Deutsche Sensation bahnt sich an: Sarah Link führt bei der WSOPE

  • Führung: Sarah Link aus Deutschland führt das Finale beim 350-€-King’s-Million-Event der WSOPE 2025 an.
  • Historische Chance: Erste deutsche Frau könnte ein WSOPE-Bracelet gewinnen.
  • Starke Deutsche: Auch Sascha Hausner, Jan Kohl und Robin Meyer im Finale.

Im tschechischen King’s Resort Rozvadov läuft derzeit die World Series of Poker Europe (WSOPE), und schon früh im Turnier sorgt eine deutsche Amateurspielerin für Schlagzeilen. 

Sarah Link am Pokertisch
Sarah Link könnte als erste deutsche Spielerin ein WSOPE-Event gewinnen.

 

Sarah Link, bislang weitgehend unbekannt in der Pokerszene, hat sich beim 350 € teuren King’s Million Event (#2) in eine herausragende Ausgangsposition gespielt. Unter 3.229 Teilnehmern führt sie das 16-köpfige Finalfeld an und hat damit die reale Chance, als erste deutsche Frau ein WSOPE-Goldarmband zu gewinnen.

Plötzlich Favoritin: Erste deutsche Siegerin?

Link, die bislang in ihrer gesamten Karriere gerade einmal rund 7.500 € an Preisgeldern verbucht hat und damit definitiv nicht zu den reichsten Pokerspielerinnen gehört, zeigte am zweiten Spieltag eine beeindruckende Leistung. Mit 7.540.000 Chips startet sie deshalb heute völlig verdient als Chipleaderin ins Finale, knapp vor dem Griechen Vagke Sagkinian und dem Polen Michal Szczeblewski.

Sie ist die letzte Frau im Turnier und übertrumpfte damit zahlreiche erfahrene Profis. Die Siegprämie von 113.350 €, inklusive eines Main-Event-Tickets im Wert von 10.350 €, ist nun zum Greifen nah.

Drei weitere Deutsche im Rennen

Mit Link sind noch drei weitere deutsche Spieler im Rennen: Sascha Hausner (4.670.000 Chips), Jan Kohl (3.720.000) und Robin Meyer (1.300.000). Letzterer wird es mit seinem knappen Stack schwer haben, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Dennoch ist das deutsche Aufgebot im Finale stark vertreten und könnte für ein historisches Ergebnis sorgen.

Chipcounts vor dem Finaltag:

Name Nationalität Chips
Sarah Nadine Link Deutschland 7.540.000
Vagke Sagkinian Griechenland 7.235.000
Michal Tomasz Szczeblewski Polen 6.950.000
Bogdan Ionut Roman Rumänien 5.950.000
Sascha Willi Hausner Deutschland 4.670.000
Stepan Budac Moldawien 4.555.000
Robert Nechifor Dascalescu Rumänien 3.900.000
Jan Henrik Kohl Deutschland 3.720.000
Javier Francort Niederlande 3.700.000
Heger Sare Türkei 3.670.000
Tudor Zapsa Rumänien 3.480.000
David Eiselt Tschechien 3.020.000
Cheng Zhao China 2.170.000
Martin Vittek Slowakei 1.790.000
Robin Meyer Deutschland 1.300.000
Amiel Mosche Gamliel Schweiz 825.000

Payout-Tabelle (Plätze 1–16):

Platz Preisgeld in € (inkl. 10.350 € Ticket)
1 113.350 €
2 79.350 €
3 60.850 €
4 47.750 €
5 38.250 €
6 31.350 €
7 26.250 €
8 22.550 €
9 19.782 €
10 17.770 €
11 7.350 €
12–15 je 5.800 €
16 4.600 €

Gold für Polen, Hoffnung für Deutschland

Bereits entschieden ist dagegen das erste WSOPE-Event. Der Pole Pawel Wojciechowski sicherte sich beim 1.200 € Bounty Opener das Armband. Der Deutsche Franz George schaffte es dort immerhin auf Platz 6.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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