Eine Zeit lang stand im Raum, dass man in den USA nur noch eine mögliche Online-Lizenz bekommen könnte, wenn man schon über Jahre ein Live-Casino betreiben würde. Eigentlich war dieser Lösungsansatz schon wieder vom Tisch, aber die Online-Anbieter werden trotzdem in Las Vegas seßhaft.
PokerStars hat sich mit dem Wynn’s zusammengetan, 888 mit der Caesar’s Gruppe und Full Tilt mit Stationary Casinos. Bei allen drei Deals geht es nicht darum, dass die Online-Anbieter ein Casino für sich bekommen, sondern viel mehr eine Basis für das legale Anbieten von Online-Poker in Nevada.
So hat die Gaming Commission den Deal zwischen 888 und Caesar’s Online offiziell genehmigt. Über 888 kann Caesar’s nun auch offiziell die World Series of Poker Online in Europa promoten. Wobei ja eigentlich in Frankreich ohnehin ein eigener Deal für die WSOP Europe geschlossen wurde. Fakt ist, dass sowohl die Online-Anbieter, als auch die Casinos von den Partnerschaften profitieren. Zum Beispiel glauben viele, dass in einem der Stationary Casinos – vermutlich dem Red Rock – der neue Onyx Cup von Full Tilt stattfinden soll. In Macao betreibt PokerStars selbst den Pokerroom des Grand Lisboa und das sehr erfolgreich. Der Deal mit dem Wynn’s könnte in Las Vegas ähnliche Vorteile bringen.
Sollte in Nevada der Gesetzesentwurf das Online-Angebot nun an Live-Casinos binden, so sind die Onlinerooms vorbereitet. Aber ob dieser Entwurf tatsächlich jemals Gesetz wird, bleibt wieder einmal abzuwarten. Vor allem bleibt dann auch die Frage, was ist mit den andern Bundesstaaten.