Kolumnen

Das kann weg. Das braucht niemand.

Man braucht so viele Dinge nicht. Einen hartnäckigen Tripper beispielsweise. Oder sonstiges Jucken am Körper. Oder Sportvereine wie Wolfsburg. Oder Dauerregen bei 3 Grad. Das kann, wie gesagt, weg. Selbiges gilt für Spongebob-Strümpfe. Und Mainz 05-Bettwäsche. Für Live-Übertragungen von Synchronschwimmwettbewerben der Männer.

Das braucht niemand, das will niemand haben. Am Thema vorbei wie etwa Dreifachstecker an WLAN-Kabeln, süßliche Rotweine aus Sachsen-Anhalt, eine Neuauflage der Schwarzwaldklinik mit Daniela Katzenberger als Assistenzassistentin. Überflüssig wie Dinkel-Dreikorn-Croissants, Erdbeben oder die Schwiegermutter auf vierwöchiger Stippvisite.

Uninteressant sind auch überhöhter Blutdruck, Erektionsstörungen, übel riechende Mitreisende im Zug. Physik, Chemie und Basteln. Bier mit Marzipangeschmack. Marzipan mit Biergeschmack. Ein zweiwöchiger All-Inclusive-Urlaub in Nordkorea. Ein einwöchiger Nothing-Inclusive-Urlaub im ländlichen Russland. Nein, das alles und so viel mehr braucht niemand.

Auch ein drittes Waffeleisen ist überflüssig. Wie beispielsweise auch das Nachmittagsprogramm von SAT 1. Oder RTL 2. Nicht vonnöten sind auch beispielsweise Aluhüte und zwei Richtige im Lotto. Ohne Zusatzzahl. Französische Kunstfilme in schwarz-weiß und natürlich in der Originalfassung von 1975. Experimentell aber total langweilig.

Man braucht so viele Dinge nicht. Einen hartnäckigen Tripper beispielsweise. Oder sonstiges Jucken am Körper. Auch diese letzten beiden Sätze können übrigens weg; die habe ich ganz am Anfang schon gesagt. Ja, also auch weg damit.

Kein Schelm, wer Böses denkt. Aber – ich rede schon über das viral bedingt seltsam bis beschissene Jahr 2020. Nicht über Poker.


0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments