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EPT Grand Final: Antonio Buonanno sichert sich den Sieg im Rekordmarathon

Drei aus acht und dennoch kein Sieg für Deutschland. Beim € 10.600 Main Event des PokerStars European Poker Tour (EPT) Grand Final in Monte Carlo konnten sich die deutschen Spieler nicht behaupten. Der Sieg ging an Antonio Buonanno, der sich nach zehnstündiger Heads-up Schlacht über € 1.240.000 freuen konnte.

Jack Salter ging als Chipleader in den Finaltag. Malte Mönnig, Sebastian von Toperczer und Sebastian Bredthauer waren die drei Shortstacks, hatten aber auch bereits € 128.800 sicher. Der Tag startete mit einem Double-up für Antonio Buonanno gegen Jack Salter. Der Engländer verpasste seinen Flush Draw und mit dem Set verdoppelte Antonio zum Chiplead.

Für Sebastian Bredthauer war der Final Table ein kurzes Vergnügen. Wenn man aber bedenkt, dass er sich für nur 100 FPPs qualifiziert hat und als einer der Supershortstacks in den dritten Tag gegangen war, muss das Erreichen des Finaltisches alleine schon honoriert werden. Mit reraiste er gegen Jack Salter all-in, Salter callte mit , das Board änderte nichts und Sebastian nahm Platz 8 für € 128.800.

Damit war nun Sebastian von Toperczer der Shortstack am Tisch. Allerdings sollte es vor ihm noch Kenny Hicks erwischen. Der setzte auf , konnte aber gegen die Pocket 10s von Antonio Buonanno nicht gewinnen und musste sich mit Platz 7 begnügen.

Nur drei Hände später war das Grand Final dann aber auch für Sebastian zu Ende. Jack Salter eröffnete den Pot mit Pocket 3s, Malte Mönnig ging dahinter mit Pocket 10s all-in. Sebastian fand im Big Blind Pocket 7s und ging ebenfalls all-in. Salter foldete und damit hieß es Deutschland gegen Deutschland. Das Board änderte nichts und so belegte Sebastian von Toperczer Platz 6 für € 258.300.

Nun ging es einige Zeit, ehe der nächste Seat open folgte. Magnus Karlsson pushte mit Pocket 3s, Malte Mönnig ging mit ein bisschen mehr und Pocket 8s all-in. Mayu Roca fand im BB auch noch Pocket 9s und callte nach einigem Überlegen. Das Board brachte das Full House für Malte und Magnus Platz 5.

Das Spiel wurde teils sehr zäh und die richtig großen Pots ließen auf sich warten. Schließlich gingen die Chips aber wieder in die Mitte und dieses Mal war es Mayu Roca, der mit Pocket 5s gegen die Queens von Jack Salter antrat. Das Board und Roca musste sich mit Platz 4 begnügen.

Ein paar Hände später war der Traum vom deutschen Sieg dahin. Mit reraiste Malte Mönnig gegen Antonio Buonanno all-in, der Italiener callte mit . Das Board brachte keine Rettung und Malte verabschiedete sich mit Platz 3 für € 547.000.

Jack Salter ging nun als Chipleader ins Heads-up. Antonio Buonanno, der einzige der acht Finalisten, der sich direkt ins Main Event eingekauft hatte, wollte sofort einen Deal machen. Doch Jack Salter hatte andere Pläne, verkaufte den Großteil der Heads-up Action an Martin Finger und Ami Barer und so ging es zurück an die Tische.

Was dann folgte, war nicht vorhersehbar. Zehn Stunden lang ging das Duell zwischen Salter und Buonanno. Salter war die meiste Zeit über in Führung, konnte aber nicht genügend Druck aufbauen, um den Abstand deutlich zu vergrößern. Es war schon nach 3 Uhr früh, da war die Führung auf 5:1 angewachsen. Doch Buonanno konnte mit gegen   von Salter dank der am Board verdoppeln und so ging es wieder weiter. Ein erneuter Double-up ließ Buonanno zu Jack Salter aufschließen und bald konnte er dann auch knapp die Führung übernehmen. Langsam, wirklich sehr langsam wurde der Vorsprung größer und schließlich war es Hand # 311 am Final Table, als die Entscheidung gefallen war. Jack Salter ging mit all-in und bekam den Call von . Das Board brachte keinen Treffer und mit Ass-hoch konnte sich Antonioi Buonanno den Sieg sichern. Als Sieger der Last-Longer Bet von Skrill bekam er das Buy-In zurück, die Siegesprämie brachte ihm ein X-faches, nämlich € 1.240.000.

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Mit dem längsten Heads-up in der Geschichte der EPT ist das Grand Final von Season 10 zu Ende gegangen. Season 11 startet im August in Barcelona und es wird ein grandioser Auftakt werden, denn die EPT Barcelona ist # 100.

Rang Name Nation PokerStars status Preisgeld
1 Antonio Buonanno Italy 1.240.000 €
2 Jack Salter UK PokerStars qualifier 765.000 €
3 Malte Moennig Germany PokerStars qualifier 547.000 €
4 Mayu Roca Columbia PokerStars qualifier 419.000 €
5 Magnus Karlsson Sweden Team PokerStars Pro 332.000 €
6 Sebastian von Toperczer Germany PokerStars qualifier 258.300 €
7 Kenny Hicks USA PokerStars qualifier 188.500 €
8 Sebastian Bredthauer Germany FPP qualifier 128.800 €

 


11 Comments
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Max
6 Jahre zuvor

„verkaufte den Großteil der Heads-up Action“ kann das bitte mal jmd. näher erläutern. Im stream wurde von einer Art Versicherung gesprochen… Wie funktioniert das ganze? Eier Max

Dexter
6 Jahre zuvor

So wie ich das mitbekommen habe hat Platz 2 765.000€ bekommen. Dies stockte Martin Finger auf 1 Mio auf als Absicherung für Salter! Im Falle eines Sieges hätte Salter 1.050.000€ bekommen und den Rest (190.000€) an Finger abdrücken müssen! Für ihn also lediglich ein Unterschied von 50k!
War etwas kurios, da es dadurch keinen Deal mit Buananno gab.

Oops
6 Jahre zuvor

Ein hussle der für Finger und Barer schief ging. Um so mehr mussten sich die Pokergötter auf die Seite des Italieners schlagen.

Quappo
6 Jahre zuvor

Da haste was falsch verstanden. Warum sollte Finger 235k investieren, um 190k rauszubekommen?!
Ausserdem waren es Finger und Barrer, die Action kauften.
Und Salter hatte ja nur 28% an sich selbst. So kann er auch nur von diesen 28% verkaufen.
Deine Rechnung ist also Quatsch.

Jööp
6 Jahre zuvor

Ich glaube das finger und barer 75% von salters gesamten action hatten, also egal wie es ausgegangen ist, beide sind dick im plus. Bei 765k bekommen sie 573,5k und salter 191,5k bei 1 millionen 750k/250k dh. Da salter nun 2. wurde müssen sie von den 573,5k 58,5k an salter draufzahlen, da sie die “ action abgekauft haben“. Bei einem sieg 1240k machen sie also 930k und Salter hätte dann 310k…. Bei 58,5k also eine richtig gute „investition“ da ältere livespieler generell nie ne edge haben …

haha
6 Jahre zuvor

„…da ältere Livespieler generell ne ne Edge haben…“ So ein Schwachsinn; der Italiener spielt auch schon über 15 Jahre Poker und weiß was er macht. Meiner Meinung nach sehr überheblich von vor allem Jacks Rail, dem Italiener gar nichts zuzutrauen.
Deshalb gönne ich ihm den Sieg. GG

Oops
6 Jahre zuvor

Wenn Finger/Barer 75% von 240k bekommen und dafür 235k risikieren brauchen sie eine 76% chance. Chiplead von Salter war ~60%/40% . HU coaching von MF in den Pausen und stream schauen von der rail vs „scheinbar nur backing durch seine Frau“ bei AB plus die lange Spieldauer hat wohl gereicht, um das Risiko zu nehmen. Und für Salter selbst war es dann ein freeroll für 48k. So wie ich es verstanden habe, waren die ursprünglichen Anteile Teil des 1mio. Deals nicht des HU deals. Aber das war ja wohl auch genug wenn man „irgendwie“ Anteile mit mark up aus einem 215 Qualiturnier verkauft hat.

SuperAlfredNeumann
6 Jahre zuvor

Find s auch klasse, dass der „Alte“ das Ding gemacht hat. Das ganze Gequatsche wer auf wen ne Edge hat, geht mir mächtig aufn Senkel. In so einer Situation zählt nur wer mehr Dusel hat. Wenn denn Salter der „bessere“ Spieler gewesen sein soll, wieso konnte er dann eine 5:1 Führung nicht verteidigen ?

Eine lineare Auszahlungsstuktur würde dem ganzen ICM-Käse Einhalt gebieten und das Platzhirschgehabe unterbinden, mit dem Effekt, dass auch der Finaltisch Neunte oder Zehnte anständig entlohnt wird.

ich
6 Jahre zuvor

Dieses gesammte herummgesajere um den Deal war leider keine gute Werbung für den Pokersport, genauso wie das blinde all in im Highroller Heads up. Will Poker als (Mind)Sport ernst genommen werden, wird man hier was tun müssen.

Jööp
6 Jahre zuvor

Natürlich war salter favorit… Und klar hat er ne dicke edge gegen antonio, sonst hätte martin finger ( einer der besten hu spieler der welt) sowas nicht gemacht! Wer das hu in voller länge gesehen hat, weiß was ich meine…. Soviele premium hände unnormal was antonio bekommen hat .. Na ja das ganze hin und her mit den finanzen und seine schlechten manieren gingen auf die nerven und man hat es kommen sehen das er varianzbedingt verlieren sollte

dahuber
6 Jahre zuvor

“…da ältere Livespieler generell kein ne Edge haben…” ach so Negreanu (41), Ivey (39) Hellmuth (50) haben also keine Egde !
schwachsinn überheblicher !