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Daily Fantasy Sports: Staatsanwaltschaft schaltet sich ein

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Auch wenn weiterhin kein Betrug oder der Handel von Insider Informationen bewiesen ist, spitzt sich der Skandal um die beiden Daily Fantasy Sports-Anbieter FanDuel und DraftKings deutlich zu.

Wie wir bereits gestern berichteten, gibt es in den USA einen mittelschweren Skandal rund um das Thema Daily Fantasy Sports. Während diese Wettbewerbe in Europa derzeit nur eine Randerscheinung sind, so boomt das Geschäft in Nordamerika.

Auf den amerikanischen Sportsendern läuft während der großen Spiele fast ohne Unterbrechung Werbung für DFS-Anbieter. Zudem sind viele der großen Sportligen Partner der Marktführer DraftKings und FanDuel. Zumindest bis gestern.

Nachdem Mainstream Medien die Geschichte um einen möglichen Handel von Insider Informationen aufgegriffen haben, entschloss sich ESPN keine Werbung von DraftKings innerhalb der eigenen Shows zu haben. Infolge dessen zog DraftKings die Spots für die Werbepausen zurück.

Auch die MLB (Baseballliga) meldete sich zu Wort. Man zeigt sich überrascht, dass Mitarbeiter von DFS-Anbietern an Wettbewerben teilnehmen dürfen. Vorerst will man keine Verträge ändern, doch man spricht mit den Verantwortlichen und erwartet Antworten.

Im US-Bundesstaat New York, in dem DFS-Betreiber in einer Art Grauzone operieren, hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschalten. Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman schrieb Briefe an Nigel Eccles und Jason Robins, die beiden CEOs von FanDuel und DraftKings.

Schneiderman adressiert das Problem, ob es Insider Trading gab und ob die Sicherheit und Fairness bei DraftKings und FanDuel gewährleistet ist. Der Generalstaatsanwalt fordert einen genauen Einblick, welche Mitarbeiter welche Daten einsehen können und gibt mit 15. Oktober eine rechte knappe Deadline vor.

Ebenfalls zu Wort gemeldet hat sich Amaya. Die Kanadier haben im August die DFS-Plattform Victiv übernommen und in StarsDraft umbenannt. Unternehmenssprecher Eric Hollreiser nahm die aktuelle Diskussion zum Anlass, um auf die fehlende Regulierung aufmerksam zu machen.

Während Daily Fantasy Sports noch weit davon entfernt ist, einen Black Friday zu erleben, so wurde dem Boom ein deutlicher Dämpfer verpasst und eine Regulierung wird immer wahrscheinlicher. Wie die Kunden darauf reagieren, wird man spätestens nächstes Wochenende erfahren, wenn der neue Spieltag der Footballliga ansteht.

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