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Forbes-Artikel sorgt für Verwirrung rund um Yahoo! Poker

Immer mehr Nachrichtenseiten berichten über Yahoo und angebliche Pläne, den Echtgeld Poker-Markt zu betreten. Auslöser für die Meldung ist ein Artikel auf Forbes und eine gewagte Spekulation des Autors.

Yahoo PokerEnde Oktober schrieb Marc Edelman auf Forbes: „In einem kecken Schritt, der der Welle von legalisiertem Poker vorauszueilen scheint, hat Yahoo eine Texas Hold’em-Plattform auf seiner Website gestartet.“

Dies löste eine Reihe von Folgemeldungen aus und alle drehen sich um das Thema, dass Yahoo den Eintritt auf den Echtgeld Poker-Markt vorbereitet. Problem hierbei ist, dass Yahoo schon seit weit über zehn Jahren Texas Hold’em im Angebot hat.

Neuerung ist die Option zum Kauf von Spielgeldchips sowie ein neues Design. Allerdings kann diese Meldung auf März dieses Jahres zurückdatiert werden. Yahoo hat seitdem auch keine Pläne, rund im Echtgeldspiel, geäußert oder einen Lizenzantrag gestellt.

Fragwürdig ist zudem Edelmans Meinung, dass Yahoos Entscheidung „aufgrund des wachsenden Interesses an Poker“ wenig überrascht. Zum einen sinkt seit Jahren das Interesse an Poker, zum anderen ist der Verkauf von virtuellen Chips oder Goodies nichts Ungewöhnliches, vor allem jedoch kein Indiz dafür, dass Interesse am Echtgeldmarkt besteht.

Der dritte Fehler in Edelmans Annahme ist, dass es eine Regulierungswelle gibt. In Amerika gibt es bisher drei Bundesstaaten, in denen Online Poker lizenziert ist. Doch in Nevada, Delaware und New Jersey kommt man zusammen gerade einmal auf 9,5 Millionen an erwachsenen Einwohnern und damit potenziellen Kunden.

Selbst sehr optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass es bis 2020 gerade einmal 20 regulierte Staaten mit 130 Millionen möglichen Spielern gibt. Die Umsetzung eines Zusammenschlusses zu einem gemeinsamen Spielerpool ist hierbei nicht einmal berücksichtigt.

Auf Bundesebene gibt es derzeit keine Ambitionen für ein Online Poker-Gesetz. Nachdem die Republikaner nun bei der Wahl in dieser Woche, an Macht gewonnen haben, scheinen sich die Zeichen für eine Regulierung sogar verschlechtert zu haben.

Auch international wird es Yahoo schwer haben, Fuß zu fassen. Das Vereinigte Königreich hat seinen Markt neu reguliert, was zusätzliche Kosten für Poker Rooms bedeutet. Zwar gibt es noch Platz auf dem Markt, doch Casinospiele oder Social Gaming scheinen eindeutig lukrativer. Letztere Option, benötigt nicht einmal einen teuren Lizenzierungsprozess. Damit steht hinter der Spekulation, um Yahoos angebliche Pläne ein ganz großes Fragezeichen.


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