Amaya – schwere Vorwürfe gegen David Baazov

David Baazov will Amaya aufkaufen. Nun hat sich einer der angeblichen Investoren gemeldet und gibt an, noch nie von dem Milliardendeal gehört zu haben. Eine Beschwerde bei der SEC liegt bereits vor.

Amaya – schwere Vorwürfe gegen David Baazov

David Baazov will Amaya aufkaufen. Nun hat sich einer der angeblichen Investoren gemeldet und gibt an, noch nie von dem Milliardendeal gehört zu haben. Eine Beschwerde bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC) liegt bereits vor.

AmayaVergangene Woche sorgte David Baazov mit einem Übernahmeangebot mit einem Gesamtvolumen von bis zu €6,25 Milliarden für Aufsehen. Nicht nur in der Poker-Community stellte man sich die Frage, wer die Geldgeber sind. Nun scheint sich herauszustellen, dass es vielleicht keine Investoren gibt.

Wie The Globe and Mail exklusiv berichtet, so weiß KBC Aldini Capital Ltd nichts von einem Deal und hat „niemals von Amaya“ gehört. KBC Aldini Capital wurde als einer von vier Investoren, die insgesamt $3,65 Milliarden an den Tisch bringen sollen, genannt. KBC Aldini Capital hat bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC) offizielle Beschwerde eingelegt, was neuen Ärger für David Baazov bedeuten könnte.

Wie so ein Fehler zustande kommen kann, ist völlig unklar. Ein Milliardendeal, wie von Baazov vorgeschlagen, wird von mehreren Parteien sowie Anwälten im Vorfeld abgesegnet. Wie Joss Wood für Online Poker Report berichtet, kann es sich um einen Fehler handeln und der eigentliche Geldgeber ist die KBC Bank, auch wenn dies extrem unwahrscheinlich ist.

Ob David Baazov wissentlich Fehlinformationen verbreitet hat, ist reine Spekulation. Allerdings dürfte auch dem Kanadier klar sein, dass eine solch dreiste Lüge sehr schnell auffliegen würde und er somit keinen Profit erwirtschaften kann. Zwar wurde durch die potenzielle Übernahme die Aktie von Amaya kurzzeitig nach oben getrieben, doch die Börsenaufsichtsbehörde sieht dem ehemaligen CEO derzeit genau auf die Finger.