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EPT Prag High Roller: William Kassouf teilt mit Patrick Serda

Kaum ein Spieler war in den letzten Wochen so umstritten wie William Kassouf. Nun macht der Trashtalker wieder über sich reden, allerdings mit einem Pokererfolg. Im Heads-up teilte er beim € 10.300 High Roller Event der PokerStars European Poker Tour (EPT) Prag und ging als Sieger nach Hause.

Von den 407 Entries waren noch 22 übrig, als der dritte Tag begann. Grzegorz Wyraz war der Chipleader, aber es gab auch noch Hoffnungen auf einen deutschsprachigen Gewinner. Josip Simunic und Jens Lakemeier starteten gut, während es Paul Höfer mit gegen von Adrian Mateos erwischte.

William Kassouf machte Chips, als er mit den Assen gegen die Queens von Grzegorz Wyraz verdoppelte. Oliver Weis hatte Feierabend, als er mit Deuces am Flush von Jussi Nevanlinna scheiterte. Jens Lakemeier war schon zurückgefallen, konnte dann aber hintereinander gegen Grzegorz Wyraz und Adrian Mateos verdoppeln.

Von da an ging es gut für Jens Lakemeier weiter und er konnte sich mit den Assen auch die Chips von Martin Finger mit sichern. Er war es auch, der mit Adrian Mateos mit auf dem Board verabschiedete. Damit konnte sich Jens bereits auf Rang 2 im Chipcount vorschieben.

Keine Chips mehr hatte dagegen Josip Simunic, als er mit auf die Pocket 6s von Patrick Serda traf. Das Board .3d. bescherte Josip Rang 12.

Nachdem Jussi Nevanlinna auf Rang 10 ausgeschieden war, ging es an den Final Table. Tue Ullerup Hansen hatte die Führung übernommen, William Kassouf war der Shortstack. Zu neunt ging es dann auch in die Dinnerbreak. An Action mangelte es nicht, allerdings dauerte es bis zum ersten Seat open. In dieser Zeit konnte unter anderem William Kassouf auch mit den Assen gegen die Könige von Jens Lakemeier verdoppeln.

Weil es doch schon relativ spät war, entschied die Turnierleitung, die Leveldauer ein bisschen zu verkürzen. Kaum gesagt, hieß es dann auch schon „Seat open“ und es war Ihar Soika, der als erster gehen musste.

Während William Kassouf schnell nach oben kam, ging es bei Jens Lakemeier bergab. Short wurde er am Board von Patrick Serda all-in gestellt. Er entschloss sich mit dennoch zum All-in Call, Patrick zeigte und Jens landete als bester Deutscher auf Rang 8 für € 93.170.

Matas Cimbolas war der nächste Seat open, als er mit ein Kickerproblem gegen von Villyan Petleshkov hatte. Grzegorz Wyraz folgte, als er mit an von Patrick Serda scheiterte.

Auch Paul Leckey musste dann mit .3s: seine Chips an Patrick Serda mit abgeben. Mit Pocket 8s schickte Serda dann auch Villyan PEtleshkov mit Deuces nach Hause. Zu dritt am Tisch stapelten sich bei Serda mehr als 14 Mio. Chips, während William Kassouf und Tue Ullerup Hansen gemeinsam nicht mal halb so viele hatten.

Serda verabschiedete dann auch Tue Ullerup Hansen mit gegen . Das Board brachte den Treffer für Serda und damiit war man im Heads-up.

Gleichzeitig war das Turnier aber zu Ende, denn Patrick Serda und William Kassouf einigten sich auf einen Deal. Serda nahm mit € 719.000 das meiste Preisgeld, William Kassouf aber Titel, Trophäe und € 532.500.

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Rang Name Nation Preisgeld
1 Patrick Serda CA 719.000 €
2 William Kassouf GB 532.500 €
3 Tue Ullerup Hansen DK 351.000 €
4 Viliyan Petleshkov BG 283.850 €
5 Paul Leckey GB 224.600 €
6 Grzegorz Wyraz PL 172.910 €
7 Matas Cimbolas LT 128.700 €
8 Jens Lakemeier DE 93.170 €
9 Ihar Soika BY 75.400 €
10 Jussi Nevanlinna FI 62.380 €
11 Mesbah Guerfi FR 62.380 €
12 Josip Simunic AT 54.080 €
13 Samy Ouellani FR 54.080 €
14 Adrian Mateos ES 47.800 €
15 Martin Finger DE 47.800 €
16 Glib Kovtunov UA 43.040 €
17 Viacheslav Goryachev RU 43.040 €
18 Oliver Weis DE 39.090 €
19 Vlado Banicevic ME 39.090 €
20 Paul Hoefer DE 39.090 €
21 Steven Thompson Vila CR 35.140 €
22 Alexandru Papazian RO 35.140 €
23 Dmitry Yurasov RU 35.140 €
24 Sergio Aido ES 31.190 €
25 Jimmy Guerrero FR 31.190 €
26 Farid Yachou NL 31.190 €
27 Ari Engel CA 31.190 €
28 Niall Farrell GB 27.240 €
29 Niklas Astedt SE 27.240 €
30 Tomas Jozonis LT 27.240 €
31 Sam Greenwood CA 27.240 €
32 Gerald Karlic AT 23.290 €
33 Michael Addamo AU 23.290 €
34 Andreas Samuelsson SE 23.290 €
35 Patrick Leonard GB 23.290 €
36 Andrey Zaichenko RU 23.290 €
37 Artem Metalidi UA 23.290 €
38 Philippe Barouk FR 23.290 €
39 Stephen Chidwick GB 23.290 €
40 Igor Yaroshevskyy UA 19.340 €
41 Maroun Jazzar LB 19.340 €
42 Karzan Hamarash IQ 19.340 €
43 Alexander Ivarsson SE 19.340 €
44 Albert Daher LB 19.340 €
45 Jan-Eric Schwippert DE 19.340 €
46 Bartlomiej Machon PL 19.340 €
47 David Yan NZ 19.340 €
48 Liv Boeree GB 19.340 €
49 Mikhail Rudoy RU 19.340 €
50 Julian Stuer AT 19.340 €
51 Andrei Alecu RO 19.340 €
52 Artem Kobylinskiy UA 19.340 €
53 Maxim Lykov RU 19.340 €
54 Felix Stephensen NO 19.340 €
55 Andrey Kotelnikov RU 19.340 €

3 Comments
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Toni Mortadella
4 Jahre zuvor

Gab es denn solche Deals schon oft? Ich mein, wie kann er als 4:1 underdog in chips zwar das Event gewinnen und Trophäe usw. entgegennehmen, aber dafür keine einzige Hand HU spielen. Wäre auch noch interessant zu wissen, was die eigentlichen Gewinngelder für Platz 1 und 2 waren.

Galt außerhalb der EPT Main Events quasi Narrenfreiheit was Deals angeht? Hab irgendwas von halbstündiger Dealverhandlung gelesen, was mich noch mehr verwundert hat, nachdem ja die Tunierleitung schon die Levelzeiten gekürzt hatte, um das Spiel voranzutreiben.

Donky
4 Jahre zuvor

Was ist das denn für ein Deal???
Dann verzichte ich demnächst einfach auf mein Preisgeld für Platz 3, aber Handel den offiziellen Sieg plus Trophäe aus…
Das verfälscht doch jede Statistik, was ein Schwachsinn!

jmct
4 Jahre zuvor

…Vielleicht hatte Kassouf noch Prop-Bets am laufen, die ihm noch mehr $$$ garantierten bei einem EPT High Roller Sieg…