wartelisten waren lang und hätte es mehr Tische gegeben, wären diese auch noch voll gewesen.

Pokerteam Casino Seefeld
Pokerteam Casino Seefeld

Hätte diese Turnierwoche im Casino Baden stattgefunden, dann wäre niemand überrascht gewesen. Aber der Tourauftakt fand in Seefeld statt. Ein vergleichsweise kleines Casino mit normalerweise sechs Pokertischen. Tische, Stühle und Jetons wurden ausgeliehen, Personal aus anderen Casinos angefordert. Saalchef Romed Wegscheider und Bernhard Wieland hatten die Turniere fest im Griff, während Thomas Erhardt und Stefan Rath im Cashgame für einen reibungslosen Ablauf sorgten. 15 Stunden Dienste waren in dieser Woche keine Seltenheit und bei Pokermanager Marcel Pipal hatte man ohnehin das Gefühl, als würde er rund um die Uhr arbeiten.

Einzig am Mittwoch bei der Players Party gönnten sich nicht nur die Spieler, sondern auch die Dealer und Floormen ein wenig Abwechslung. Gefeiert wurde bis zum Morgengrauen und dennoch waren wenige Stunden später wieder alle mehr oder weniger fit, um das nächste Turnier in Angriff zu nehmen.

Mag. Ernst Hubmann, Direktor des Casino Seefeld, war mindestens genauso stolz auf sein Team wie Edgar Stuchly, Pokermanager der Casinos Austria. Der Tourauftakt in Seefeld hat den anderen sechs Stationen der CAPT einiges vorgelegt. Von 22. Februar bis 1. März gastiert die CAPT im Casino Bregenz. Und man darf gespannt sein, wie die Erfolgsgeschichte fortgesetzt wird.

Mehr zur CAPT 2009:
Live-Berichte CAPT Seefeld 2009
CAPT Rangliste 2009
Übersicht CAPT 2009


2 Comments
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Adi Breuer
11 Jahre zuvor

Prima Artikel, spiegelt es genauso wider wie es war. Poker pur in Seefeld – sagenhaft gute Turnierwoche und Kudos an das gesamte Team im Casino. Gratulation für den erfolgreichen Auftakt !

Adi

matthias
11 Jahre zuvor

Muss schon sagen, die haben das in Seefeld echt gut gemacht. Die allgemeine Stimmung und Atmosphäre war wirklich total angenehm. Turnierleitung und Dealer waren sehr kompetent (bei 4 1/2h am Tisch mit sicher 6 unterschiedlichen Dealern, kein einziger Dealerfehler oder aufgedeckte Karte). Man merkt einfach, die haben schon lange Erfahrung mit Poker!
Sobalds meine Bankroll zulässt, komme ich sicher wieder nach Seefeld!