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Full Tilt Poker und der Status Quo

Der Black Friday hat die Online-Pokerwelt in US-Spieler und den Rest der Welt unterteilt. Nur bei Full Tilt gibt es noch eine weitere Unterteilung beim Rest der Welt, nämlich diejenigen, die ihre Cashouts bekommen haben und diejenigen, die noch immer warten. Wer auf eine rasche Änderung hofft, der wird enttäuscht werden.

Teammitglieder und Spieler der Highstakes Partien garantieren für Auszahlungen und versprechen immer wieder, dass das Geld der Spieler sicher ist. Doch an irgend etwas muss es dann doch haken, denn nicht nur die US-Spieler, auch andere warten seit Wochen auf ihre Cashouts.

Mit dem Department of Justice hat sich Full Tilt geeinigt und dieselbe Vereinbarung wie PokerStars getroffen. Der Unterschied ist nun ganz klar die Durchführung, denn PokerStars hat mit der Rückzahlung von über 100 Millionen Dollar begonnen. Bei Full Tilt freuten sich die Spieler schon, dass Rakeback-Zahlungen auf die Accounts erfolgt sind und Turniertickets in Dollars umgewandelt wurden. Allerdings alles nur im virtuellen Bereich, denn kein Cent wurde bislang an die US-Spieler von Full Tilt ausbezahlt.

Der Rest der Welt lieferte bei den FTOPS und nun auch bei den Mini-FTOPS gute Teilnehmerzahlen. Auch beim Main Event der Mini-FTOPS am Sonntag sorgten 21.848 Entries beim $70 Main Event wieder für einen ansehnlichen Preispool von $1.529.360. Nur stellt sich jetzt die Frage, wann die Gewinner das Geld tatsächlich in Empfang nehmen werden können. Es ist nicht so, dass Full Tilt außerhalb der USA generell keine Zahlungen leistet, aber bei weitem werden nicht alle Cashout-Requests abgewickelt. Dabei kommt es nicht mal auf die Höhe der Auszahlungsanträge an, denn manche Spieler haben fünfstellige Summe innerhalb weniger Tage erhalten, anderen warten auf ein paar Dollars seit Wochen. Auch konnte bislang kein Zusammenhang bei den gewählten Zahlungswegen gefunden werden, denn egal ob Überweisung, Neteller oder andere Option – bei einem klappt es, beim anderen nicht.

Die Stellungnahmen von Full Tilt bzw. auch der Alderney Gaming Commission, Lizenzgeber für Full Tilt, sind immer dieselben – das Geld ist sicher, die Rückzahlungen erfolgen, aber man hat Probleme. Das mag vielleicht auf die US-Spieler zutreffen, da man einen geeigneten Finanzdienstleister als Partner finden muss, aber wo das Problem außerhalb der USA liegt, kann niemand verstehen. Bei Full Tilt hüllt man sich in nobles Schweigen und so bleibt den Spielern nur eines – weiterhin warten.


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9xklug
9 Jahre zuvor

Das Geld wird in irgendwelchen Festverträgen hängen. Bis die auslaufen, gibts halt nix.