Kolumnen

European Deepstack Poker Championships III – Main Event Tag 2

er zweite Spieltag startete um 14 Uhr mit 259 Teilnehmern (einen Teilnehmer hatte man auf den veröffentlichten Listen vergessen). Für Harald Karl Klippel der sich am Ende als Shortstack durch den ersten Tag gekämpft hatte dauerte dieser Tag leider nur wenige Hände.

Zumindest war unser Artikel von gestern daran nicht schuld. Denn der hatte bei Harald und Roy gleich beim Frühstück für entsprechende Heiterkeit gesorgt. Daher also hier nochmal die Klarstellung: Harald hatte die Teilnahme natürlich bei einem Online-Finale und nicht bei einem Preisausschreiben gewonnen!

Roy Decker

Kurz nachdem ich beim € 270+30 Side-Event Platz genommen hatte, musste Roy Decker leider seinen Platz im Main-Event räumen. Er war “Anna Kournikova” zum Opfer gefallen. Eigentlich eine schöne Hand um einen unangenehmem und loosen Gegner aus dem Weg zu räumen. Dieser hatte aber anscheinend eine Eingebung und entschied sich mit Q7 zum Call … nur um prompt eine Dame im Board zu treffen.

Sandra Naujoks hielt noch eine ganze Zeit länger durch, sah aber in dieser Zeit auch nicht besonders glücklich aus. In einer Pause hatte ich dann Gelegenheit mich mit ihr über ihr Turnier zu unterhalten. Leider war sie offensichtlich bereits das ganze Turnier über mehr als kartentot und hatte niemals die Gelegenheit wirklich voranzukommen. Für mich war es das erste Mal, dass ich Sandra persönlich traf und ich war beeindruckt, wie positiv und freundlich gestimmt ein Mensch nach so einem Marathon ohne gute Karten immer noch sein kann.

Peter Jacobi (links), Sandra Naujoks (rechts)

Schließlich hatte sie sich bereits am Vortag durch 14 Stunden Turnier gekämpft und bis zu unserem Gespräch war der zweite Turniertag auch schon wieder fast 7 Stunden alt. Leider blieb aber auch hier das kleine Wunder aus und auch für sie war dann irgendwo zwischen Platz 100 und 110 Schluss. Ich bin mir allerdings fast sicher, dass wir sie bei diesem Event wiedersehen werden. Denn neben der einzigarten Struktur ist sie bei ihrem ersten Besuch in Dublin ebenfalls der Schönheit dieser Stadt verfallen.

Kartentot ist leider auch das, was mein eigenes Turnier beschreibt. 289 Teilnehmer starten mit 20.000 Chips in das Side-Event und die 40 Minuten Level erlaubten auch hier, sich die entsprechende Zeit zu nehmen. Zeit die ich unbedingt brauchte. Denn mein Stack wanderte leider unaufhörlich in die falsche Richtung. Am Tiefpunkt ging es runter bis auf 9.000 Chips. Glücklicherweise gab es eine kleine Atempause und ich konnte meinen Stack sozusagen wieder auf Anfang stellen. Nur um mit einem erneuten Abstieg zu beginnen.

Leider hatte ich einen rechten Nachbarn, der es spannend fand bei Blinds 200/400 (50) auf mindestens 2.600 zu raisen. Obwohl offensichtlich war, dass er dies nicht immer mit den besten Händen tat, war es natürlich ohne entsprechende eigene Hände schwierig, ihm Paroli zu bieten. Endlich ergab sich mit KQs die Gelegenheit dazu. Mein Call um ihn dann am Flop auszuspielen hatte allerdings ein denkbar schlechtes Timing. Ein weiterer Caller animierte den Big Blind zu einem All-In für rund 11.000 Chips. Zuviel für mich, nicht aber für die anderen beiden Gegner. Wer jetzt allerdings Monsterhände erwartete wurde, schwer enttäuscht. Zwei kleine Asse trafen auf ein mittleres Paar des All-In Spielers. Der Einzige, der einen Treffer im Board gehabt hätte, ist der Autor dieses Artikels. Der All-In Spieler, der sich bereits sein Jacke angezogen hatte, konnte sich wieder setzen und mir blieb wieder einmal die Erkenntnis dass “es richtig zu machen” manchmal eben richtig weh tun kann. Vor allem an so einem Tag.

KQs blieb auch in den nächsten Stunden eine meiner besten Hände und der Stack landete wieder bei 9.000 Chips. Dafür hatten die Blinds nach rund 8 Stunden Spielzeit 400/800 (75) erreicht und das nächste Level stand vor der Tür. Eine gute Gelegenheit einmal mit in später Position All-In zu pushen. Wenig überraschend, dass sich wieder jemand genötigt sah, mal nachzusehen, was der All-In Spieler denn für eine Hand spielt. Dem Big Blind war dafür gut genug und wir sahen einen Flop, der ihm das Ass und mir den Flushdraw brachte. Der Turn brachte auch das benötigte Pik in Form der Pik Ass. Nutflush gegen Set Asse, da konnte ja fast nichts mehr schief gehen … doch konnte es! Der River brachte das vierte Ass und das Ende für mich auf Platz 170. So hatte ich mir mein Ende dann doch nicht vorgestellt.

Cynthia Axarlis

Aber auch im Main-Event war nicht jeder über den Verlauf seines zweiten Spieltages erfreut. Für Cynthia Axarlis (hier neben Mick McCloskey ) lief es diesmal ganz und gar nicht gut. Sage und schreibe 13x Pocket Asse hatten geholfen, dass sie den ersten Tag an der Spitze des Leaderboards beendete. Aber nun ging es für sie unaufhaltsam abwärts und am Ende reichte es dann nicht einmal für einen Platz im Geld. Im oberen Feld des Chipcounts beendete dafür mit Cecilia Linderoth eine weitere Frau den zweiten Spieltag. Ebenfalls unter den letzten 25 ist Dara O’Kearney, der damit bei der dritten EDPC seinen dritten Cash erreicht.

Der Finale Spieltag startete am Sonntag um 14 Uhr. Im folgenden noch die bisherigen Platzierungen im Geld:

Platz 27 – €1.600 – Gordon Clancy – Irland
Platz 28 – €1.250 – Benjamin Millo – Frankreich
Platz 29 – €1.250 – Sylvain Treyes – Frankreich
Platz 30 – €1,250 – Fabien Pocheron – Frankreich
Platz 31 – €1,250 – Ludovic Lagalle – Frankreich
Platz 32 – €1,250 – Julien Duhamel – Frankreich
Platz 33 – €1.250 – Nicolas Olivier – Frankreich
Platz 34 – €1.250 – Benoit Fury – Frankreich
Platz 35 – €1.250 – Guy Bochen – Luxemburg
Platz 36 – €1.250 – Alain Williame – Frankreich
Platz 37 – €1.000 – Christopher Daniel – Frankreich
Platz 38 – €1.000 – Danny Toffel – England
Platz 39 – €1.000 – Sebastien Schail – Frankreich
Platz 40 – €1.000 – Michael Jeckelmann – Schweiz
Platz 41 – €1.000 – Frederic Konwitz – Frankreich
Platz 42 – €1.000 – Chris Johnson – England
Platz 43 – €1.000 – Patrick Gavcherand – Frankreich
Platz 44 – €1.000 – Gregory Ravise – Frankreich
Platz 45 – €1.000 – Christophe Cornel – Belgien

Sowie die Teilnehmer am finalen Spieltag:

Tisch 1:
Mick McCloskey 391k
Diana Jupien 875k
Roberto Salatiello 1.2m
Nicolas Pignon 565k
John Keogh 1.4m
Greg Pissant 405k
Tam Phuk Dao 1.8m
Jason Tompkins 1.1m

Tisch 2:
Stephen Barrett: 1.6m
Gary Clarke: 162k
Eric Mazza: 186k
Frederic Brunet: 941k
Gerard Harragh: 1.5m
Dara O’Kearney: 573k
Cecilia Linderoth: 945k
Wayne Londron: 317k
Diren Yildiz: 733k

Tisch 3:
Pitorre: 927k
Dave Masters: 583k
Thomas Nolan: 1.6m
Pal Rupon: 981k
Mustafa Capan: 2m
Olivier Riot: 980k
Tony English: 370k
Touchard Beriome: 287k


4 Comments
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Julian Donkr
10 Jahre zuvor

Wie hoch war denn das Buyin des Mainevents + wieviele Spieler haben daran teilgenommen?
Ansonsten nice Blog!

pokergott
10 Jahre zuvor

13x die Rockets an einem! Turniertag… das wage ich mal zu bezweifeln…
es sei denn Sie hat ein sehr inniges Verhältnis zum Dealer 😆