Kolumnen

Ein Sänger, ein Idiot, eine Party und ein Danke

Letzter Tag auf dem EPT Snowfest. Während drinnen im großen Saal noch der finale Tisch gespielt wurde, startete draußen die die Fairwell Party. Im wundervollen Ambiente der Bar des Alpine Palace spielte Chris Schermer & the Fonks, allerdings ohne die angekündigten Fonks. Als Einmannband machte er richtig Stimmung mit ausgewählten und neu interpretierten Cover-Versionen, sowie eigener Kompositionen.

Zum Idioten des Abends erklärte sich der Finalist Jonathan Schroer. Mit lächerlichen € 65.000.- verließ er als Sechster den Finaltisch. Jetzt gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass besagt, dass man die Dealer tippt und zwar mit etwa 3% des Gewinns. Herr Schroer war sich nicht zu blöde, einen ganzen Dollarschein den Dealern zu überreichen. Der würde dann durch die 40 Dealer geteilt immerhin einen Betrag von $0,025 pro Dealer ergeben. Weil die Kartengeber aber eine sehr stolze und eine sehr unterbewertete Berufsgruppe sind, faltete einer der Truppe einen Origami-Frosch daraus und überreicht dem Amerikaner diesen mit ebenso großem Pathos. Doch nicht nur dies. Als einer der Securities anschließend Jonathan Schroer nach einem Autogramm für seinen Sohn fragte, folgte der Direktor einer Montesorischule gerne dem Wunsch und drückte ihm noch ganze €0,50 in die Hand, als Dank für die Sicherheitsarbeit in der letzten Woche.

Wieder zurück zur Party. Die Einsamkeit des Michael Keiner hatte an diesem Abend ein charmantes Ende gefunden, zumal seine Maya endlich am Parkett der EPT erschien.

Was wahre Freundschaft bedeutet, zeigten die Buddies von Lukas Baumann. Als die Jungs hörten, dass Lukas am Finaltisch Platz nehmen wird, entschuldigte sich Alex Mayer bei seiner Schwester, die an diesem Tag ihre Hochzeit feierte, ein anderer, nämlich Ronald, sagte dafür auch den Urlaub mit seiner Freundin ab. Bei Vodka und Red Bull feierten die Gruppe ihren Finalisten und lachten darüber, dass sie vor einer Woche noch 5/10 Cent Cashgame spielten.

Trotz Krankheit wollte es sich auch Markus Golser nicht nehmen lassen, den letzten Abend mit den noch verbliebenen Spielern zu verbringen. Außerdem ließen sich dasselbe auch Nasr el Nasr, Ben Kang, Michael Körner und Keiner, Jan Heitmann, George Danzer,  der Schnitzer, der Champagner trinkende Christian Oswald, Sieger des Side-Events und seine charmante Frau, Johnny Lütkenhorst, etwas später auch Johannes Strassmann , sowie der Gastgeber Flo Wolf.

Die Party war erst zu Ende, als draußen bereits die Sonne den Nebel verdrängte und dort war natürlich auch noch Christian zu finden.

ENTGEGNUNG

Werthan behauptete in der Online Ausgabe der pokerfirma.de, dass die Couch in der Lobby des Alpine Palace eher in ein Bordell passen würde, als an den Ort an dem sie steht. Weiters behauptete er, dass die Couchtische eher auf eine Almhütte passen würden. Dies ist unwahr. Wahr ist vielmehr, dass jedes Teil genau dorthin gehört wo es steht.
Und jetzt im Ernst. Es war ’ne wundervolle Woche in einem wirklich tollen Haus und wenn die Couch nicht so saubequem gewesen wäre, hätte das Büro der Pokerfirma nicht dort sein können. Wir möchten uns auch noch beim gesamten Team bedanken, die uns die Woche unterstützten wie Sarah, Franziska, Robert, Franzi, Flo Wolf und alle deren Namen wir jetzt gerade nicht parat haben. Danke euch und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.


12 Comments
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Danny
10 Jahre zuvor

guter mann, dieser schroer … merci und ewiges leben
war zwar leider nur beim satellite dabei, aber die couch war schon was feines 🙂

papamuja
10 Jahre zuvor

Gilt das mit den 3% für jeden Gewinn oder nur am Final Table. Wenn jeder im Geld 3% gegeben hätte, wären das grob gerechnet 1200 Euro pro Dealer gewesen (nicht schlecht). Und wie hoch ist das Fixum, das die Dealer vom Veranstalter erhalten?

Julian Donkr
10 Jahre zuvor

Das mit dem Dollarschein ist wohl der größte Witz.Da hat es noch mehr Niveau kein Trinkgeld zu geben…

Ich habe auch mal bei einem Cash kein Trinkgeld gegeben,da war die Veranstalter- und vorallem auch die Leistung der Dealer aber auch keines Tips würdig.

Ghoulio
10 Jahre zuvor

noch niveauloser als leute die gar kein trinkgeld geben sind nur noch dealer die sich über zu wenig/kein trinkgeld beschweren…trinkgeld sollte eine freiwillige annerkennung für gute arbeit sein, und kein zusätzlicher zwangsrake

sobald ich einmal einen dealer sehe der sich darüber beschwert seiner meinung nach zu wenig berücksichtigt worden zu sein (außer natürlich höfliche hinweise wenn das trinkgeld ganz vergessen wurde, was auch vorkommen kann in der hitze des gefechtes) bekommt der von mir nie wieder einen cent

wenn die leistung passt und freundlichkeit vorhanden ist bin ich aber durchaus einer der auf der üppigeren seite tipt

WolfW
10 Jahre zuvor

3% Trinkgeld?
sag mal gehts euch noch gut?
das wären in diesem Falle etwa 2 000 Euro.
Ich geb doch keine 2000 Euro Trinkgeld-in welcher Welt lebt ihr denn eigentlich?
und was die Dealer betrifft: dafür gibts ja schliesslich ein buy in- wenn das nicht ausreicht, muss man es halt erhöhen.
mal nen Hunni Trinkgeld geben wenn alles gut gelaufen ist-ok, warum nicht…aber 2000???

memoriam
10 Jahre zuvor

Wo findet man eigenlich so eine Art Regelkunde für das Verhalten bei solchen Turnieren? Im Netz habe ich nichts gefunden.

Das mit den 3 % Tipp ist mir persönlich auch neu, aber ich habe ja auch noch nie solche Events besucht.

memoriam
10 Jahre zuvor

P.S.: Ihr benutzt ja Wordperfect für Eure sehr schön gemachte Seite. Nur die Galerie ist dürftig…schaut Euch mal das hier an: http://www.oberlehrer.de/?p=1893

peter
10 Jahre zuvor

hm also ich kenne viele dealer, auch von der ept. und die sind wirklich gut reisen aus der ganzen welt an weilsie eben die besten der besten sind. kriegen wohl die reisekosten bezahlt, aber gehalt ist nur das trinkgeld, kein fixum vom veranstalter. ohne trinkgeld würden die jungs nicht anreisen und ihr hättet bei der ept in zukunft dealer die nicht wissen ob flush oder strasse besser ist. 🙂

WolfW
10 Jahre zuvor

wenn ich ein Galadinner veranstalte, muss ich mich als Veranstalter auch um die Bedienung kümmern und kann nicht von den Gästen verlangen, dass sie am Ende den Koch bezahlen- dafür haben die ja Eintritt bezahlt!
das ist Sache des Veranstalters!

ego
10 Jahre zuvor

es ist trinkgeld. gleich wie in einer kneipe, da gibst auch dem typen hinter der bar einen tipp…

thopra
10 Jahre zuvor

@peter

http://www.europeanpokertour.com/de/tournaments/

Lt. diesem Link wurden beim Snowfest bereits vom Preispool € 105,- (= 3%) pro Teilnehmer für Floorman- und Dealerkosten einbehalten. Dazu kommt
die Fee von € 250,- pro Spieler. Ich bin der Meinung, das weiteres Trinkgeld freiwillig sein sollte, wenn bereits automatisch etwas vom Preispool abgezogen wurde.

Jonathan Schroers Verhalten würde ich dazu nützen, ihn zu fragen, ob er irgendwelche Beobachtungen während der
Turnierwoche gemacht hat, die ihn zu so einer, auf den ersten Blick unnötigen, Aktion veranlasst haben.

alex2345
10 Jahre zuvor

Entweder man gibt „normal“ Trinkgeld oder gar nicht, aber nicht einen Dollar.

Liebe Grüße an meine Schwester 🙂