Daniel Zack überrascht mit viertem WSOP-Armband im Pot-Limit Omaha Finale 2025
Daniel Zack hat es wieder getan – und dieses Mal in einer Variante, die er selbst als seine schwächste bezeichnet. Beim $3.000 Pot-Limit Omaha Event #84 der World Series of Poker 2025 setzte er sich gegen ein Feld von 1.088 Spielern durch und sicherte sich sein viertes WSOP-Armband sowie 471.170 US-Dollar Preisgeld. Ein überraschender Triumph, der nicht nur durch das Ergebnis beeindruckt, sondern durch den Weg dorthin.
Zack gilt als ausgewiesener Mixed-Game-Spezialist. Bei dieser WSOP hatte er bereits achtmal gecasht, doch nie das Finale erreicht. Das änderte sich an einem Finaltisch, den ursprünglich niemand für ihn auf dem Radar hatte.
Nach vier intensiven Turniertagen wurde ein zusätzlicher Finaltag angesetzt. Dort ließ Zack nichts mehr anbrennen. Im Heads-up besiegte er Zachary Schwartz, der für Platz zwei 314.056 Dollar kassierte. Joshua Ladines belegte Rang drei für 216.539 Dollar. Richard Gryko – als Chipleader in den letzten Tag gestartet – musste sich mit Platz vier und 151.802 Dollar abfinden.
Final Table Payouts – Event #84: $3.000 Pot-Limit Omaha
- 1. Daniel Zack (USA) – 471.170 $
- 2. Zachary Schwartz (USA) – 314.056 $
- 3. Joshua Ladines (USA) – 216.539 $
- 4. Richard Gryko (UK) – 151.802 $
- 5. Fahredin Mustafov (BUL) – 108.231 $
- 6. Jeremy Ausmus (USA) – 78.504 $
Die Kontraste könnten größer kaum sein. Zack nennt PLO seine schwächste Variante. Seine Freunde machen sich zuhause regelmäßig über sein Spiel in dieser Disziplin lustig. Doch im entscheidenden Moment lieferte er. „Ich bin zurückgekommen, obwohl ich eigentlich schon abgereist war“, gestand er nach dem Sieg. „Dass das Ganze so endet, macht diesen Sommer wirklich besonders.“
Nicht nur das Timing überraschte. Auch seine Herangehensweise bleibt unkonventionell. Während viele Spieler ihre Skills täglich verfeinern, geht Zack andere Wege. „Ich arbeite kaum noch an meinem Spiel“, gibt er offen zu. „Aber wenn ich spiele, gebe ich alles.“ Mehr braucht es manchmal nicht. Der Moment zählt. Die Bereitschaft, genau dann alles auf eine Karte zu setzen, wenn es am meisten bedeutet.
Seine Einstellung passt zu dem Typus Spieler, der durch Intuition, Erfahrung und Entschlossenheit glänzt. Poker ist eben nicht nur Mathematik. Es ist auch Bauchgefühl, Timing, mentale Stärke. Und manchmal pure Magie.
Mit dem vierten Bracelet reiht sich Zack endgültig neben die großen Namen der Szene. Dennoch kündigte er direkt nach seinem Sieg eine Pause an. Kein Festival-Marathon mehr, keine endlosen Grinds. „Ich spiele jetzt einmal die Woche Cash Game zu Hause – das war’s dann vielleicht bis nächstes Jahr.“
Ein würdiger Abschluss für eine eindrucksvolle WSOP-Saison. Und ein Beweis dafür, dass im Poker die größten Siege oft genau dann kommen, wenn man sie am wenigsten erwartet.
