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Full Tilt Poker – Was weiß Clonie Gowen?

Full Tilt Poker veröffentlichte wenig überraschend ein Statement, in dem der Vorwurf des „Ponzi-Schemas“ bestritten wird. Mag sein, dass die Bezeichnung tatsächlich nicht exakt zutrifft und das Unternehmen kein reines Schneeballsystem ist. Was aber viel mehr erstaunt, ist die Klage von Clonie Gowen, die 2008 in Las Vegas eingereicht wurde und sechs Monate später abgelehnt wurde, da die Begründungen nicht exakt und ausreichend waren.

Am 14. November 2008 reichte Clonie Gowen gegen Tiltware Klage ein. 20 Mitglieder des Full Tilt Teams, darunter auch Howard Lederer, Ray Bitar und Chris Ferguson, wurden in der Klage genannt. Clonies Vorwurf klang damals absurd – ihr sei im Jahr 2004 bei einem Meeting in Las Vegas ein Prozent am Unternehmen zugesagt worden und ab Mai 2007 hätten alle Beteiligten Zahlungen in Millionenhöhe erhalten. Sie wollte damals 40 Millionen Dollar, denn so viel hätten auch andere Beteiligte erhalten.

Als die Klage eingereicht wurde, äußerte sich Full Tilt dazu folgendermaßen: „…Tiltware, LLC, ist es bekannt, daß eine ehemalige Unterstützerin, Ms. Cycalona Gowen, eine unsinnige Klage gegen uns eingereicht hat. Alle Anschuldigungen entbehren jeder Grundlage und ihre Klageschrift zeichnet sich durch viel Unstimmigkeiten aus. Außerdem sind die Anschuldigungen haltlos und rechtswidrig. Tiltware LLC geht davon aus, dass diese Klage durch ein kompetentes Gericht entsprechend behandelt werden wird“…..

Die Klage wurde vom Gericht abgewiesen, da es Clonie Gowen nicht gelang, die Klagepunkte zu untermauern. Lederer soll ihr damals $250.000 als Entschädigung angeboten haben, es gab auch Gerüchte, dass Clonie tatsächlich noch mehr Geld von Full Tilt erhalten hat. Aber dies ist genauso unbestätigt wie die Meldung, dass Full Tilt nur ein Ponzi-System sei.

Interessant ist bei der Klage vor allem der Wert. Schon 2008 war die Rede von Zahlungen in der Höhe von $40.000.000 an Beteiligte. In der Anklage der Departement of Justice wurden die Zahlungen an Ray Bitar und Howard Lederer fast genau in dieser Höhe beziffert. Vielleicht ist der Inside FT-Man des DOJ doch ein Inside-Woman?


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