Bei der WSOP kam es heute Nachte zu einem der denkwürdigsten und bittersten Momente aller Zeiten. Bei Event Nr. 11, dem $10k GGMillion$, kam es bei noch 22 verbliebenen Spielern zu einem All-in zwischen Ricky Landais und dem CoinPoker-Ambassador Bobby James. Mit AK war Landais gegen Bobby James A9 klarer Favorit und die Chancen auf ein Double-Up standen mehr als gut.
Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf. Unter großer Beobachtung des Feature Tables legte der Dealer den Flop aus. Das Problem: Er legte versehentlich vier Karten statt drei auf den Tisch und das ultra bittere daran war, dass auf diesem Vier-Karten-Flop tatsächlich ein König erschien.
Nach Rücksprache mit dem Floorman wurde anschließend entschieden, die vier Karten wieder einzusammeln, gemäß den Regeln neu zu mischen und den Flop anschließend erneut auszugeben. Und dann kam es natürlich, wie es kommen musste. Der König wurde zur Burn Card und stattdessen lag nun ein Flop von 4, 5 und 6 auf dem Board.
Auch auf Turn und River sollte weder ein Ass noch ein König erscheinen. Stattdessen wurde Landais auf dem River zur Krönung auch noch brutal ausgesuckt, da Bobby James seine Straight komplettierte.
Bei der World Series of Poker, bei einem Bracelet-Event, einem $10K Turnier und einem Deeprun so zu busten, wünscht man wohl nicht mal seinem Erzfeind. – Einfach nur bitter und tut schon beim zuschauen weh. Aber Respekt an Ricky Landais, welcher das Ganze halbwegs gefasst aufnahm.
So etwas haben wir wirklich noch nie gesehen und es handelt sich hier wohl um den bittersten Bad Beat und eventuell teuersten Dealer-Fehler der WSOP-Geschichte. Die Bewertung für den Dealer dürfte diesmal eher bescheiden ausfallen…