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Online Poker: UIGEA Befürworter droht Gefängnisstrafe

Ein ehemaliger Politiker, der maßgeblich an der Verbannung von Online Poker beteiligt war, drohen mehrere Jahre Haft. Dem 73-Jährigen wird vorgeworfen, Geld am Finanzamt vorbeigeschmuggelt zu haben, um Schweigegeld zu zahlen.

Dennis_HastertJohn Dennis Hastert (Foto) war zwischen Januar 1999 und Januar 2007 der Sprecher des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten. Der konservative Republikaner war einer der Gegner von Online Poker und durch seine Lobbyarbeit maßgeblich an der Umsetzung des Unlawful Internet Gambling Enforcement Act of 2006 beteiligt.

Damals hatte sich Denny Hastert die Moral auf die Banner geschrieben und wollte Kinder vor dem Glücksspiel im Internet schützen. Der UIGEA bildete dann wiederum die Grundlage für den Black Friday, der am 15. April 2011 die Online Poker-Welt auf den Kopf stellte.

Vergangene Woche wurde Anklage gegen den 73-Jährigen eingereicht. Hastert wird vorgeworfen, $952.000 in Teilbeträgen von weniger als $10.000 von seinen Konten abgehoben zu haben. Damit wollte der Amerikaner verhindern, dass die Transaktionen von den Banken gemeldet werden.

Ein weiterer Punkt der Anklage betrifft Falschaussagen, die John Dennis Hastert gegenüber dem Federal Bureau of Investigation (FBI) gemacht hat. Infolge der Anklage folgten Vorwürfe, dass Hastert $1,7 Millionen an Schweigegeldern an eine namentlich nicht genannte Person gezahlt hat.

Hastert, der vor seiner politischen Karriere High School-Lehrer und Trainer für eine Ringermannschaft war, soll laut Aussage von zwei Zeugen, einen Schüler sexuell misshandelt haben und deswegen erpresst worden sein.

Insgesamt sollte Hastert $3,5 Millionen zahlen. Freunde und Bekannte, darunter auch ehemalige Schüler und Sportler, geben an, dass sie solche Vorwürfe für eine „politische Hexenverfolgung“ halten.


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