Kolumnen

GSOP. UDO. PRAG. SVETLANA.

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Also, ja. Wo soll ich nur anfangen? Zu viel gibt es zu erzählen, zu viel gab es zu erleben. Zuerst einmal ein großes Danke an Betsson, die es mir ermöglicht haben, fünf Tage im Epizentrum des Pokerns verbracht haben zu können. Fast alle Kartenwahnsinnigen waren dort. WPT, EPT und die GSOP als krönender Abschluss.

Spielerisch ist für mich persönlich ein nicht unzufriedenes Fazit zu finden. Wenn die  Fische nicht alle meine unsinnigen Raises unsinnig gecallt hätten, wäre ich wahrscheinlich noch weiter gekommen. Aber ich habe Tag 2 erreicht, und vor allem mein großes Ziel – länger im Main Event zu bleiben als Eddy Scharf; mein Idol der frühen 80er Jahre.

Und wenn mein Dealer Thomazs (so heißen irgendwie 95 Prozent aller tschechischen Männer; die anderen heißen Honza oder Oleg) nicht so unsinnige Karten auf Turn und River gegeben hätte, wäre ich sicherlich einer der heißen Anwärter für den Final Table gewesen. Gespielt habe ich für meine Verhältnisse sensationell; ich habe Betsson nicht enttäuscht. Glaube ich. Es gab eine fast zweistündige Phase, in der ich noch nie so viel wie in meiner bisherigen kurzen Karriere gefoldet habe. Und das mit so Krachern wie 93, 92, 83, und am allerallerhäufigsten 82.

In dieser Phase habe ich mich sehr mit der Bedienung Svetlana (so heißen irgendwie 95 Prozent aller tschechischen Frauen; die anderen heißen Natascha oder Monicza) angefreundet. Mit Anfassen. Ja, ich bin ein Toucher.

Getoucht von mir war übrigens auch der EPT Sieger aus London vom letzten Jahr. Den habe ich vom Tisch genommen. Mit einer perfekten Planung. Das übrigens ist mir bei allen großen namhaften Spielern dort aufgefallen – letzten Endes sind es genauso Fische wie Du und ich; auch die spielen nur mit Wasser. Und kochen können die wohl gar nicht.

Ja, es war großartig in Prag. Ein perfekt von Betsson und den beteiligten Beteiligten organisiertes Event. Mit Spielern aus geschätzten 61 Nationen. Ich kann nun auch Bad Beat Stories in 58 Sprachen erkennen und wiedergeben. Meistens kommen darin die Begriffe „Cut off minus 1“ oder „Button plus 3“ und Ace Jack“ sowie „Idiot“ vor. Besonderns auf estisch und ost-griechisch hört sich das lustig an.

Mehr Details, auch schlüpfrige Anekdoten morgens um 4 Uhr an der Hotelbar, erzähle ich nächste Woche an selber Stelle. Darunter auch mein Cash Game mit vier hochgradig alkoholisierten Finnen, die in der Tat von meiner Rotweinvorliebe wussten.

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