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Deutsche Bruchlandung bei der EPT Prag

Was gut begann, fand an Tag 3 der PokerStars European Poker Tour (EPT) Prag ein jähes Ende. Drei Bustouts vor den Geldrängen inklusive Dominik Nitsche als Bubble Boy, kein Deutscher in Tag 4 und Paul Knebel als Bestplatzierter auf Rang 35 ist die traurige Bilanz des dritten Tages.

93 Spieler waren in den dritten Tag gegangen, darunter noch zwölf Deutsche und drei Schweizer. Dirk Richter war auch nach Tag 2 Chipleader und alles sah auch nach einem guten Tag 3 aus. Doch das böse Erwachen kam schon kurz nach dem Start, denn schon im ersten Level musste Dirk Richter seine Führung abgeben.

Es dauerte nicht lange, bis es um die Bubble ging. 80 bezahlte Plätze und die traurige Bilanz – Felix Bleiker auf Platz 83, Matthias Kurtz auf Platz 82 und Dominik Nitsche als Bubble Boy auf Platz 81. Felix scheiterte mit seinen Queens an und dem Ass am Board, Matthias Kurtz setzte short auf und konnte von PokerStars Pro Richard Toth nicht schlagen, da der Jack am Board kam. Die Suche nach dem Bubble Boy dauerte ein wenig und Dominik Nitsche versuchte short zu klauen. Er reraiste mit Pocket 8s all-in, Jean Sami Souleiman callte mit seinen Pocket 10s und das war’s dann für Dominik.

Nicht viel länger blieben Lennart Holz und Besim Hot. Lennart verlor den Großteil seiner Chips mit gegen und räumte kurz darauf seinen Platz, auch Besim Hot verabschiedete sich mit gegen . Er gab seine Chips an Paul Knebel weiter, der zugleich der einzige Deutsche war, bei dem es am dritten Tag richtig gut anlief.

Jonas Guttek verabschiedete sich ebenso schnell wie Mohsen Tayfeh, der mit Pocket Aces gegen Pocket 5s all-in callte und sich der dritten am Board geschlagen geben musste. Ebenfalls bald Feierabend hatten Dominic Lichter, Cengiz Ulusu und auch Dirk Richter. So souverän er an den beiden ersten Tagen das Feld angeführt hatte, so schlecht lief es für ihn an Tag 3. Er verlor mit gegen , da die am Flop kam und check-raiste kurz darauf mit am Flop all-in. Kevin MacPhee callte mit und schickte Dirk Richter mit Platz 54 nach Hause.

Noch lebte aber die Hoffnung auf einen deutschen Erfolg, doch der nächste Dämpfer kam bald. Short war Marc Gork mit gegen von Salvatore Bonavena all-in. Die am Flop, aber auch die Queen und damit das Aus für Marc. Karl-Heinz Klose durfte sich zwar wieder über einen EPT-Cash freuen, aber mehr als Platz 44 war auch für ihn nicht drinnen.

Damit ruhten nun alle Hoffnungen auf MyBet-Pro Tobias Reinkemeier und Paul Knebel, allerdings nur für kurze Zeit. Tobias versuchte es short mit und lief dabei geradewegs gegen Asse und so war Paul der letzte Deutsche im Feld. Als Kevin Stani mit Queens all-in pushte, ging Paul darüber all-in mit Pocket 10s und dann callte auch noch Kevin MacPhee mit . Das Ass am River schickte beide nach Hause und Paul nahm als bester Deutscher Rang 35.

Auf internationaler Seite lief es gut für die PokerStars Pros. Richard Toth hatte den Tag short begonnen, baute aber stark auf und schaffte es am Ende sogar in die Top 10. Dort sind auch seine Teamkollegen Marcin Horecki und Salvatore Bonavena zu finden. Luca Pagano kam nicht heil durch den Tag, verbesserte aber mit Platz 43 wieder seinen eigenen EPT-Cash-Rekord auf 17.

Mit nur 23 Spielern ging Tag 3 zu Ende, da zeitgleich drei Spieler ausschieden. Zum einen schickte Marcin Horecki mit seinen Kings zwei Spieler nach Hause, zum anderen verabschiedete Ion Pavel mit Quads Helen Prager und damit war Tag 3 vorbei.

Während die Deutschen nach dem katastrophalen Tag ihre Wunden lecken, dürfen die Schweizer noch ein bisschen hoffen, denn mit PokerStars Qualifikant Ludovic Marguerat ist noch einer im Rennen. Zwar short, aber immerhin. Chipleader ist EPT Berlin Sieger Kevin MacPhee, gefolgt von Jan Bendik.

Name Country Status Chips Table Seat
Kevin MacPhee USA PokerStars qualifier 2.096.000 3 5
Jan Bendik Slovakia PokerStars qualifier 1.846.000 1 7
Peter Skripka Russia PokerStars player 1.216.000 3 6
Salvatore Bonavena Italy Team PokerStars Pro 1.166.000 1 6
Marco Leonzio Italy 1.064.000 1 4
Nikolay Losev Russia PokerStars qualifier 971.000 3 3
Denis Kipnis Russia PokerStars qualifier 912.000 1 8
Manuel Bevand France 849.000 3 1
Marcin Horecki Poland Team PokerStars Pro 739.000 3 7
Richard Toth Hungary Team PokerStars Pro 680.000 2 7
Jean Sami Souleiman Lebanon 670.000 2 2
Roberto Nulli Italy 605.000 2 4
Haykel Cherif Vidal Spain PokerStars qualifier 572.000 1 3
Rob Hollink Netherlands 529.000 3 4
Sergio Rodriguez Sanchez Spain PokerStars qualifier 513.000 2 1
Roberto Romanello UK 512.000 2 3
Ion Pavel Romania 477.000 2 5
Emilliano Bono Italy 371.000 2 8
Ludovic Marguerat Switzerland PokerStars qualifier 335.000 3 2
Andrea Ferrari Italy 303.000 2 6
Melanie Weisner USA 260.000 1 5
Zoltan Szabo Hungary 253.000 1 2
Josh Prager USA 141.000 1 1

Payouts:
1. € 640.000
2. € 435.000
3. € 247.000
4. € 163.000
5. € 130.000
6. € 100.000
7. € 71.000
8. € 54.550
9-10. € 40.000
11-12. € 30.000
13-14. € 25.000
15-16. € 20.000
17-24. € 15.000
24 – Helen Prager – USA – PokerStars qualifier – € 15.000
25 – Rasmus Nielsen – Denmark – € 12.500
26 – Salvatore Irace – Italy – € 12.500
27 – Nicolas Babel – France – € 12.500
28 – Kaspars Renga – Latvia – € 12.500
29 – Guillaume Darcourt – France – € 12.500
30 – Sasa Stancic – Canada – € 12.500
31 – Dermot Blain – Ireland – € 12.500
32 – Fernando Brito – Portugal – € 12.500
33 – Kiril Zahariev – Bulgaria – € 11.000
34 – Morgan Bauer – USA – € 11.000
35 – Paul Knebel – Germany – € 11.000
36 – Kevin Stani – Norway – € 11.000
37 – Constantin Raducan – Romania – € 11.000
38 – Liviu Ignat – Romania – € 11.000
39 – Petr Targa – Czech Republic – € 11.000
40 – Tobias Reinkemeier – Germany – € 11.000
41 – Ronan Monfort – France – € 10.000
42 – Christopher Pereira – France – € 10.000
43 – Luca Pagano – Italy – Team PokerStars Pro – € 10.000
44 – Karl Heinz Klose – Germany – € 10.000
45 – Marc Gork – Germany – € 10.000

46 – Marius Heiene – Norway – € 10.000
47 – Mikhail Lakhitov – Russia – PokerStars player – € 10.000
48 – Ruslan Prydryk – Ukraine – € 10.000
49 – David Erik Gustaf – € 9.000
50 – Drasutis Tauras Narmontas – Lithuania – € 9.000
51 – Charles Chattha – United Kingdom – € 9.000
52 – Kirill Zapletin – Russia – € 9.000
53 – Omri Sason – Israel – € 9.000
54 – Dirk Richter – Germany – € 9.000
55 – Cengiz Ulusu – Germany – € 9.000
56 – Dominic Linder – Germany – € 9.000

57 – Francisco Torres – Spain – € 9.000
58 – Riccardo Giacalone – Italy – € 9.000
59 – Matthew Affleck – United States – € 9.000
60 – Mikhail Petrov – Bulgaria – € 9.000
61 – Ludovit Fischer – Slovakia – € 9.000
62 – Martial Blangenwitsch – France – € 9.000
63 – Antonio Palma – Portugal – € 9.000
64 – Fabrice Soulier – France – € 9.000
65 – Kirill Telezhkin – Russia – € 8.000
66 – Hugo Lemaire – France – € 8.000
67 – Alain Roy – France – € 8.000
68 – Tayfeh Sokor Mohsen Jalal – Germany – € 8.000
69 – David Stogel – United States – PokerStars player – € 8.000
70 – Jonas Gutteck – Germany – € 8.000
71 – Filip Nechansky – Czech Republic – € 8.000
72 – Lennart Holz – Germany – € 8.000
73 – Besim Hot – Switzerland – € 8.000

74 – Pierre Neuville – Belgium – PokerStars qualifier – € 8.000
75 – Elias Brussianos – Greece – € 8.000
76 – Cody Culp – United States – pokerStars qualifier – € 8.000
77 – Olivier Daeninckx – France – € 8.000
78 – Joris Zitella – France – € 8.000
79 – Jaroslav Vajgl – Czech Republic – € 8.000
80 – Dominique Franchi – France – € 8.000


4 Comments
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GermanHawke
9 Jahre zuvor

Bruchlandung? Ich dachte, der Scharf Eddy fliegt nicht mehr selbst.

beo
9 Jahre zuvor

Dieser Brito hat schon wieder gecasht! Wie schafft der das nur?

Quotenflo
9 Jahre zuvor

Die Hand mit Paul Knebel war ne Frechheit! Da geht einer mit 230K (QQ) all in und Paul isoliert den mit 850K (1010) und dann sitzt da der Mc Phee im BB und pusht auch all in mit 1,2 MIO (AKsuit)…und trifft aufm River sein Ass!

also ich finde den all in Push von MC Phee sehr bedenklich, da muss auch mal AK in den MUCK gehen! Große Wurst der! Wenn der River nicht kommt crippled er auf fast 0 Runter und Paul macht side pot lecker mit 1,2 Mio klar!

Poker = kann grausam sein! Scheiße echt!

robinse
9 Jahre zuvor

der iso-push von MacPhee ist gegen zwei aggressive spieler wie paul und stani völlig standard. außerdem hat paul nur 480K chips gehabt.