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Fahrlässigkeit: Klage gegen William Hill und PaddyPower

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Zwei britische Buchmacher werden verklagt. Ein Problemspieler finanzierte sich seine Sucht mit Diebstahl. Nun wollen die Opfer das Geld von den Firmen sehen.

Wie The Guardian berichtet, reichte die Anwaltskanzlei Mackrell Turner Garrett zwei Klagen ein. Eine richtet sich gegen William Hill, die andere gegen PaddyPower. In beiden Fällen dreht es sich um einen Spieler, der seine Wettleidenschaft nicht unter Kontrolle hat.

In zwei Wettshops von William Hill war der Spielsüchtige eine Dauergast. Zweimal wurde ihm sogar erlaubt, £50.000 für eine einzelne Wette zu setzten. Wetten in Höhe von £1.000 oder mehr, erfolgten oft im Minutentakt.

Mitarbeiter der Shops fragten zwar nach, ob der Kunde mit den Verlusten leben kann und sein Spiel unter Kontrolle hat, kümmerten sich jedoch wenig darum, warum der Punter seine Geld in Sporttaschen beförderte.

Der Spieler klaute sich das Geld bei seinem Arbeitgeber, einer Maklerfirma in Dubai. Vor Gericht fordern die Anwälte der bestohlenen Opfer rund £600.000 ein. Die zweite Klage richtet sich gegen PaddyPower.

Dort liegt die Streitsumme bei £965.000. Spannend ist hierbei, dass die UK Gambling Commission (UKGC) bereits in dem Fall ermittelt und eine Strafe ausgesprochen hat. Nach einem Urteil im Oktober musste PaddyPower £2,2 Millionen zahlen.

£500.000 gingen dabei an die Opfer des Diebstahls, zumindest teilweise. Diese Summe reichte nicht aus, um alle Parteien zu entschädigen. Das Problem hierbei ist, dass die Firma einen Sitz in Dubai hat und die UKGC dort nicht zuständig ist.

Im Fall William Hill ermittelt die UKGC bereits. Es wird vermutet, dass Mackrell Turner Garrett die Informationen zum Fall publizierte, um Druck zu machen. Bevor die Klagen eingereicht wurden, hoffte man auf eine außergerichtliche Lösung.

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