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Glücksspiel-Lizenzpoker in Österreich – Die Spannung steigt

Seit nunmehr neun Monaten ist die Bewerbungsfrist für die drei letzten Casinolizenzen in Wien bzw. Ostösterreich abgelaufen. Wer die Lizenzen erhält, steht noch immer nicht fest, dafür wird immer mehr spekuliert, wie das Vergabeverfahren entschieden werden könnte.

Spätestens ab Juli sollen es losgehen bei den drei letzten Casinostandorten. Wobei die Casino noch (um)gebaut werden müssten und mit Konzessionsvergabe sicherlich nicht die Kugel bzw. der Rubel rollt.

Aktuell gilt die Novomatik  als heißester Tipp für eine Lizenz und zwar für den Standort im Prater. Das ist für den Automatenriesen natürlich wichtig, zumal ja ab 2015 in Wien das Automatenspiel verboten werden soll. Damit würden der Novomatik die bislang größten Einnahmequellen im Wiener Prater und dem Böhmischen Prater wegfallen. Das Vollcasino wäre da schon ein willkommener Ersatz.

Casinos Austria hat schon die bisher ausgeschriebenen zwölf Casinolizenzen, dennoch gilt es nicht als unwahrscheinlich, dass auch zumindest eine der drei Lizenzen ebenfalls an die CASAG geht. Schließlich weiß man, was man bekommt und Aktionäre wie der Raiffeisen-Konzern oder die Münze Österreich wären über eine weitere Einnahmequelle sicherlich nicht unerfreut. Zumal der Cercle in der Kärntner Straße durch die Projekte im InterCont bzw. Palais Schwarzenberg massive Konkurrenz bekommen würde.

Die Stadtcasino Baden AG hat mit dem Projekt im Palais Schwarzenberg für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Zumal auch die Schwarzenberg Familie  nun auch die Öffentlichkeit sucht und mit Ankündigungen wie Parköffnung, Kinderspielplatz, Boutique-Hotel und Arbeitsplätzen versucht, positive Stimmung zu machen. Dass man Gauselmann als Partner hat, senkt die Chancen dann doch, denn Novomatic als Platzhirsch würde den größten Automatenkonkurrenten nur ungerne eine Bühne in Österreich bieten.

Dann sind da noch Centruy Casinos, die mit dem Retro-Casino Projekt beim Hotel Intercontinental auf eine Lizenz hoffen. Über die börsennotierte Gesellschaft weiß man in Wien nur wenig und auch das Projekt im Retro-Stil der 60er Jahre stößt auf nur wenig Begeisterung. Wenn Spieler spielen, dann wollen sie das nicht unbedingt im Petticoat und Pullunder tun.

Spannend bleibt aber nicht nur der Kampf um die verbliebenen drei Lizenzen, auch die Pokerlizenzen werden sicherlich noch einmal Thema werden. Nach dem VfGH Urteil gab es wieder eine Glücksspielnovelle und die hat Poker wieder als Glücksspiel im Gesetz festgeschrieben. Das ist zwar für die Spieler positiv, da eventuelle Gewinne damit steuerfrei bleiben, für die privaten Cardrooms bleibt damit die Frage, wie es ab 2016 weitergehen soll. Drei Lizenzen sind zwar mehr als die ursprünglich geplante Einzelkonzession, doch wirklich üppig ist das auch nicht. Peter Zanoni wird sicherlich noch einiges aus der Trickkiste holen, um die Gerichte in den nächsten Jahren zu beschäftigen und am Ende seine Concord Card Casinos behalten zu können.


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