Im Penn & Teller Theater des Rios starten am Sonntag die November Nine. Die Blinds sind bei 250.000/500.000 und es verbleiben in Level 36 noch 34 Minuten und 57 Sekunden. Die Antes sind bei 50.000, Giannetti wird im SB sein und Bounahra im BB. Wer sind aber die modernen Pokergladiatoren am Finaltisch, von dem Experten sagen, es sei der stärkst besetzte seit vielen Jahren.
Platz 1:
Matt Giannetti , Las Vegas, USA
Live-Gewinne: $1,570,412 (inkl. Nov9)
Hendon Mob Einträge: 24
Chips am Finaltisch: 24,750,000 (3.)
Matt stammt ursprünglich aus New York, studierte in Austin, Texas und lebt jetzt in Las Vegas als Pokerprofi. Er spielt online unter dem Namen „hazards21“ die großen Highstakes Partien. Auf der WSOP erreichte er immerhin schon zwei Finaltische. Einerseits in diesem Jahr den neunten Platz beim $10k World Championship – No Limit Hold’em sowie den vierten Platz im 1,5k PLO. Laut deutschen Pokerprofis, die ihn vom Onlinespiel und Live-Spiel kennen, zählt er zum inneren Favoritenkreis.
Platz 2:
Badih Bounahra, Belize City, Belize
Live-Gewinne $854,881 (inkl. Nov9)
Hendon Mob Einträge: 9
Chips am Finaltisch: 19,700,000 (6.)
Badih ist ein im Libanon geborener Geschäftsmann. Poker sieht der 49jährige nur als nettes Hobby. Er ist der erste Belizianer der einen Finaltisch eines WSOP-Mainevents erreicht hat. Er ist aber kein ganz unerfahrener Spieler. So erreichte er in drei aufeinander folgenden Jahren den Finaltisch der Aruba Poker Classic. Mit dem Erreichen des Finaltisches dürfte seine Grenze aber auch schon erreicht sein, die Siegchancen sind eher gegen Null.
Platz 3
Eoghan O’Dea (Dublin, Ireland)
Live-Gewinne $1,574,877 (inkl. Nov9)
Hendon Mob Einträge: 22
Chips am Finaltisch: 33,925,000 (2.)
Eoghan O’Dea ist 26 Jahre alt und hatte wahrscheinlich gar keine andere Chance, als Pokerspieler zu werden, denn sein Vater ist Donnacha O’Dea. Dieser erreichte schon zweimal den Finaltisch des WSOP Mainevents. (1983 wurde er sechster und 1991 neunter). Geschichte hat er auf jeden Fall schon geschrieben: Es ist das erste mal dass auch der Sohn eines Finaltischteilnehmers den Finaltisch des Main-Events erreicht. Sein Onlinename ist “Tiltpaddy“. Auch er wird von den Pros nicht unbedingt zum Favoritenkreis gezählt, obwohl er zweiter im Chipcount ist.
Platz 4:
Phil Collins (Las Vegas, NV)
Live-Gewinne: $907,815 (inkl. Nov9)
Hendon Mob Einträge: 18
Chips am Finaltisch: 23,875,000 (4.)
Auch wenn Phil Collins laut Hendon Mob noch keinen Live-Turniersieg zu verbuchen hat, so ist doch einer der Topfavoriten am Finaltisch, denn im Online-Spiel ist er eine unbestreitbare Größe. Sein Onlinename “USCphildo” ist eine Hommage an seine Alma Mater, der University of South Carolina. Der 26jährige hatte auf seinem Weg zum Finaltisch auch die lauteste Rail. Einige Deutsche Pros, die schon gegen ihn spielten, schätzen ihn als einen der beiden stärksten Spieler ein.
Platz 5:
Anton Makiievskyi (Dnipropetrovsk, Ukraine)
Live-Gewinne $850,887 (inkl. Nov9)
Hendon Mob Einträge: 8
Chips am Finaltisch: 13,825,000 (8.)
Falls Makiievskyi die WSOP gewinnen sollte, dann löst er Joe Cada als jüngster Main-Eventsieger aller Zeiten ab. Doch wirkliche Chancen dürfte der 21jährige Student nicht haben, denn zu unbedeutend sind die Erfolge seines Live-Spiels. Erst einmal gewann er ein Hendon Mob gelistetes Turnier, nämlich ein $100 Supersatellite für den Main Event der Russian Poker Tour. Es ist sein erster Trip nach Las Vegas. Sein Erreichen des Finaltisches ist eigentlich nur eine Fortführung des unwahrscheinlichen Laufs, der ukrainischen Poker-Community. So durften bei der WSOP 2011 schon vier Ukrainer ein Bracelet entgegennehmen. Noch nie hatte ein Ukrainer am Finaltisch des WSOP-Mainevents Platz genommen und für Anton ist es der erste Cash, seit erreichen des 21. Lebensjahres.
Platz 6:
Sam Holden (Sussex, UK)
Live-Gewinne $793,426 (inkl. Nov9)
Hendon Mob Einträge: 4
Chips am Finaltisch: 12.375.000 (9.)
Alter: 22 Jahre
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Einzig und alleine deshalb, weil die Kollegen von PokerStategy bereits ein höchst lesenswertes Interview mit Sam Holden führten.
Platz 7:
Pius Heinz (Köln, Deutschland)
Live-Gewinne $890,541 (inkl. Nov9)
Hendon Mob Einträge: 3
Chips am Finaltisch: 16.425.000 (7.)
Auch Pius Heinz hat am Küchentisch mit 5/10 Cent begonnen. Erstmals in der Liveszene wurde der 22jährige am Finaltisch bei einem früheren 1,5k Finaltisch auffällig und kurz später taucht er am Main-Event-Finaltisch wieder auf.
Über Pius Heinz ist für den Pokerinteressierten im Prinzip alles gesagt. Uns bleibt nur der Wunsch, dass er der erste Deutsche sein wird, der das Main-Event Bracelet entgegen nimmt. Vor einiger Zeit ist Pius nach Wien umgezogen und wird seitdem von PokerStars Pro Johannes Straßmann gecoacht und für den Final Table vorbereitet.
Platz 8:
Ben Lamb (Tulsa, Olahoma)
Live-Gewinne $3,347,334 (inkl. Nov9)
Hendon Mob Einträge: 36
Chips am Finaltisch: 20,875,000 (5.)
„Benba“ ist sein Onlinename auf PokerStars und er ist sicher der beeindruckenste Spieler dieser WSOP. Er dürfte auch der sein, auf dessen Sieg die Buchmacher die geringste Quote geben sollten. Seine Erfolge in dieser WSOP-Saison waren, ein Bracelet im 10k PLO, zweiter beim $3,000 PLO, achter beim $50,000 Players Championship und 12. beim $10,000 NLH Six Handed Championship. Es ist nicht verwunderlich, dass er im Rennen um den Spieler des Jahres an erster Stelle liegt.
Platz 9:
Martin Staszko (Trinec, Czech Republic)
Live-Gewinne $872,266 (inkl. Nov9)
Hendon Mob Einträge: 8
Chips am Finaltisch: 40,175,000 (1.)
Er ist der erste Tscheche, der als Chipleader an den Finaltisch der November 9 kommt, weil er der erste Tscheche an einem Main-Event Finaltisch überhaupt ist. Der 35jährige foldete sich zuerst in die Geldränge, fand später die richtigen Spots und gewann einen vier Millionen Pot von Lars Bonding an Tag sieben. Wirklich in Erscheinung trat er bisher als Live-Spieler noch nicht. Erst vier EPTs und ein paar kleine Turniere spielte er bis zur WSOP, dort dafür aber gleich 15 Stück. Der Schachexperte, gibt als Beruf Pokerprofi an, was er seit 2010 ist. Vorher stand er am Fließband einer Fahrzeugfabrik. Aber auch ihm geben die Deutschen Profis nicht wirklich eine Chance auf den Sieg der WSOP 2011.
Der Main-Event in Zahlen
Teilnehmer: 6.865
Preispool: $64.531.000
Teilnehmer Tag 1A: 897
1B: 978
1C: 2.171
1D: 2.809
Bezahlte Plätze: 693
Payout Struktur Finaltisch:
1. $8.711.956
2. $5.430.928
3. $4.019.635
4. $3.011.665
5. $2.268.909
6. $1.720.396
7. $1.313.851
8. $1.009.910
9. $782.115
Teilnehmer und verbliebe Spieler pro Tag
1A – 897 verbliebe Spieler
Tag 1A – 560 verbliebe Spieler (62.4%)
Tag 1B – 978 verbliebe Spieler
Tag 1B – 616 verbliebe Spieler (63%)
Tag 1C – 2.181 verbliebe Spieler
Tag 1C – 1.471verbliebe Spieler (67.4%)
Tag 1D – 2.809 verbliebe Spieler
Tag 1D – 1.874 verbliebe Spieler (66.7%)
Tag 2A – 2.031 verbliebe Spieler
Tag 2A – 822 verbliebe Spieler (40%)
Tag 2B – 2.490 verbliebe Spieler
Tag 2B – 1.043 verbliebe Spieler (42%)
Tag 3 – 1.865 verbliebe Spieler
Tag 3 – 853 verbliebe Spieler (45.7%)
Tag 4 – 378 verbliebe Spieler (44.3%)
Tag 5 – 142 verbliebe Spieler (37.5%)
Tag 6 – 57 verbliebe Spieler (40%)
Tag 7 – 22 verbliebe Spieler (38.5%)
Tag 8 – 9 verbliebe Spieler (41%)
Die WSOP in Zahlen
Bracelet Events: 58
Braceletverteilung nach Nationen:
USA: 35
Kanada: 5
Ukraine: 4
Frankreich: 4
England: 3
Russland: 3
Brazilien: 1
Pakistan: 1
Schweden: 1
Zweifache Braceletgewinner: Brian Rast
Totaler Preispool der WSOP: $191.999.010
Gesamtteilnehmerzahl: 75.672
Ausbezahlte Plätze: 7.709
Größter Event. #54 (4,576 Teilnehmer)
Größter Preispool: Event #58 ($64.531.000)
Höchester Cashout (ausser Main-Event): Event #58 ($8.711.956)
Teilnehmende Nationen: 105
