Poker Superstar Phil Ivey befand sich seit dem Wochenende vor Gericht in London. Es ging um £7,7 Millionen (12,4 Mio Dollar) an Baccaratgewinnen, die ihm das Crockfords Casino nicht auszahlen wollte. Mittels der Technik Edge Sorting hatte sich Ivey im August 2012 einen Vorteil gegenüber dem Crockfords verschafft. Nun wurde am Mittwoch das Urteil gefällt: Phil Ivey habe doch betrogen. Das Crockfords müsse Ivey die Gewinne nicht ausbezahlen.

Über einen Sprecher ließ Ivey ausrichten, dass er über die Entscheidung natürlich enttäuscht sei. Es habe aber nicht in seiner Natur gelegen, das Casino zu betrügen. Ivey freue sich, dass ihn der Richter vor Gericht als ehrlichen und wahrhaftigen Zeugen anerkannt habe. Er glaube immer noch, dass die Strategie legitim gewesen sei und er nichts anderes getan habe, als einen Fehler des Casinos gegen einen Spieler mit seinen Fähigkeiten auszunutzen. Der Richter sei leider nicht der gleichen Meinung gewesen.
Dieses Urteil dürfte auch Signalwirkung für die zweite Klage gegen Ivey wegen Edge Sortings haben. Das Borgata Casino in Atlantic City hatte den Poker-Superstar im April diesen Jahres verklagt. 2012 hatte Ivey mit der gleichen Technik dort 9,6 Mio Dollar gewonnen und das Geld schon erhalten. Das Borgata verlangt in der Klage die Rückzahlung seiner Gewinne.