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Finaltisch der WSOP Europe 2025: Neugebauer jagt zweiten Titel

Nach einem langen vierten Turniertag steht das Finale des WSOP Europe 2025 Main Events fest. Acht Spieler haben sich im King’s Resort Rozvadov ihren Platz am prestigeträchtigen Finaltisch gesichert. Unter ihnen auch der amtierende Champion Max Neugebauer, der auf einen beeindruckenden zweiten Sieg bei diesem Event hofft.

Der Finaltisch wurde in den frühen Morgenstunden komplettiert, als sich das Feld von ursprünglich 659 Teilnehmern auf die letzten acht reduziert hatte. Das Preisgeld für den Sieger beträgt über 1,14 Millionen Euro. Die letzten Chips werden am Mittwoch ab 16 Uhr Ortszeit verteilt, wenn das Spiel auf Level 30 bei 135.000/250.000 mit 250.000 Big Blind Ante fortgesetzt wird.

Der Finaltisch des WSOPE Main Events 2025 steht

Neugebauer im Titelrennen – Garcia in Front

Mit 11.025.000 Chips – umgerechnet 44 Big Blinds – startet Max Neugebauer als Zweitplatzierter in das Finale. Der Österreicher hatte den Tag mit einem der kleineren Stacks begonnen, konnte sich aber durch einige erfolgreiche All-Ins ins vordere Feld vorkämpfen. Bereits 2023 gewann er das WSOP Europe Main Event und hat 2025 bereits ein weiteres Major-Turnier für sich entschieden, nämlich das $3.000 PLO-Event bei der Wynn Summer Classic.

Ganz oben im Chipcount steht der Brasilianer Murilo Garcia mit knapp 13,4 Millionen Chips. Für ihn ist es bereits jetzt die höchste Auszahlung seiner Karriere. Im vergangenen Jahr belegte er den zweiten Platz bei der Enjoy Poker Tour in Punta del Este. Mit mindestens 110.000 Euro für Rang acht hat Garcia diese Marke bereits deutlich übertroffen. Allerdings wird er sich gegen eine Reihe erfahrener Gegner behaupten müssen, die ebenfalls tief im Turnier sind.

Viel Erfahrung und einige Überraschungen

Neben Garcia und Neugebauer sind auch andere bekannte Gesichter und ambitionierte Herausforderer im Finale vertreten. Gerald Karlic etwa, ebenfalls aus Österreich, bringt 7,9 Millionen Chips an den Tisch. Der Routinier erzielte mehrere hohe Cashes im Jahr 2024, darunter zwei zweite Plätze bei großen Events. Mit einem Sieg könnte er erstmals ein siebenstelliges Preisgeld für sich verbuchen.

Daniel Pidun, der mit 10,35 Millionen Chips startet, bringt WSOP-Erfahrung ein. Seine bedeutendsten Erfolge stammen aus den High-Roller-Events der Jahre 2017 bis 2022, wobei er bereits dreimal im sechsstelligen Bereich bei der WSOP Europe gepunktet hat. Der wohl größte Turniersieg seiner Laufbahn gelang dem Deutschen 2013 beim EPT Berlin Main Event.

Italiens Claudio Di Giacomo verfügt ebenfalls über mehrjährige Turniererfahrung. Seit 2012 regelmäßig mit Cashes vertreten, ist sein bisher bestes Ergebnis ein vierter Platz beim EPT National 2018 in Barcelona. Mit seiner aktuellen Stackgröße von 10,25 Millionen Chips (41 BB) hat er gute Voraussetzungen, diese Marke in Rozvadov zu übertreffen.

Zu den weniger bekannten Spielern zählt Teemu Jaatinen aus Finnland, der mit fast 7 Millionen Chips in das Finale geht. Sein bislang größter Erfolg liegt über 15 Jahre zurück: Ein Sieg beim Unibet Open 2009 in London. Nach einer langen Pause mischte er zuletzt wieder häufiger bei europäischen Turnieren mit.

Ebenfalls neu im Rampenlicht ist Matthias Gude, der mit nur 1,5 Millionen Chips (6 BB) als Short Stack ins Finale startet. Der Deutsche schaffte es in dieser WSOP-Serie erstmals seit 2021 wieder ins Geld und konnte kürzlich im Mystery Bounty einen dritten Platz für 51.000 Euro erreichen. Damit stammt der Großteil seiner bisherigen Karrieregewinne aus dieser Turnierserie.

Komplettiert wird der Finaltisch durch Catalin Pop (5.025.000 Chips), der sich mit dem sicheren Preisgeld für Platz acht bereits einen persönlichen Karrierehöhepunkt gesichert hat. Der Rumäne ist seit 2014 auf internationalen Turnieren unterwegs und wird versuchen, frühzeitig seinen Stack zu vermehren.

Finale mit vielen Szenarien

Vier Spieler – Garcia, Neugebauer, Di Giacomo und Pidun – liegen jeweils über der Marke von 40 Big Blinds und dürften die Action in den ersten Levels bestimmen. Dennoch sind auch alle anderen (mit Ausnahme von Shortstack Gude) noch mit mindestens 20 Big Blinds ausgestattet, was taktisch vielfältige Entwicklungen erwarten lässt.

Auffällig ist die Mischung aus erfahrenen Profis mit siebenstelligen Gewinnen und aufstrebenden Spielern, die erstmals große Finals erreichen. Besonders im Fokus steht dabei Max Neugebauer, der mit einem weiteren Sieg Poker-Geschichte schreiben würde. Kaum einem Spieler ist es bislang gelungen, das WSOP Europe Main Event zweimal zu gewinnen.

Sollte es ihm gelingen, würde er nicht nur seine Stellung als einer der gefährlichsten Live-Spieler Europas festigen, sondern auch in die exklusive Liste der mehrfachen WSOP Europe Main Event Champions eingehen – eine Liste, die bisher leer ist.

Die Action am Finaltag soll am Mittwoch live über den YouTube-Kanal der WSOP gezeigt werden. Gespielt wird mit einer kurzen Verzögerung, um Fairness und Sicherheit zu gewährleisten.

Anja Wiedenhöft

Anja Wiedenhöft schreibt seit 2016 über alles rund um Online Casinos und Poker. Schon früh hat sie ihre Begeisterung für strategisches Denken und die Welt des Glücksspiels entdeckt und daraus kurzerhand ihren Beruf gemacht. Dank ihrer langjährigen Erfahrung kennt sie die Branche in- und auswendig: Sie analysiert Online Casinos, erklärt Poker-Strategien verständlich und schaut bei Anbietern genau hin, wenn es um Seriosität und Nutzerfreundlichkeit geht. Ihr Ziel ist es, Leserinnen und Lesern klare Infos, ehrliche Bewertungen und praktische Tipps mit auf den Weg zu geben, um sie sicher durch die bunte und schnelllebige Welt des iGamings zu begleiten.

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