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Edge Sorting: Ivey in London vor Gericht

Poker Superstar Phil Ivey kämpft derzeit vor Gericht in London um £7,7 Millionen an Baccaratgewinnen, die ihm das Crockfords Casino nicht auszahlen möchte. Mittels Edge Sorting hat der 38-Jährige einen Vorteil gegenüber dem Gentlemans Club gehabt. Wie Iveys Anwalt angibt, hat der Poker-Pro diese Methode auch in Casinos in Kanada und Australien angewendet.

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Foto: PokerStars Blog

Phil Ivey gilt als ‚Degen Gambler‘, also als eine Art degenerierter Zocker. Dass der Amerikaner jedoch nichts unversucht lässt, um sich einen Vorteil zu schaffen, zeigen die aktuell laufenden Gerichtsverfahren.

In den USA wird der Poker-Pro vom Borgata in Atlantic City auf bereits ausgezahlte Gewinne verklagt. Die Anwälte des Casinos behaupten, dass Ivey ein Betrüger sei, auch wenn ihnen offenbar jegliche juristische Grundlage fehlt, die diese Aussage unterstreicht.

Im Borgata wurde man ohnehin erst aufmerksam, dass Ivey Edge Sorting betreibt, als der Fall im Crockfords Casino publik wurde. Im Gentlemans Club in London räumte Ivey in vier Sessions beim Punto Banco £7,7 Millionen ab. Nun steht der Poker Superstar vor Gericht und möchte ausbezahlt werden.

Ähnlich wie im Borgata-Fall gehen die Meinungen beider Parteien auseinander. Der Rechtsbeistand von Genting Casinos UK Ltd gibt an, dass Ivey mutwillig gelogen hat, einen speziellen Dealer, eine Kartenmischmaschine und das Drehen der Karten gefordert hatte. Zudem hätte er einen Glückshut getragen, das gutgläubige Casino-Personal sei somit übelst getäuscht worden. Zudem hätte man noch nie etwas von Edge Sorting gehört.

Iveys Anwalt argumentiert etwas rationaler. Edge Sorting ist schon lange bekannt und kein Betrug. Der actionfreudigen Poker-Pro soll dieses System auch in Casinos in den USA, Australien und Kanada verwendet haben. Zudem gibt es keine Gewinngarantie, sondern gibt dem Spieler nur einen Vorteil gegenüber dem Haus. Alle Wünsche, die man Ivey genehmigte, verstoßen nicht gegen Auflagen der Regulierungsbehörde.

An der Seite von Phil Ivey steht auch Cheung ‚Kelly‘ Yin Sun. Die Amerikanerin war Iveys Begleiterin und scheint diejenige zu sein, die die Rückseite der Karten lesen kann. Cheung ist offenbar auch ohne den Poker-Pro in Casinos aktiv. Erst kürzlich verklagte sie das Foxwoods Casino Resort in Connecticut.


7 Comments
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Christian S.
7 Jahre zuvor

Man wirft ihm vor einen Glückshut getragen zu haben? War das der Hut aus den Harry Potter Filmen?^^

SixString
7 Jahre zuvor

@Christian
Aber den Rest des textes haben Sie auch gelesen oder ?

Nemo
7 Jahre zuvor

das ist einfach nur lächerlich. Was kommt als Nächstes? .. wird Ivey von Spielern verklagt, wenn er beim Pokern etwa Betting Patterns erkennt oder Chip Handling?

Christian S.
7 Jahre zuvor

@sixString: ich bitte tausendmal um entschuldigung, man wirft ihm UNTER ANDEREN auch vor einen Glückshut getragen zu haben. Sind sie jetzt zufrieden?

Ganta
7 Jahre zuvor

Ich hab echt kein Mitleid mit den Casinos! Hauptsache so viel Geld wie möglich scheffeln, Spielerschutz ist tabu und wenn mal wer das Casino „besiegt“ ist alles gleich illegal und dergleichen! Wenn das Casino das Spiel anbietet und jemand das Spiel überlistet wieso soll er das Geld nicht behalten dürfen!!!
Das Casino ist dafür verantwortlich dass das Kartendeck passt und der Spieler daraus keine Vorteile ziehen kann!!!! Und wenn er das schafft- selber Schuld!

Meine Meinung
7 Jahre zuvor

Bullshit!

Der croupier hat das gemacht was ihm ivey sagte-na also habma den schuldigen!

Wenn ich dem croupier beim black jack sag „schaust bitte nach was du für karte hast“ schaut der nach und sagts mir oder ?!? hmhm AUSZAHLEN und zwar DOPPELT!

Bexx67
7 Jahre zuvor

@Ganta
Dem ist nichts hinzuzufügen, genau so ist es.