Das schlechteste deutsche WSOP Main Event seit 2005

Die World Series of Poker (WSOP) 2014 war die erfolgreichste in der deutschen Pokergeschichte. Zwar hat Pius Heinz 2010 den Weltmeistertitel geholt, aber noch nie gab es fünf Bracelets in einem Jahr für die Deutschen. Nur eine gute Platzierung beim Main Event fehlte zum Schluss.

Das schlechteste deutsche WSOP Main Event seit 2005

Die World Series of Poker (WSOP) 2014 war die erfolgreichste in der deutschen Pokergeschichte. Zwar hat Pius Heinz 2010 den Weltmeistertitel geholt, aber noch nie gab es fünf Bracelets in einem Jahr für die Deutschen. Nur eine gute Platzierung beim Main Event fehlte zum Schluss.

Dom_and_friendsMan kann schon sagen, dass die deutsche Pokercommunity erfolgsverwöhnt ist. Kaum eine Großveranstaltung findet ohne deutsche Beteiligung in den vorderen Geldrängen statt. Dominik Nitsche eröffnete in diesem Jahr den Braceletregen mit dem Sieg beim National Championship Event. Beim Jahresabschluss des WSOP Circuit gab es zum ersten Mal ein Bracelet und dieses sicherte sich Dominik. Es sollte nicht sein letztes in diesem Jahr sein, denn nur zwei Wochen später schlug er beim $1.000 No Limit Hold’em Event # 21 erneut zu. Der Youngster hat damit nicht nur unzählige Hendon Mob Einträge aus den verschiedensten Ländern aller Kontinente, sondern auch schon drei Bracelets – in seiner erst dritten WSOP Saison.

george_zweites_braceletTeam PokerStars Pro George Danzer schlug in diesem Jahr ebenfalls zwei Mal zu. Als fast schon alter Hase im Business konnte er sich endlich die wohlverdiente Armbänder abholen – eines im Razz und eines im Seven Card Stud High-Low. Sicherlich sind das nicht die prestigeträchtigsten Events, aber sie zeigen, dass George gerade in den exotischen Varianten zur Weltspitze gehört.

Florian Langmann thumbFür das fünfte Bracelet in diesem Pokersommer sorgte schließlich Florian Langmann. Auch er ist schon ein paar Jahre im Geschäft und was als Deutscher Pokermeister 2006 in Berlin begann, fand im Sommer 2014 in Las Vegas einen Höhepunkt. Er sicherte sich das $3k Pot Limit Omaha High/Low und damit sein erstes Bracelet.

Zahlreiche Cashes und Final Tables rundeten den deutschen Erfolg ab und so waren natürlich auch die Erwartungen und Hoffnungen für das Main Event sehr groß. Doch an Tag 5 sollten dann alle Träume platzen. Im letzten Level des Tages musste nicht nur Marc Tschirch, sondern auch noch Marius Pospiech gehen. Platz 84 ist es für Marius geworden – und damit trägt er auch den Titel „Bester Deutscher Spieler im WSOP Main Event 2014“. In den letzten Jahr konnte die deutsche Community immer bis (fast) zum Schluss mitfiebern. 2005 war das letzte Jahr, in dem die Hoffnungen auf den deutschen Sieg schon frühzeitig begraben werden mussten. Quasi ein Ausscheiden in der Vorrunde. Die Leistung aller Spieler soll hier nicht geschmälert werden, denn bei 6.683 Teilnehmern muss man erst mal die Geldränge bzw. die Top 100 erreichen.

Die Österreicher dürfen dieses Mal noch hoffen. Maximilian Senft wird zwar weiterhin als Argentinier gelistet, aber spätestens bei den November Nine werden die Verantwortlichen feststellen, dass es in Österreich zwar auch argentinische Rindersteaks gibt, aber ansonst die beiden Länder doch nichts gemeinsam haben. $85.812 hat auch Maximilian Senft schon sicher und damit auch den höchsten Cash in seiner Live-Poker Karriere.

Vielleicht gibt es hier eine Solidarisierung wie heute in Brasilien – die Österreicher drücken den Deutschen die Daumen für den Weltmeistertitel – und dafür fiebern die Deutschen ein bisschen mit Maximilian Senft mit. Vielleicht klappt das ja dann hier auch mit dem Finale!

2013: Anton Morgenstern (D) 20. Platz – $285.408
2012: Wilfried Härig (D) 15. Platz – $465.159
2011: Pius Heinz (D) 1. Platz – $8.715.368
2010: Michael Skender (D) 31. Platz – $255.242
2009: Marco Mattes (D) 23. Platz – $352.832
2008: Felix Osterland (D) 38. Platz – $154.400
2007: Niklas Heinecker (D) 80. Platz – $106.382
2006: Sebastian Zavarshy (D) 81. Platz – $65.973
2005: Alexander Dietrich (D) 122. Platz – $54.965